Petition, plastiksackerlfreier Tag und noch ein bisschen Zukunftsmusik

Wie zum Jahreswechsel angekündigt, möchte ich heute eine Initiative vorstellen, die aus der spontanen Idee einer Einzelperson kurz nach dem medial verkündeten Plastiksackerlverbot in Italien, entstanden ist.

„Für ein Verbot von Plastiksackerl in Österreich“  heißt die Facebook Veranstaltung, die Alexandra Haaji einem spontanen Gefühl folgend gründete und die mittlerweile mehr als 27000 Zusagen hat. Im weiteren Verlauf wurde auch noch eine Online Petition ins Leben gerufen, die Ihr noch bis 11. Februar unterzeichnen könnt. Hier der Link dazu:

http://www.petitiononline.at/petition/plastiksackerlverbot-in-oesterreich/53

Auch wenn es für eine Einzelperson denkbar schwierig ist, eine Petition entsprechend zu gestalten und zu bewerben, sehe ich in dieser Initiative doch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und Diskussion dieses Themas.

In der bisherigen Diskussion vermisse ich nämlich zum Beispiel – auch und vor allem auf politischer Ebene – gänzlich die gesundheitlichen Aspekte.

Abgesehen davon, dass teilweise so getan wird, als wäre mit der „thermischen Verwertung“ von Plastik(sackerln) alles bestens gelöst, gehen weder verantwortliche Politiker noch die Plastikindustrie darauf ein, was mit den teilweise höchst bedenklichen Zusatz- und Farbstoffen (auch Plastiksackerl bestehen nun mal nicht aus „reinem“ Erdöl!) während des Verbrennungsvorganges passiert. Möglicherweise spart man dieses Thema ja nicht ganz unbewusst aus…?

Meine Erfahrung mit dem Thema Plastik zeigt mir jedenfalls, dass immer mehr Menschen über alle politischen,  ideellen und sonstige Grenzen hinweg, erkennen, dass der unnötigen Verschleuderung von Ressourcen Einhalt geboten werden muss. Also, warum nicht beim Einfachen anfangen? Ich möchte mich an dieser Stelle jedenfalls schon mal bei Alexandra H. für ihr Engagement bedanken und hoffe, dass bis 11.2. noch viele von Euch die Petition unterzeichnen.

Gleichzeitig möchte ich auch noch an den „Plastiktaschenfreien Tag“ am 4.2.2011 erinnern, zu dem ebenfalls Alexandra H. aufgerufen hat. Alle, für die das schon eine Selbstverständlichkeit ist, könnten sich ja mindestens 10 Personen überlegen, für die Idee noch neu ist und versuchen, sie zu motivieren…

Da ich in der österreichischen Politik ein grundsätzliches Problem wahrnehme, Unnötiges gänzlich zu verbieten (siehe auch Thema „Rauchen in Lokalen“), möchte ich auch noch kurz ein Projekt erwähnen, an dem ich selbst, animiert durch die Aktion „My bag is not plastic“ in Wieselburg, seit November arbeite!

Es handelt sich dabei um ein Konzept, das eine ganze Region, also Bevölkerung, Gewerbetreibende, Schulen,…usw. dazu  motivieren soll auf freiwilliger Basis die Verwendung von Plastiksackerln und „Wegwerfplastik“  zu reduzieren bzw. zu vermeiden.

Sollte es gelingen in unserer Region eine politische Mehrheit für die Umsetzung dieses Projekts zu gewinnen, so werde ich über den Verlauf der Sache natürlich hier berichten.

Vielleicht könnte man das ja dann unserem Herrn Umweltminister als „Pilotprojekt“ vorschlagen….