Alternativen gibt es- man muss nur wissen wo

Unter diesem Motto will ich Euch nun immer wieder Menschen, Betriebe und Aktionen vorstellen, die ich im Zuge unseres Experiments und bei meinen Lesungen und Vorträgen kennen gelernt habe. „Alternativen gibt es- man muss nur wissen wo“ weiterlesen

Petition gegen Wegwerfplastik und konkrete Maßnahmen

Greenpeace startet eine Petition gegen Wegwerfplastik: Bitte unterschreiben!!

https://secured.greenpeace.org/…/pr…/konsum/wegwerf-plastik/

Und hier ein bericht über die Aktuelle Entwicklung in Frankreich!

https://netzfrauen.org/2014/11/06/vorbildlich-frankreich-verbietet-weichmacher-einweggeschirr-und-plastiktueten/

Plastikfreier WC – Reiniger

Liebe Leute, nach einer langen und erholsamen Urlaubspause, hat mich der österreichische Vorwinter gleich mal ein paar Tage ans Bett gefesselt.

Nun bin ich aber mit neuem Elan wieder da und werde mich in nächster Zeit auch bemühen Eure Kommentare und Fragen der letzten Zeit zu beantworten.

Ansonsten werd ich mich in näherer Zukunft… „Plastikfreier WC – Reiniger“ weiterlesen

„Einfach tun“ (Teil1) – Florian Hubmann:

Wie angekündigt möchte ich Euch in Zukunft immer wieder Menschen/ Vereine usw. vorstellen, die nicht mehr nur über einen Systemwandel reden, sondern auch bereits begonnen haben, konkrete Schritte zu setzen. Menschen, die die Veränderung also schon begonnen haben und nicht darauf warten, bis andere damit anfangen.

Florian Hubmann ist Kaufmann in Stainz. Vor zirka 1einhalb Jahren hat er das große Kaufhaus mit vielen verschiedenen Abteilungen (von Lebensmitteln über Kinderspielzeug, Kleidung und Drogeriewaren) von seinen Eltern übernommen und ist seither laufend dabei, sein Sortiment auf regionale und biologische Produkte zu erweitern bzw. umzustellen. Wobei der Grad der Umstellung naturgemäß auch davon abhängig ist, wie gut die neuen Produkte von den KundInnen angenommen werden.

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Die EU muss Grüner werden (Was die EU könnte, wenn wir wollten,… Teil 2)

Nach der gestrigen EU Wahl noch ein paar Gedanken von mir:

Die EU könnte ein Vorbild werden, wenn es darum geht (sozialen) Frieden, Ökologie und Ökonomie als untrennbare und voneinander abhängige Basis des menschlichen (Zusammen)Lebens zu etablieren.

Die EU könnte entscheidend für den Beginn eines Systemwandels sein, der uns (ErdenbürgerInnen) und unseren Kindern eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft ermöglicht.

Die EU muss Grüner werden, heißt für mich:

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Was die EU könnte – wenn wir wollten… (Teil1)

Wiedermal mit dem Zug Richtung Amsterdam….

Nachdem Peter und ich vor ein paar Jahren alleine in Amsterdam waren, sind wir in den Osterferien diesmal gemeinsam mit den Kindern dorthin aufgebrochen. Auf der Hinfahrt war eine Zwischenstation mit 3 Tagen Aufenthalt bei Freunden in Aachen eingeplant. Dorthin fuhren wir tagsüber und für die Zugfahrt, mussten wir 2 Mahlzeiten einplanen.

Da unsere Kinder nicht gerade kleine Esser sind, war die Lebensmittelmenge, die wir mit auf den Weg nahmen beträchtlich. Und weil Getränke im Zug (bis auf Bier und Wein seltsamerweise!!) fast ausschließlich in Plastikflaschen oder Dosen erhältlich sind, mussten wir auch unseren Wasserbedarf für einen Tag mit ins Gepäck nehmen.

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Einkaufsparadies für Verpackungsmuffel

Mehrere von Euch haben mich in letzter Zeit schon auf die neue Wiener „Maßgreißlerei“ Lunzers hingewiesen (Ähnliches gibt es meines Wissens ausgehend von London schon in mehreren Großstädten in Europa).

Was in herkömmlichen Supermärkten normalerweise unmöglich ist, ist hier ganz normal:

Einkaufen von „offenen“ Lebensmittel nach Maß und Ziel, mit mitgebrachten Behältern oder vor Ort verfügbaren wieder verwendbaren Verpackungen.

Man kauft also tatsächlich nur das, was man wirklich braucht (also die Lebensmittel) und erzeugt normalerweise überhaupt keinen Müll.

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Webshop einmal anders!

Eine treue Leserin dieses Blogs, die ich vor einiger Zeit bei meiner Lesung im Stift Zwettl persönlich kennengelernt habe, hat nun einen „alternativen“ Webshop eröffnet.

Aus persönlichen Gesprächen mit ihr, weiß ich wie sorgfältig sie sich bemüht hat, dort wirklich nur Produkte anzubieten, die ihren hohen ökologischen und ethischen Ansprüchen genügen. Natürlich geht es auch hier nicht ganz ohen Kompromisse – aber das entspricht ja auch meiner Philosphie!

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Plastikfrei und vegan? (2)

Im zweiten Teil dieser schwierigen Materie möchte ich mich mit der Problematik widmen, kunststofffreie und vegane Bekleidung unter einen Hut zu bringen.

Schon zu Beginn unseres Experiments hat mich das Thema Bekleidung stark beschäftigt, da konventionelle Kleidung ja heutzutage kaum mehr ohne Kunststoffanteile zu bekommen ist. Abgesehen davon sind die Schadstoffe (NPE, Weichmacher, krebserregende Amine, Azofarbstoffe, Schwermetalle und andere Schadstoffe), die hier – ob Marken -oder Billigware – bei Verarbeitung und Färbung zum Einsatz kommen, auch ganz unabhängig vom Material eine Katastrophe für Mensch und Natur.

Alternativen aus Naturmaterialien (in Bioqualität und entsprechender Verarbeitung, möglichst auch noch Fairtrade) gibt es zwar inzwischen schon in recht zufrieden stellender Auswahl, aber längst nicht für alle Zwecke (man denke nur an die so genannte „Funktionskleidung“) und – viele der Naturmaterialien sind nicht vegan! Pflanzliche Ausgangsmaterialien wie Baumwolle, Hanf, Flachs usw. stellen natürlich in vielen Bereichen eine Alternative dar. Aber auch hier gibt es durchaus kritische Aspekte. Nicht alles, was plastikfrei und vegan ist, kann man nämlich meiner Meinung nach wirklich guten Gewissens empfehlen. Der konventionelle Baumwollanbau mit seinem enorm hohen Wasser – und Pestizideinsatz und den entsprechend ausbeuterischen und menschenverachtenden Arbeitsbedingungen entspräche da wohl eher dem Motto „den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“. Hanf und Flachs stellen so gesehen jedenfalls die bessere Alternative dar, aber das Angebot ist in diesem Bereich zumindest im Moment noch nicht überall ausreichend.

Besonders bei Schuhen würde mir eine konsequent vegane Lebensweise schwer fallen. Ich persönlich fühle mich in Kunststoffschuhen jeglicher Art einfach nicht besonders wohl. Schuhe aus Hanf oder Bauwolle sind auch eher nur eine Alternative für die warme Jahreszeit und meist nur in einem recht eingeschränkten Sortiment verfügbar. Es scheint also auf den ersten Blick relativ aussichtslos konsequent plastikfreie und vegane Bekleidung zu kaufen – umso mehr, wenn dann auch noch gewisse modische Ansprüche dazu kommen.

Aus den oben genannten Gründen hat mein persönliches Einkaufsverhalten in Sachen Mode in den letzten 4 Jahren jedenfalls eine dramatische Wendung genommen. Wie schon in meinem Buch beschrieben, war ich vormals in Bezug auf Kleidung eine klassische „Schnäppchenkäuferin“. Mittlerweile kaufe ich neue Kleidungsstücke oder Schuhe nur mehr höchst selten. Seit 2 Jahren trage ich zum Beispiel Marlenes Lederwinterstiefel mit Schafwollfutter von GEA auf, die zwar keineswegs vegan, aber dafür wenigstens in Österreich gefertigt, höchst stabil und reparaturfähig sind und meiner jetzigen Einschätzung nach sicher auch noch mindestens die nächsten 5 bis 10 Jahre halten werden. Aber auch jetzt (nach 4 Jahren) hat sich der durchaus beachtliche Anschaffungspreis von 220 € aus meiner Sicht schon mehr als rentiert. (GEA erzeugt teilweise übrigens auch vegane Schuhe, ich bin mir aber nicht sicher, ob es für den Winter etwas in annähernd ähnlicher Qualität in veganer Variante gibt.)

Bei einem Vortrag auf der Uni Graz (Umweltsystemwissenschaften) hab ich vor ungefähr 2 Jahren gehört, dass pro Jahr allein ca. 80 Milliarden Baumwoll T – Shirts produziert werden. Ein Blick in meinen Kleiderschrank hat mir klar gemacht, dass ich daran nicht unbeteiligt bin. Ich habe also beschlossen, auch diesen Wahnsinn nicht mehr weiter zu betreiben, was zugegebenermaßen einiges an Selbstdisziplin erfordert hat und noch immer erfordert (und auch nicht immer zu 100% funktioniert!).

Wenn ich mir neue Kleidung oder Schuhe kaufe, achte ich normalerweise darauf, dass zumindest ein Teil der folgenden Kriterien erfüllt wird:

– möglichst kein oder nur ganz geringer Kunststoffanteil (Knöpfe, Gummizüge usw.) und Gütesiegel wie GOTS oder Ökotex

(https://nachhaltigkeit.greenpeace.at/?)

– Baumwolle in Fairtrade und/oder Bioqualität (entsprechende Gütesiegel)

– Wolle und andere tierische Fasern in Bioqualität, wenn möglich aus Österreich oder zumindest aus der EU

– Lederschuhe in Bioqualität bzw. in entsprechender Verarbeitung, wenn möglich in Österreich oder zumindest in der EU produziert

In erster Linie versuche ich aber, mein Bedürfnis nach neuer Kleidung so weit wie möglich zu reduzieren. Mit einigen Freundinnen habe ich Kleidertausch – bzw. Leihaktionen vereinbart, wenn bei einer von uns die Lust nach etwas Neuem nicht mehr zu bändigen ist. Eine gute Quelle für solche Fälle sind für mich auch nach wie vor Second Hand Shops und Flohmärkte. Diesen Textilien haben auch noch dazu den Vorteil, dass die Schadstoffe meist schon ziemlich heraus gewaschen sind. Und nicht zuletzt habe ich in letzter Zeit auch „aus Altem Neues nähen“ zunehmend für mich entdeckt.

Wir Ihr seht, ist mein Zugang zu diesem Thema wieder mal recht pragmatisch und erhebt keinen Anspruch auf Perfektion. Durch meine eigene Geschichte und aktuell vor allem dadurch, dass unsere beiden älteren Kinder mittlerweile 17 und fast 15 Jahre alt sind, ist mir auch klar, dass es Kriterien für Mode gibt, die man subjektiv für wichtiger hält, als alles, was ich bisher dazu geschrieben habe. Andererseits bin ich auch sehr stolz auf meine Kinder, weil sie diesbezüglich auch für ihr Alter sehr genügsam sind und den Weg, den ich vor einigen Jahren eingeschlagen habe, im Großen und Ganzen mitgehen (zum Beispiel tragen sie nach wie vor in erster Linie gebrauchte Kleidung aus dem Freundes – und Bekanntenkreis nach.) Und obwohl meine Geschichte heute schon ziemlich lang ist, möchte ich an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen, dass ich bei diesem Thema natürlich ständig das glänzende Beispiel meines Mannes vor mir habe, der nicht nur seine T-Shirts trägt, bis sie ihm buchstäblich vom Leib fallen!

Ehrlich gesagt glaube ich, dass in Bezug auf Mode die oft strapazierte Binsenweisheit „Weniger ist mehr“ der wichtigste Grundsatz ist, wenn wir unsere eigene Gesundheit bewahren und an Menschen, Tieren und Natur möglichst wenig Schaden anrichten wollen.

Nicht nur denjenigen von Euch, die einen konsequent veganen Lebensstil verfolgen, rate ich aber auf jeden Fall dazu, Produktionsbedingungen, Herkunft und (man muss es leider so bezeichnen) „Inhaltsstoffe“ der Mode genau unter die Lupe zu nehmen. In manchen Fällen wird das vielleicht die Entscheidung erleichtern, NICHTS zu kaufen.

Da ich meine Geschichten aber immer gerne positiv abschließe, möchte ich heute ausnahmsweise auch noch ein paar (eher kleinere) Firmen aus meinem Umfeld nennen, die allesamt mehrere meiner Einkaufskriterien erfüllen. Dass ich gerade diese Firmen nenne, liegt schlicht und einfach daran, dass ich mit ihnen persönliche Erfahrungen bzw. ihre Produkte auch schon selber getestet habe und mir auch die gesamte „Firmenphilosophie“ entspricht.

www.garymash.com: selbst entworfene Fairtrade-/Bioshirts und vieles mehr

www.zerum.at: Fairtrade- und Biomode, „kleine“ Designermode

www.perviva.at : fair gehandelte Naturtextilien hauptsächlich aus Deutschland und Österreich

www.gea.at: Schuhe in Topqualität in erster Linie in Österreich gefertigt

www.hanf-im-glueck.at : Jeans, Jacken, T-Shirts aus Hanf

http://www.naturfaser-foelser.at: Jeans aus österreichischem Leinen und griechischer Biobaumwolle, man kann sich die Lieblingsjeans „nachschneidern“ lassen!!

Ich denke, dass Ihr in Euren Umfeldern auch viele ähnliche Firmen kennen werdet und sofern Ihr mir Infos oder Links dazu schickt, bin ich auch gerne bereit, diese zu sammeln und in diesem Blog zu veröffentlichen.

Und abschließend nochmal der Link zum Blog von Nunu Kaller, wo Ihr noch viel mehr über das (Nicht-) Kaufen von Kleidung erfahren könnt:

ichkaufnix.wordpress.com

ARTE: Kommt nicht in die Tüte – Die Europäer und der Plastikmüll

ARTE widmet die Samstag Nachmittagssendung Yourope diesmal dem

Thema Plastikmüll:

18.1.14 ab 14 Uhr

Mit einem kleinen Beitrag aus unserem großen Erfahrungsschatz in Sachen Plastikmüllvermeidung!

http://www.arte.tv/guide/de/051397-001/yourope

Und für alle, die in der Näche von Gleisdorf wohnen, gibt´s am Freitag ab 19 Uhr die Möglichkeit die Ausstellungseröffnung „Flowerpower am Plastikplaneten“ zu besuchen.

Mit einer Lesung/Diskussion zu meinem Buch „Plastikfreie Zone“ und Vorstellung des erfolgreichen „Change bag“ Projekts!

ab 19 Uhr im Museum im Rathaus!!!