Das Buch zum Film „Plastic Planet“

Vor einigen Tagen bekamen wir Besuch von Gerhard Pretting, der für das Buch zu „Plastic Planet“  abschließend auch ein Kapitel über Lösungsansätze schreiben wird. Und dafür soll unser Experiment ein Beispiel sein!

Für dieses Buch interviewt zu werden, war natürlich schon etwas ganz Besonderes für mich. Gerhard hat uns durch sein genaues Nach- und Hinterfragen auch dazu gebracht, wirklich alle Details unseres Experiments noch einmal genau zu überdenken und zu beschreiben.

Hinter uns liegen mittlerweile immerhin fast vier Monate intensiver Beschäftigung mit dem Thema Plastik (sowie mit allen möglichen anderen Dingen, die damit zusammenhängen) und in dieser Zeit hat sich nicht nur unser Wissensstand, sondern auch unser Bewusstsein für das Thema natürlich entscheidend weiterentwickelt.

Vom jetzigen Stand aus war es teilweise gar nicht so leicht, sich noch einmal in die Ausgangsposition zurück zu versetzen und Fragen zu beantworten wie:

  • Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umstellung?
  • Was habt ihr endgültig aus dem Haushalt verbannt?
  • Worauf wollt ihr nicht verzichten?
  • Wie waren die ersten Reaktionen von Freunden und Verwandten?
  • Was sind die größten Vorteile die ihr bisher festgestellt habt?

Plastikfreies Leben schon ganz normal

Während des Interviews habe ich immer wieder bemerkt, wie „normal“ für uns inzwischen das plastikfreie Einkaufen geworden ist, ja dass es in vielen Bereichen mittlerweile sogar die einfachere Variante ist, weil wir uns planlose Shoppingtouren und Entscheidungsprobleme im Überangebot von Supermärkten einfach gänzlich ersparen.

Gerhard war natürlich ein extrem gut vorbereiteter Interviewer (laut eigenen Angaben hat er sich seit Wochen fast ausschließlich mit dem Thema Plastik beschäftigt) und wollte zum Beispiel auch über den Kostenfaktor des Experiments alles ganz genau wissen.

Bei der Beantwortung dieser Frage hat sich wie schon so oft herausgestellt, dass das – von uns ja tatsächlich so erlebte (und durch unseren Jahresabschlusskontostand belegte) -„Einsparungspotential“ ganz entscheidend mit der veränderten Einstellung beim Einkaufen zusammenhängt und nicht hauptsächlich durch die Einzelpreise der Produkte erklärbar ist.

Dennoch gibt es in den Listen der Alternativprodukte, die ich Gerhard geschickt habe, auch einige (auch in diesem Webblog schon teilweise erwähnte) Produkte oder Lösungen, die tatsächlich für sich gesehen auch günstiger kommen.

Kaum Verzicht und mehr Spaß

Das Auflisten der Dinge, die wir endgültig entfernt haben, war ebenfalls sehr interessant, da wir alle einstimmig feststellten, dass uns nichts davon bisher wirklich abgegangen ist.

Ich kenne natürlich durchaus Leute (und es melden sich jetzt auch viele), die schon immer oder zumindest schon sehr lange kaum Plastik in ihrem Haushalt haben und teilweise auch sonst noch viel umweltbewusster leben als wir. Für uns ist es jedenfalls immer wieder erstaunlich wie wenig unser Experiment (oder mittlerweile wohl eher Lebensstil) mit „Verzicht“ zu tun hat und wie viel Spaß es nach wie vor macht, auf diesem Weg immer wieder noch einen Schritt weiter zu gehen, sich weiter zu entwickeln, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und bei Bedarf über Bord zu werfen. Ich denke, dass das Kapitel über Lösungsansätze im Buch zu „Plastic Planet“ in diesem Sinne für die Einen eine Bestätigung und für die Anderen eine Motivation zum selber Ausprobieren wird.

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Shampoo, Zahnpasta und Co. oder „Kann man auch ohne Plastik sauber sein?“

Mein erster und letzter Versuch, mir mit Schichtseife die Haare zu waschen

Meine Haare halten zugegebenermaßen Einiges aus, daher habe ich mir die Umstellung auf  Schichtseife nicht so gravierend vorgestellt, wie bei jemandem, dessen Frisur mit Spezialpflegeshampoos, Packungen, Kuren, Sprays, Gel und sonstigen am Markt erhältlichen Haarpflege- oder Stylingprodukten in Schuss gehalten wird. Ich muss aber zugeben, dass meine Naturwelle nach der Waschung mit Schichtseife tatsächlich noch schwieriger zu bändigen war als bisher („struppig“ wurde meine Frisur sogar von jemandem genannt!!), was ich im Rahmen unseres Experiments sogar in Kauf  genommen hätte, wenn ich nicht doch noch bessere Alternativen gefunden hätte.

Was es alles gibt! Haarschampooseife und Rezepte zum Selbermachen

Zum Glück hat Peter nämlich zwei nette Arbeitskolleginnen, die sich schon seit einiger Zeit mit der Herstellung von natürlichen Körper- und Haarpflegeprodukten beschäftigen. Durch diese beiden haben wir zum ersten Mal etwas über „Haarshampooseifen“ erfahren und konnten diese Dank großzügiger Spenden inzwischen auch schon ausgiebig testen.

Die Shampooseifen kommen gänzlich ohne Verpackung aus und pflegen das Haar ganz wunderbar (wäre doch ein netter Werbespruch, oder?).

Bei mir hat sich sogar noch ein positiver Pflegeeffekt eingestellt: Mein ansonsten gar nicht seidiges Haar, lässt sich tatsächlich auf einmal leichter frisieren und sieht nicht mehr so trocken aus. (Das ist zumindest mein subjektiver Eindruck, denn Peter, der allerdings auch nach Friseurbesuchen meinerseits noch kaum jemals eine Veränderung bemerkt hat, kann natürlich auch hier keinen Unterschied feststellen.)

Haarshampooseifen gibt es übrigens auch im „Großen Stil“ z.B. von der Firma „Lush“, allerdings kann ich da über die Inhaltsstoffe nichts Genaues sagen, da ich sie selber noch nicht gekauft habe.

Denjenigen, denen die Vorstellung von einem Stück Seife als Shampoo nicht behagt, kann ich als Alternative noch die Haarpflegeprodukte der Firma Weleda empfehlen. Es gibt Kastanien- und Salbeishampoon in der Metalltube (nur mit Plastikschraubverschluss) mit natürlichen Inhaltsstoffen und ich finde beide sehr empfehlenswert und extrem ergiebig.

Eine weitere Variante möchte ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen:

Man kann Shampoo auch (angeblich relativ einfach) selber machen. Zahnpasta übrigens ebenso. Ich habe im Internet dazu schon viele Rezepte gefunden, bin aber mangels zeitlicher Ressourcen bisher noch nicht dazugekommen, sie selber  auszuprobieren. Dass es funktioniert, beweisen einige geschenkte Glasfläschchen mit selbst gemachtem Shampoos  aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis. (Leider konnte ich noch nicht alle testen.)

Ganz Ähnliches wie für Shampoo gilt natürlich auch für Duschgel, wobei wir in diesem Bereich mittlerweile feste Seifen mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen bevorzugen. Ich finde, dass diese in der Anwendung weitaus sparsamer sind und außerdem (wenn eine gute Qualität gekauft wird) auch die Haut nicht so stark austrocknen.

Die Sache mit der Zahnpasta oder warum Peter kein Salz mehr in der Küche fand

Was Zahnpasta anbelangt, gibt es ebenfalls einige Varianten: Ich selbst bin ja eine Verfechterin der Theorie, dass Zahnpasta für eine gute Zahnhygiene nur marginal von Bedeutung ist. Diese Theorie stützt sich auf die Aussage eines Zahnarztes, der mir vor vielen Jahren einmal erklärt hat, dass es vielmehr auf das richtige und gründliche Putzen ankommt und normales Kochsalz eine absolut ausreichende Alternative zu Zahnpasta darstellt.

Diese Möglichkeit habe ich im Zuge des Experiments natürlich ausprobiert und sie wäre für mich auch absolut befriedigend gewesen, wenn Peter das Salz nicht ständig in der Küche gesucht hätte. (Mittlerweile haben wir es geschafft, ein eigenes Salzglas fürs Badezimmer zu organisieren.)

Da reines Kochsalz in unserer Familie aber außer mir niemand verwenden will, haben wir auch weiterhin „normale“ Zahnpasta im Gebrauch. Diese gibt es ebenfalls von der Firma Weleda in Metalltuben (und in 5 verschiedenen Sorten).

Fortsetzung folgt:

Dem Thema „Kosmetik“, das mein Sohn Samuel ja zu Beginn des Experiments als eines der Hauptprobleme meinerseits einstufte, werde ich demnächst ein eigenes kleines Kapitel widmen.

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Plastikfrei ins Finale: Silvester 2010

Ein Fest, ein Resümee und eine kleine „Abrechnung“

Um es gleich vorwegzunehmen: Silvester war auch heuer ganz prinzipiell ein Tag wie jeder andere. Auch die Tatsache, dass unsere Vorräte für die Zeit in der Hütte diesmal plastikfrei waren (bis auf die schon erwähnte Käse – Notration und noch ein paar andere Kleinigkeiten, die Sonja und Gerhard mitgebracht hatten) hat nichts daran geändert…

Chips nach Mitternacht

An dieser Stelle bleibt es mir wohl auch nicht erspart, zu gestehen, dass ich Sonja geradezu genötigt habe, für die Silvesternacht Chips einzukaufen. Da sie eine wirklich gute Freundin ist, hat sie meinem Drängen schließlich nachgegeben, obwohl sie selbst kaum welche isst.

Hätte es auf der Alm eine Möglichkeit gegeben, kurz nach Mitternacht irgendwo ein Packerl Chips einzukaufen, hätte ich das natürlich selber getan, aber so war der Ehrgeiz bis Silvester den plastikfreien Einkauf durchzuhalten doch größer, auch wenn es natürlich in der  Sache völlig unerheblich ist, wer von uns das Packerl Chips gekauft hat.

…und ein paar kleine „Plastiksünden“ im Feier-Ausnahmezustand

Abgesehen davon gab es- wie Sonja und Gerhard in ihrem Kommentar schon verraten haben- auch noch ein paar andere kleine „Plastiksünden“ in Form von Naschereien und Knabbergebäck, das unsere Gäste mitgebracht hatten.

Was den ebenfalls bereits erwähnten Glühwein im Plastikbecher bei den Hüttennachbarn anbelangt, muss ich allerdings bemerken, dass mir zumindest der erste Becher wirklich schwer fiel (nach dem zweiten wurde es dann leichter!). Aber irgendwie war es mir in dem Moment einfach zu mühsam, den nichts ahnenden Hüttennachbarn zu erklären, dass wir uns im Endspurt eines Experiments befinden, wo heiße Getränke aus Plastikbechern eigentlich überhaupt nicht gehen.

Sonja und Gerhard, die später nachkamen und schon vorgewarnt waren, haben sich dann klugerweise gleich mit ordentlichen Keramikteehäferln ausgerüstet.

Das kurz darauf folgende Feuerwerk ließ uns erahnen, dass die Krise diesen Bereich wohl nicht besonders hart getroffen hat oder die „schießenden“ Bergbesucher eben lieber bei anderen Dingen sparen….

Resümee zum Experiment

Nun aber zum (vorläufigen) Resümee, denn die „offizielle“ Experimentphase ist ja mit Silvester 2010 zu Ende gegangen:

Für uns als Familie war das Experiment in jeder Hinsicht eine große Bereicherung. Durch die „Veröffentlichung“ hat die ganze Sache zwar einen für uns unerwartet großen Rahmen bekommen, aber die damit verbundenen Termine und Kontakte waren und sind unglaublich interessant und oft auch sehr amüsant.

Konsequenzen, Spass und Erfolge

Es gibt viele positive Konsequenzen aus dem bisherigen Verlauf des Experiments (man könnte sie sogar als Erfolge bezeichnen):

  • In allen Bereichen, die uns wegen der gesundheitlichen Aspekte und weil Plastik hier einfach nur ein „Wegwerf-Nebenprodukt“ ist, besonders wichtig waren (Ernährung, Körperpflege, Waschen, Putzen), ist uns eine nahezu vollständige Umstellung auf plastikfreie Produkte gelungen. Bei vielen Dingen haben wir auch bemerkt, dass man sie ersatzlos streichen kann, ohne sie auch nur im Geringsten zu vermissen. (z.B.: Mikrowelle, die meisten Putzmittel, Flüssigseife,..)
  • Als unmittelbare Auswirkung davon, befindet sich unsere Müllproduktion auf einem historischen Tiefststand.Wir haben so gut wie keinen Plastikmüll mehr (bis auf vereinzelte Geschenke bzw. deren Verpackungen, Postsendungen und ein paar Altbestände). Der Restmüll hat sich ebenfalls drastisch reduziert, was ich darauf zurückführe, dass wir insgesamt seit Beginn des Experiments einfach viel „verpackungsärmer“ einkaufen und natürlich auch keine verschmutzten Plastikverpackungen mehr im Restmüll landen können. Altmetall gibt es hauptsächlich in Form von Bierkapseln und einigen wenigen (nicht beschichteten) Dosen. Papierverpackungen (z.B. Sackerl für Brot und Gebäck) verwenden wir mehrmals wieder. Selbst bei Altglas gibt es keine deutlich Steigerung, da wir jetzt viel mehr Pfandgläser- und Flaschen verwenden als früher.
  • Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht (und das wird es hoffentlich auch weiterhin) mit Hilfe unserer Kinder und Freunde in den verschiedensten Lebensbereichen plastikfreie Alternativen zu suchen und zu finden. So gesehen war die ganze Sache auch wirklich ein kreativer Akt und das Schöne ist, dass laufend neue Ideen entstehen, wie man das ganze Projekt noch weiter entwickeln  und verbreitern könnte.
  • Auch die Kinder sind mit ihrem „etwas weniger Spielzeug“ anscheinend „etwas mehr zufrieden“, was sich für mich dadurch zeigt, dass sie mit dem („eh noch vielen“), was  sie jetzt zur Verfügung haben, viel mehr spielen als vorher. Leo hat zwar seine Playmobil Ritterburg nach ca. einem Monat wieder ins Haus geholt, wodurch sie quasi ein neues Spielzeug war, aber gegen die Kapplasteine hat selbst sie im Moment keine Chance.
  • Am meisten freut mich natürlich, dass aus dem Experiment mittlerweile so etwas wie eine Lebenseinstellung geworden ist, was wiederum sehr viele positive Nebeneffekte hat, über die ich ein Andermal genauer berichten möchte.

Da ich teilweise ein wenig zu „schwarz-weiß-Sichtweisen“ neige, bin ich sehr froh darüber, dass wir durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema nicht zu „Kunststoffverteuflern“ geworden sind, sondern nur sehr viel kritischer überlegen und entscheiden, wo wir Kunststoffprodukte verwenden wollen und wo eben nicht!

Nun zur Abrechnung

Keine Angst es ist nicht so schlimm wie es klingt. Da Mathematik nicht unbedingt zu meinen Stärken zählt, ist es sogar eine Abrechnung ganz ohne Zahlen:

Da wir durchschnittliche Verdiener sind und der uns zur Verfügung stehende Betrag  bisher fast immer verbraucht wurde bzw. durch regelmäßige Sparformen gebunden war, wäre uns ein eventueller (und vielfach prognostizierter) Mehrverbrauch durch den plastikfreien Einkauf sofort aufgefallen. Das ist aber nicht passiert – im Gegenteil: Heuer kurz nach Weihnachten hatten wir wundersamer Weise (und natürlich ohne einnahmenseitige Erhöhungen!) um einige 100€  mehr am Konto als in den Jahren zuvor. Da plastikfreie Produkte aber für sich betrachtet nicht prinzipiell günstiger sind, kann das wohl nur an unserem insgesamt besser geplanten und ökologischeren Einkaufsverhalten liegen (womit ich nun einen positiven Nebeneffekt bereits verraten hätte). Die teilweise teureren Einkäufe bei Lebensmitteln, haben sich also offenbar im Zusammenhang mit dem nachhaltigeren Konsumverhalten durchaus auch finanziell gelohnt.

Umkehrschluss und frohe Wünsche

Um mir nicht den Vorwurf von Wirtschaft schädigendem Verhalten auf Grund von Konsumverweigerung einzuhandeln (denn wie man uns stets vorspricht: „ Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut!“), möchte ich abschließend noch den Umkehrschluss aus dem bekannten Spruch ziehen:

Ginge es allen so gut, wie es uns zurzeit geht, so müsste die Wirtschaft geradezu Höhenflüge erleben. Aber es wäre dann vermutlich eine Wirtschaft, in der die Erhaltung unserer Gesundheit und eines intakten Lebensraums eine weitaus größere Bedeutung hätte und das Florieren der Wirtschaft weniger davon abhängig wäre, dass möglichst viel verbraucht und weggeworfen wird. Vielleicht wäre es eine Wirtschaft, in der die Qualität der Güter wichtiger wäre als die Quantität….

In diesem Sinn wünsche ich allen LeserInnen für das Jahr 2010 ganz viel Motivation, Kreativität und vor allem Spaß dabei, die plastikfreien Räume zu erweitern und freue mich schon auf Anregungen, Tipps, Erfahrungen und Meinungen zu meinen weiteren Berichten.

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Plastikfreie Silvesterplanung

Hüttenzauber einmal anders!

Auch heuer werden wir- wie schon in den letzten Jahren- Silvester auf einer Hütte am Stoderzinken (Gröbming) verbringen. Unsere Freunde Sonja und Gerhard sind ebenfalls wieder mit von der Partie.

Da wir bereits am 30. Dezember anreisen und vorhaben bis 4. oder 5. Jänner zu bleiben, erfordert es natürlich einiges an Planung und Organisation, die gesamte Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung (auf der Hütte gibt es nämlich nur Brauchwasser) für sieben Personen zu gewährleisten.

Der Umstand dass fast alle Mitreisenden ausgesprochene „Viel-Esser“ sind (ich selbst würde mich eher als „Normal-Esserin“ bezeichnen), hat dazu geführt, dass wir in den letzten Jahren immer ziemlich viel „Notration“ im Gepäck hatten. Und alles, was wider Erwarten nicht verbraucht wurde, sollte natürlich möglichst lange haltbar sein, um auch noch einen eventuellen Rücktransport heil zu überstehen. Das führte dazu, dass unsere Hüttentage sozusagen die „Hochsaison des Plastiks“ wurden.

Vorsichtshalber kauften wir nämlich alles, was möglich war in Plastik eingeschweißt, da diese Dinge eben meist eine deutlich längere Haltbarkeit besitzen. Schlecht wurde tatsächlich selten etwas- die Bergluft macht einfach unglaublich hungrig – aber wir hatten am Ende unseres Urlaubs eben doch immer noch eine ganze Menge Lebensmittel übrig, die wir wieder mit ins Tal nehmen mussten. Abgesehen davon war es extrem beeindruckend, wie viel Plastikmüll in diesen paar Tagen auf der Hütte jedes Mal zusammenkam. Dadurch, dass wir ihn selber wieder mit hinunter nehmen mussten, fiel uns das einfach besonders auf.

Heuer soll es anders werden! Ein gemeinsamer Versuch.

Dieser Silvester soll  natürlich anders werden. Bei der Menü- und Einkaufsplanung gab es allerdings ein paar Einwände:

  • Sonja fürchtete vor allem, nicht auf ihre tägliche Käseration zu kommen, wenn ich den Käse „offen“ einkaufen würde.

  • Gerhard hatte Bedenken bezüglich der notwendigen Menge an Brot (mein Vorschlag: 4 kg)

  • Sonja glaubte nicht, dass es Risottoreis ohne Plastikverpackung gibt

  • Ich war mir unsicher, wie wir 5 Liter Milch (die wir ja beim Bauern holen) auf den Stoder transportieren sollen, wo wir doch nur 2 Milchflaschen besitzen

  • Peter war ein wenig besorgt über die vorgeschlagene Biermenge (1 Kiste, wobei er eigentlich der einzige richtige Biertrinker in der Runde ist)

Nach einigen Diskussionen, konnten wir uns aber doch auf nahezu plastikfreie Lösungen einigen.

Nachdem ich vorgeschlagen hatte, Sonja solle sich doch eine „eingeschweißte Käse-Notration“ mitnehmen, gab sie ihre Zustimmung zum „offenen“ Käsekauf nach meinen Berechnungen. Beim Reis einigten wir uns darauf, notfalls „normalen“ Reis für das Risotto zu verwenden, und nachdem ich Gerhard über die positiven Frischhalteeigenschaften der Bioplastiksackerln aufgeklärt und wir als eiserne Reserve noch eine Brotbackmischung eingeplant hatten, fand die 4kg- Variante auch seine Zustimmung.

Die Milch werde ich einfach in leere Flaschen füllen, die danach nicht mehr gründlich ausgewaschen werden müssen, da sie ohnehin zum Altglas kommen.

Peters kleines Problem, ging in der ganzen Debatte allerdings unter. Ich denke, er war am Ende ganz froh, dass die Kiste selbst nicht in Frage gestellt wurde…

Grundsätzlich wird der Hüttenurlaub sicher eine kleine Bewährungsprobe für den plastikfreien Einkauf werden (vor allem bezüglich meiner Mengenberechnungen!!). Die Planung war ein wenig zeitaufwändiger als bisher, dafür sollte sich der Müllabtransport aber auf etwas Altglas beschränken.

Das Trinkwasser wird Gerhard diesmal in den Edelstahltanks seines Wohnmobils transportieren. Eine Variante, die uns auch schon in den Jahren zuvor Geld und vor allem eine riesige Menge an Plastikflaschen ersparen hätte können. Aber bisher hat eben niemand daran gedacht.

Sollte uns der „plastikfreie“ Hüttenzauber für 7 Personen auf dem Lebensmittelsektor tatsächlich etwas teurer kommen als im Vorjahr (was ich eigentlich aber nicht glaube), können wir uns jedenfalls damit trösten, dass wir nicht zu den 8,5 Millionen Euro beitragen werden, die (lt. „Kleine Zeitung“ vom 29.12.09) auch heuer wieder zu Silvester in die Luft geschossen werden.

Ein gewisses Risiko gehe ich aber natürlich schon ein, denn sollte uns trotz meiner exakten Planung tatsächlich das Essen ausgehen, werde ich wohl oder übel die ganze Hüttenbelegschaft zum Essen in eines der nahe gelegenen Gasthäuser einladen müssen. Und das ist dann bestimmt nicht plastikfrei…

Aber darüber werde ich gegebenenfalls im nächsten Jahr berichten, denn wie es aussieht, machen wir weiter….schließlich „geht uns ja nichts ab“, um es mit Marlenes Worten auszudrücken.

Vorerst wünsche ich allen einen guten Rutsch ins Jahr 2010 und falls jemand noch keine Idee für einen „plastikfreien“ Vorsatz hat: Stoffsackerl mitnehmen und Plastiksackerl im Geschäft lassen, wäre ein guter Anfang!

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„Vielschichtiges“ Plastikweihnachten

Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit des Einpackens und entspricht damit anscheinend einem menschlichen Grundbedürfnis.

Als unsere Kinder noch kleiner waren offenbarte sich ihr „Einpackbedürfnis“ oft in einer ganz extremen Variante. Sie bastelten, oft stundenlang, an einem aufwändig verpackten und verklebten Packerl. Beim Öffnen desselben stellte ich dann – anfangs noch mit großer Verwunderung – fest, dass das kleine Paket keinen Inhalt enthielt. Es ging den Kindern einfach nur um das Einpacken, Herschenken und Zuschauen, wie jemand auspackt.

Das verschafft offenbar Befriedigung und ich muss gestehen, dass ich dieses Phänomen auch von mir selbst (als Erwachsene wohlgemerkt!) kenne. Ich gehöre nämlich immer noch zu den Menschen, denen es prinzipiell Freude bereitet, Packerl zu machen und jemanden zu beschenken.

Allerdings gibt es schon seit längerem gewisse Erkenntnisse, die meine „Einpackfreude“ ein wenig trüben. Eine davon war gerade erst wieder in der Kleinen Zeitung (19.12.09, siehe auch Link im Weblog) nachzulesen.

Demnach fällt in der Zeit nach Weihnachten rund 30 Prozent mehr Verpackungsmüll an als im Rest des Jahres, vor allem Plastik und Papier. Ganz nebenbei landen auch noch unvorstellbare Mengen von noch original (in Plastik) verpackten unverdorbenen Lebensmitteln im Müll – aber das ist ein eigenes Thema, dem ich mich noch genauer widmen möchte, wenn es darum geht, was plastikfreie Ernährung kostet.

Die vielen Schichten des ganz normalen Verpackungswahnsinns

Wie viel Geld in all diesem Verpackungsmüll steckt, war in der Zeitung leider nicht nachzulesen. Sehr viele Dinge, die zu Weihnachten verschenkt werden, sind ja schon beim Kauf äußerst aufwändig, doppelt und dreifach verpackt. Elektrogeräte stecken zum Beispiel meist in Styropor, Plastikhülle und Karton und auch wenn das am Produkt nicht extra ausgewiesen wird, zahlt man diese Verpackung natürlich mit. An der Kassa kommt dann noch das obligate Plastiksackerl drüber (also eigentlich 4-fach Verpackung!). Zumindest die vierte Schicht könnte man da relativ einfach einsparen, indem bereits vorhandene Stoffsäcke oder Taschen mitgenommen werden.

Beim weihnachtlichen Einpacken wird dann oft noch beschichtetes Geschenkspapier verwendet, dass ebenfalls alles andere als günstig und umweltfreundlich ist (weder in der Produktion noch in der Entsorgung).

Angesichts der Tatsache, dass gerade der Kostenfaktor eines der häufigsten Argumente gegen „plastikfreies Einkaufen“ ist, würde es sich, denke ich durchaus lohnen, einmal darüber nachzudenken, ob wir nicht lieber bei diesen „Verpackungsorgien“ als bei unseren Lebensmitteln anfangen sollten, zu sparen.

Überraschungseffekt ohne Plastikhülle

Aber was wird nun aus all den netten, großen und kleinen Packerln? Sollen wir wirklich auf jegliche Verpackung verzichten und alles quasi „roh“ unter den Baum legen?

Natürlich gibt es auch in diesem Fall alternative Möglichkeiten. Mein plastikfreies Geburtstagsfest war diesbezüglich sehr lehrreich und ich war begeistert von der Kreativität meiner FreundInnen:

  • Die Variante, die mir persönlich fast am besten gefällt, ist das Einpacken mit altem Zeitungspapier und Bast oder Spagat (natürlich ohne Tixo!). Abgesehen davon, dass das sehr schön aussieht, kann man als kleine Draufgabe auch noch besondere Zeitungsartikel auswählen, die zum Beschenkten passen oder von denen man gerne hätte, dass er sie liest. (Das sollte man allerdings vorsichtshalber vor dem Auspacken dazusagen.)
  • Packpapier hat den Vorteil, dass man es nach belieben noch selbst gestalten (oder die Kinder damit beauftragen) kann. Da es, wenn kein Tixo verwendet wird beim Auspacken normalerweise ganz bleibt, kann es dann auch noch sehr gut als Zeichenpapier für die Kinder verwendet werden.
  • Ein weitere Alternative sind wieder verwendbare Geschenksackerln aus Stoff oder Papier, sowie Kartonschachtelen (auch Schuhkartons eigenen sich sehr gut).
  • Bei größeren Geschenken (speziell für Kinder) eignen sich auch Leintücher oder Decken sehr gut, um den „Überraschungseffekt“ zu gewährleisten.

Ich finde es passt sehr gut zu Weihnachten (denn dieses Fest hat doch etwas mit Hoffnung zu tun, oder?) bei der Verpackung der Geschenke ein wenig daran zu denken, dass wir alle etwas zur Vermeidung von Müll und zur Schonung von Ressourcen beitragen können und dass es am Ende vielleicht sogar noch ein gutes Gefühl erzeugt, wenn wir das versuchen….

In diesem Sinne wünsche ich allen LeserInnen viel Freude beim Einpacken und ein schönes Weihnachtsfest.

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Putzen und Waschen (Teil 1): Das Putzgeheimnis

Vorweg eine gute Neuigkeit: Meine Freundin Sabine hat beim DM eine neue plastikfreie Taschentuchvariante entdeckt. Es handelt sich um eine DM-Eigenmarke („Soft&Sicher“) aus 100% Recyclingpapier in Kartonverpackung ohne Plastiklasche, die sogar mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet ist. Ich weiß nicht, wie lang es diese Taschentücher schon gibt, aber ich finde es jedenfalls sehr erfreulich, dass ich Taschentücher jetzt auch wieder ganz in der Nähe kaufen kann.

Nun aber zum eigentlichen Thema:

Waschen, Putzen, Spülen,…

Die Tatsache, dass dieses wichtige Thema erst jetzt zum ersten Mal zur Sprache kommt, hat wohl nicht unwesentlich damit zu tun, dass die genannten Tätigkeiten nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen. (Peter liebet sie übrigens genauso wenig.). Das hatte zumindest auch schon in der Vergangenheit den Vorteil, dass sich unser Putzmittelverbrauch eher in Grenzen hielt.

Vor allem in Badezimmer und WC kamen dann aber doch immer wieder relativ „scharfe“ Putzmittel zum Einsatz, wobei der sehr unwissenschaftliche Ausdruck „scharf“ für mich in diesem Fall auf „stark riechend“ (von Duft möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen!) bezieht.

Anscheinend kann man sich auch als relativ kritische Konsumentin (für die ich mich eigentlich schon seit längerem gehalten habe) dem „Vorher-Nachher-Effekt“, der in der Webung für all diese Produkte gezeigt wird, kaum entziehen. Anders kann ich es mir kaum erklären, dass ich jahrelang den „scharfen“ Geruch von diversen Putzmitteln automatisch mit Wirksamkeit in Verbindung gebracht habe.

Das Wunderwaschmittel aus der Werbung

Bei diesem Thema werden bei mir regelmäßig Kindheitserinnerungen wach: Das Wunderwaschmittel (ich weiß allerdings nicht mehr genau, ob es Omo, Ariel oder Persil war) aus der Fernsehwerbung, das ein vorher mit extremen Flecken übersätes Tischtuch nachher wieder strahlend weiß aussehen lässt. Ich kann mich noch erinnern, wie ich versucht habe, meine Mama davon zu überzeugen, dass sie ja nur mit diesem Waschmittel waschen müsse, und all die Flecken in unserem Gewand, über die sie sich manchmal aufregte, wären kein Problem mehr.

Irgendwann bildet man sich ein, diesen naiven Kinderglauben überwunden zu haben, aber die Beeinflussung sitzt anscheinend tief!

Umdenken vertreibt Kopfweh

Was bei mir allerdings schon in den letzten Jahren einen Umdenkprozess ausgelöst hat, ist die Tatsache, dass ich auf den Geruch von konventionellen Putzmitteln zunehmend mit Kopfweh und/oder Hustenreiz reagiert habe. Als durchschnittliche Konsumentin (in meinem Fall mit eher unterdurchschnittlichen chemischen Kenntnissen ausgestattet) hat man kaum die Möglichkeit die Inhaltsstoffe diverser Putz -und Waschmittel auf ihre Umweltverträglichkeit und gesundheitliche Wirkung zu überprüfen.

Obwohl es in meinem Freundes -und Bekanntenkreis einige Leute gibt, die meine Reaktionen (wegen der oben beschriebenen „Putzabneigung“) eher als psychosomatisches Phänomen abtun, habe ich schon lange vor unserem Experiment auf – zumindest aus meiner Sicht – eher „umwelt –und menschenverträgliche“ Putzmittel (meist von der Marke „Frosch“) umgestellt. Was die Verpackung anbelangt stellen diese allerdings auch keine Alternative dar. Fast alle Putz –und Waschmittel sind in Plastikflaschen oder zumindest in irgendeine Art von Plastikumhüllung verpackt und diese Verpackungen haben bisher einen beträchtlichen Teil unseres Plastikmülls ausgemacht.

Wo waren die Putzmittel vor dem Plastikzeitalter?

Auf der Suche nach Alternativen, hat mir wieder mal der Gedanke daran geholfen, wie Menschen früher, als es noch kein Plastik gab, an diese Dinge herangegangen sind…

Dadurch hat sich die Auswahl an Putzmitteln in unserem Badezimmer mittlerweile drastisch reduziert. Jetzt finden sich dort, wo früher ca. zehn verschiedene Plastikflaschen herumgestanden sind nur mehr eine Glasflasche mit Tafelessig und ein Karton mit pulverförmiger Zitronensäure (gibt es fast in jedem Drogeriemarkt). Vor allem Kalk lässt sich mit Essig ausgezeichnet lösen und man braucht auch nur ganz wenig davon. Die Zitronensäure wird eigentlich hauptsächlich für´s WC verwendet (ebenfalls sehr sparsam). Es ist ausreichend, ca. einen Esslöffel davon gut im WC zu verteilen, einwirken lassen und nachputzen. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach mindestens ebenso gut wie mit herkömmlichen WC–Reinigern.

Beide Varianten haben außerdem noch den Vorteil, dass sie viel günstiger kommen als herkömmlich Putzmittel!

Alle, die sich nach diesen Schilderungen Sorgen um die hygienischen Zustände in unserem Haushalt machen, kann ich beruhigen. Unser Bad ist schon alleine dadurch, dass die vielen „Plastikstaubfänger“ entfernt worden sind, jetzt viel sauberer als früher und meine Freundin Sonja hat mich vor 3 Tagen erst gefragt, womit wir unsere Duschwand so wunderbar sauber bekommen (Essig!!!). Die plastikfreien Putzmittel zeigen also Wirkung. Früher hat mich jedenfalls nie jemand nach solchen „Putzgeheimnissen“ gefragt.

Auch Fenster lassen sich übrigens sehr gut damit putzen, was mich besonders freut. Nicht weil ich so gerne Fenster putze, sondern weil der Glasreiniger ganz besonders schlimme Kopfweh –und Hustenattacken ausgelöst hat – auch wenn andere Leute geputzt haben!

Sehr viele Dinge kann man im Übrigen auch einfach nur mit Wasser und einem Tuch oder einer Bürste sauber machen. Das probiere ich jetzt einfach viel öfter als früher aus, bevor ich überhaupt irgendeine Art von Putzmittel verwende.

Noch gesucht: Schmierseife ohne Plastik

Ein Bereich, wo ich noch keine optimale Lösung gefunden habe, sind die Holzböden. Früher haben wir dafür hauptsächlich flüssige Schmierseife verwendet, aber die gibt es nur in Plastik verpackt. Nur mit Wasser funktioniert es auch ganz gut, aber hin und wieder würde ich gern was dazu tun (zumindest für den Großputz, so ungefähr 2mal im Jahr). Vielleicht kennt da jemand ein altes Hausmittel oder irgendetwas, was man sich recht schnell und einfach selbst herstellen kann?

Weniger ist mehr!

Mein vorläufiges Resümee zum Thema „Putzen“ lässt sich jedenfalls ganz einfach mit dem altbewährten Spruch „Weniger ist mehr“ zusammenfassen (und zwar in jeder Hinsicht!), denn zuviel Putzen kann nicht nur Umwelt und Gesundheit beeinträchtigen, sondern vor allem auch der Laune schaden!

Fortsetzung folgt!

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Es weihnachtet sehr

Das Phänomen des „Weihnachtens“ beginnt immer früher im Jahr……

Ab Mitte November kann es zum Beispiel ohne weiteres vorkommen, dass man auf den Straßen ein Gefühl wie „Weihnachten das ganze Jahr über“ bekommt (wie es vor zwei Jahren so treffend in der Werbung zu hören war). Nicht, dass die Ruhe so groß, die Stimmung so feierlich oder die Menschen so friedlich wären, nein, es ist einfach nur so unglaublich hell!!!

Bäume mit Lichterketten, Weihnachtssterne, Weihnachtsmänner, Weihnachtsengel, Weichnachtsschnee der von Bäumen „fällt“, Weihnachtssonne, Weihnachtsmond, Weihnachts… was auch immer, alles glitzert, leuchtet, blinkt elektrisch.

Stimmungsvoll! Oder doch nicht?

Plastik ist bei dieser Art der „Erleuchtung“ eher die Nebenerscheinung. Natürlich sind all diese Beleuchtungsobjekte größtenteils aus Kunststoff. Der wirklich große Brocken ist in diesem Fall aber wohl der gigantische Verbrauch an Energie und die damit verbundenen CO2- Emissionen – ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk an unser Klima, sozusagen.

Mich würde ja brennend (nicht im wahrsten Sinne des Wortes!) interessieren, wie viel CO2, Energie und natürlich auch Geld weltweit jährlich nur durch Weihnachtsbeleuchtungen in die Atmosphäre geblasen wird. Das hat bestimmt schon jemand berechnet, oder?

Das stimmt doch ein wenig „besinnlich“…

… was ja grundsätzlich in vorweihnachtlichen Zeiten nicht schaden kann: Natürlich, wir können uns das jetzt alles noch leisten. Aber müssen wir uns auch alles leisten, was wir uns leisten können? Oder leisten wir uns da am Ende etwas, was andere bezahlen (oder bezahlen werden)? Und was ist eigentlich mit den glänzenden Kinderaugen und dem flackernden Kerzenschein? Sieht man die nur nicht mehr, weil es so hell ist oder weil es soviel ist oder weil alles so schnell ist?

Hat es etwas mit dem Sinn von Weihnachten zu tun, wenn wochenlang elektrische Sterne in allen unmöglichen Farben über uns blinken? Und selbst wenn man zu denjenigen gehört, die sich dazu bekennen, dass Weihnachten ein sinnentleertes Konsumfest ist: Muss es deshalb wirklich auch noch das „Energieverschwendungshighlight des Jahres“ werden?

Und vor allem die Hauptfrage: Was hat das alles mit mir persönlich zu tun?

Womit wieder nahtlos an das Thema Plastik angeschlossen werden kann.

Wie ich lebe, was ich konsumiere, wie viel Licht ich brauche, um Weihnachten zu „spüren“, womit ich beschenke und womit ich die Geschenke einpacke……das alles sind meine Entscheidungen, bewusst oder unbewusst, aber sie haben in jedem Fall eine Wirkung!

Man muss gar nicht von Bürgermeister zu Bürgermeister pilgern, um sich für die Abschaffung der weihnachtlichen Straßenbeleuchtungen stark zu machen (obwohl ich das sofort unterstützen würde!). Es hilft schon, sich selbst und seine nähere Umgebung nicht auch noch mit elektrischen Beleuchtungskörpern die Vorweihnachtszeit zu erhellen.

Marlene hatte kürzlich auch einen ganz brauchbaren Vorschlag: „Die könnten die Lichter wenigstens ausschalten, wenn die Geschäfte alle zu sind. Dann sieht sie eh keiner mehr!“.

Leo meinte, dass Kerzen sowieso viel schöner wären und Samuel, der sich schon gerne mit technischen Details beschäftigt, überlegte, ob man die ganze Sache nicht mit Solarbetrieb in den Griff bekommen könnte.

Gut, dass es oft so einfache Antworten gibt.

P.S.: Peter wünscht sich überhaupt „dunkle Weihnachten“. Er hatte immer schon einen speziellen Sinn für Romantik.

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Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Da ich seit Jahren unseren Adventkranz selber binde und der dabei normalerweise übliche, mit grünem Plastik ummantelte, Bindedraht heuer natürlich nicht in Frage kam, dachte ich schon seit Beginn unseres Experiments über mögliche Alternativen nach.

Natürlich wäre es möglich gewesen, einfach einen nicht ummantelten Draht zu verwenden, aber irgendwie erschien mir diese Variante auch nicht wirklich befriedigend, da es mir ja – abgesehen von Plastik – auch prinzipiell ein Anliegen ist, keinen unnötigen Müll zu produzieren.

Außerdem hatte ich es noch lebhaft in Erinnerung, wie ich in den Jahren zuvor meistens irgendwann zwischen Februar und April (unsere Adventkränze „halten“ immer etwas länger) mühevoll und leise vor mich hinschimpfend, den Draht von den nicht mehr ganz frischen Tannenzweigen zu trennen versuchte, was teilweise damit endete, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil des Geästs samt Draht im Restmüll landete.

Als ich schließlich beim Durchstöbern unserer Bastelladen eine Schachtel voll Bast fand, schien mir das die perfekte Lösung zu sein.

Was ich allerdings in meinem Überschwang nicht bedacht hatte, war die Tatsache, dass die physikalischen Eigenschaften von Bast, sich doch grundlegend von jenen des Bindedrahtes unterscheiden. Die formstabilen Eigenschaften des Drahtes haben nämlich den Vorteil, dass man ihn sozusagen „in einem Stück“ verwenden kann und der schon gebundene Teil des Kranzes, sich dennoch nicht auflöst. Bast hingegen ist eher spröde und reißt auch viel leichter. Man kann ihn also nur stückweise verwenden. Das hat beim Binden eines Adventkranzes recht schwerwiegende Folgen, da man jedes Büschel extra am Strohkranz festbinden muss. Der zeitliche Aufwand des Adventkranzbindens steigerte sich dadurch doch deutlich von bisher im Schnitt ca. einer Stunde auf diesmal ungefähr zweieinhalb Stunden.

Marlene und Leonard hatten  allerdings großen Spaß dabei, da sie mir im Gegensatz zu den letzten Jahren tatsächlich beim Binden helfen konnten. Mit großer Begeisterung schnitten sie mir Baststücke in entsprechender Länge zurecht, hielten die Büschel am Kranz fest, während ich sie festband und fertigten zwischendurch auch noch eigenen Adventschmuck aus den Resten des Materials an.

Am Ende waren wir jedenfalls alle mit dem Ergebnis der Aktion sehr zufrieden. Und irgendwann im Frühjahr werfe ich den gesamten Aufputz unseres Kranzes einfach auf den Komposthaufen.

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Ein beinahe aussichtsloser Fall

Wie schon beschrieben, unser erster Versuch eines plastikfreien Einkaufs war nicht unbedingt von großem Erfolg gekrönt.

Beim  Thema Klopapier beispielsweise konnten wir zunächst keinen „plastikfreien Durchbruch“ erzielen. Dasselbe galt für Küchenrollen, Taschentücher und Servietten. All diese Produkte gibt es – wie sich recht schnell herausstellte – einfach nur mit Plastikhülle, zumindest ist es uns nicht gelungen, irgendwo etwas anderes ausfindig zu machen!

Nach sehr intensiven, aber erfolglosen Nachforschungen zum Thema „Klopapier und Co.“ in sämtlichen Bioläden von Graz, kam ich schließlich zur Erkenntnis, dass wir in diesem Fall wohl Kompromisse eingehen müssen. Da bis zum Start unseres Experiments aber noch ein wenig Zeit war, beschloss ich, einfach einmal Vorschläge aus unserem Freundes – und Bekanntenkreis zu sammeln.

Dabei stellte sich recht schnell heraus, wie brisant das Thema war. Viele unserer Freunde hatten sich offensichtlich schon darüber Gedanken gemacht, wie wir da in  Zukunft wohl vorgehen würden. Teilweise wohl auch aus Gründen des Selbstschutzes, denn wer kommt schon gerne in einen Haushalt ohne Klopapier. Und wir bekamen tatsächlich eine Menge – mehr oder weniger gut durchdachte – Vorschläge.

Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Blätter, die von den Bäumen fallen (das war übrigens die Idee unserer Kinder!
  • Altes Zeitungspapier
  • Alte Waschlappen in Kombination mit einem Windelkübel mit Essigwasser, der einmal am Tag entleert wird, um den Inhalt bei 90 Grad zu waschen
  • Diverse Praktiken aus z.B. Indien (Stichwort „linke Hand“)
  • „Waschen statt Wischen“
  • Immer nur auswärts auf´s Klo gehen
  • Das Klopapier (natürlich nur einzelne Rollen ohne Plastik!) von den doch recht zahlreichen Gästen unseres Hauses jedes Mal als „Eintrittspfand“ abkassieren

All diese Alternativen erschienen uns allerdings bei näherer Betrachtung nicht wirklich praktikabel – zumindest nicht über einen längeren Zeitraum!

Daher war ich wirklich sehr erleichtert als ich schließlich doch noch einen ernstzunehmenden Tipp von meiner Freundin Sabine erhielt. Sie meinte, im Großhandel (Metro) noch vor kurzem Großpackungen Klopapier in Karton verpackt gesehen zu haben.

Als ich kurz darauf mit Marlene in Graz war, machten wir also einen Abstecher zu Metro.

Am Anfang hatte ich eher den Eindruck in eine riesige, unüberschaubare Plastikwelt geraten zu sein (ich war vorher auch noch nie dort), aber nach ungefähr einer halben Stunde (wir hatten in dieser Zeit zumindest auch kompostierbares Einweggeschirr und Besteck entdeckt), stießen wir schließlich doch noch auf ein plastikfreies „Klopapier – Servietten – Taschentücher – und Küchenrollenersatzprodukt“: 2–lagige Papierhandtücher (aus Recyclingpapier) in einer 20 mal 160 Stück-Packung aus Karton um 25 €!

Das „echte“ Klopapier war leider auch hier in Plastik verpackt.

Ein weiterer Problemfall löst sich

Wir waren dennoch begeistert und  entdeckten auf dem Rückweg zur Kassa auch gleich noch die Lösung für ein anderes bis dato ungelöstes Problem: Hier gab es „Barillia“-Nudeln in verschiedenen Sorten in der Großpackung (1kg, was für unsere Familie ohnehin nicht allzu groß ist) nur in Karton verpackt, ohne Plastiksichtfenster! Bisher hatte ich nämlich lediglich Lasagneblätter in dieser Form verpackt gefunden. Die sind anscheinend so „unattraktiv“, dass man den Konsumenten kein Plastiksichtfenster zumuten kann….

Das plastikfreie „Klopapierersatzprodukt“ bewährt sich

Jedenfalls haben sich unsere Papierhandtücher mittlerweile (der besagte Einkauf ist jetzt schon mehr als 2 Monate her!) bestens bewährt.

Da sie im Ganzen etwas zu groß sind und dadurch Verstopfungsgefahr gegeben wäre, schneiden wir sie packerlweise in der Mitte auseinander, bevor wir sie in unser schönes Klopapier-Körberl legen!

Die Qualität des Papiers ist für alle genannten Zwecke geeignet (wir haben jetzt allerdings auch noch feinere Taschentücher in Form von Karton verpackten Abschminktüchern) und als Klopapier haben die zerschnittenen Papierhandtücher auch noch den Vorteil, dass keines der Kinder mehr an einer Rolle unkontrolliert anreißen und für einen Klogang die Hälfte davon verbrauchen kann!

Insgesamt haben wir in den letzten zwei Monaten erst sechs der 20 Packerln verbraucht, was einem Gegenwert von 7 € 50 entspricht und somit meiner Meinung nach auch noch eine sehr günstige Variante darstellt.

Von unseren Freunden und Bekannten hat sich auch noch niemand beklagt und mir ist zum Glück auch noch nicht aufgefallen, dass es weniger geworden wären….

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Plastikfreie Einkaufsliste

(Fortsetzung zu „Es gibt sie doch: Lebensmittel ohne Plastik“)

Schon in der Vorbereitungszeit unseres Experiments haben wir festgestellt, dass es grundsätzlich nicht so schwierig ist, Lebensmittel ohne Plastik einzukaufen, besonders wenn es sich um frische Ware handelt. Dennoch haben sich auch bald einige Dinge herauskristallisiert, die nicht so einfach in jedem Supermarkt zu finden sind.

Vieles davon lässt sich aber in diversen Bioläden, Reformhäusern, im Bio-Supermarkt oder auf Märkten finden; in unserem Fall teilweise auch bei Landwirten in der unmittelbaren Umgebung.

Einige Möglichkeiten möchte ich an den folgenden Beispielen aufzeigen:

  • Milch: Da uns die Mutter meiner Freundin Sabine dankenswerter Weise eine alte Metallmilchkanne zur Verfügung gestellt hat, holen wir die Milch zurzeit bei einem Bauern ganz in unserer Nähe. Außerdem habe ich in verschiedenen Bioläden und auch im Bio-Supermarkt noch Milch in Glasflaschen gefunden. Leider kommt die Einzige, die einen Metallschraubverschluss hat aus Deutschland, aber auch bei den Flaschen mit Plastikdeckel, hat man den Vorteil, dass die Milch ja damit kaum in Berührung kommt, und vor allem eine Menge Müll vermieden werden kann! In Graz gibt es auch noch mehrere Milchautomaten!
  • Sauerrahm, Schlagobers, Joghurt: Gibt es ebenfalls in Bioläden und teilweise auch mit Metallschraubverschlüssen.
  • Topfen: Habe ich in mehreren Bioläden „offen“ gefunden. Er schmeckt viel besser als herkömmlicher „Packerltopfen“. Ich lasse ihn mir in ein kleines Rexglas füllen.

Ohne Plastik schmeckt’s besser!

Ich finde, bei all diesen Produkten lohnt sich der (teilweise) etwas höhere Preis absolut und zwar nicht nur wegen der Gesundheits- und Umweltaspekte, sondern weil sie wirklich viel besser schmecken, als herkömmlich verpackte.

Was man allerdings bedenken sollte, ist die teilweise kürzere Haltbarkeit. Dasselbe gilt übrigens auch für Käse und Wurst, wenn man sie offen kauft. Da wir unsere Einkäufe aber jetzt ohnehin etwas genauer vorausplanen als früher, ist das kein Problem. Ich habe im Gegenteil sogar eher das Gefühl, dass uns vor dem Experiment öfter als jetzt etwas schlecht geworden ist, da es in der Fülle des Angebotes im Kühlschrank übersehen wurde.

  • Müsli: Offen im Bioladen in sehr guter Qualität (verschiedene Mischungen) und teilweise sogar günstiger als abgepackte Müslis. „Gittis“-Müsli gibt es wie schon erwähnt auch in Papier und Kartonpackung.
  • Gewürze, Vanillezucker: Das war zuerst ein echter Problemfall. Ich hatte es schon fast aufgegeben da noch etwas ohne Plastikverpackung zu finden, als mir Brigitta bei meinem Geburtstagsfest den entscheidenden Tipp gab. Ein kleines Geschäft in der Grazer Innenstadt („Brantner“) entpuppte sich als das wahre Gewürzeparadies. Hier werden die Gewürze auch noch in großen Gläsern aufbewahrt und man kann sich alles in Papiersackerl oder mitgebrachte Behälter abfüllen lassen. Ich finde, es lohnt sich nach solchen und ähnlichen Geschäften zu suchen. Gewürze lassen sich ja gut auf Vorrat kaufen und somit kann man sich, wenn man ohnehin in der Nähe ist, gleich für einen längeren Zeitraum eindecken. Das ist für uns ziemlich wichtig, weil es ein Teil unseres Experiments ist, dass wir keine extra Wege (vor allem nicht mit dem Auto!) fahren wollen.
  • Rosinen, Nüsse, Mandeln,Trockenobst: Auch hier bin ich in Bioläden und teilweise auch auf Bauernmärkten fündig geworden. Allerdings sollte man sich immer einen Behälter oder Papiersackerl mitnehmen, da auf den Märkten leider fast immer nur Plastiksackerl verwendet werden.
  • Kaffee: Als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin werde ich dieses Thema ein wenig ausführlicher behandeln. Es gibt zwar z.B. bei Tchibo offenen Kaffee zu kaufen (und man kann ihn sich sogar in Papiersäcke verpacken lassen, aber nicht in der von mir bevorzugten Bio-und Fairtrade Qualität. Allerdings hatte ich letzte Woche (als ich diesbezüglich wieder mal in einer Tchibofiliale vorsprach) das Glück, dass gerade ein so genannter „Raritätenkaffee“ offen erhältlich war. Dabei handelt es sich laut Auskunft der Verkäuferin um spezielle Kaffeesorten in Bioqualität aus kleinen Anbaugebieten, wo auf  Natur schonenden Anbau geachtet wird. Ich hoffe sehr, dass es stimmt, was sie mir gesagt hat, denn dieses Produkt hat einen doch recht stolzen Preis: 8,99 € für ein halbes Kilo!

Konsum und Lebensqualität – ein neues Verhältnis entsteht

Nach einigem Nachdenken, nahm ich mir vor, etwas weniger Kaffee zu trinken. Denn dieser Preis entspricht genau dem, was Kaffe eigentlich ist: Ein Luxusgut, das in der Produktion extrem viel Wasser und Energie verbraucht und auf jeden Fall nur über sehr lange Transportwege zu uns kommt. Wenn man so ein Produkt dann auch noch billig und in großen Mengen konsumieren will, ist die Plastikverpackung wahrscheinlich nicht das größte Problem – weder für die Umwelt, noch für die Gesundheit.

Am Beispiel Kaffee lässt sich also sehr gut erkennen, wie komplex die Zusammenhänge und Probleme sind, wenn man beginnt, sich kritisch mit dem eigenen Konsumverhalten auseinander zu setzen. Eine Frage, die wir uns diesbezüglich sicher alle stellen dürfen, beschäftigt mich momentan sehr: Wie viel Konsum und vor allem welche Art von Konsum trägt wirklich zu einer guten Lebensqualität bei?

Oder, um es noch einmal am Beispiel Kaffee zu konkretisieren:

Was verändert sich für mich, wenn ich nur mehr 1 Tasse Kaffee (in Bio-Qualität, ohne Plastikverpackung um rund 9 € pro halbem Kilo) pro Tag trinke, anstatt 2 bis 3 Tassen (konventionell angebaut und verpackt um rund 3 € pro halbem Kilo)?

Solche und ähnliche Fragen für uns zu beantworten, ist jedenfalls ein sehr wichtiger Aspekt unseres Experiments.

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