Tipps fuer den „plastikfreien Einkauf“

Auf vielfachen Wunsch hier nun eine Zusammenfassung von Einkaufstipps und alternativen Möglichkeiten, die aus unseren bisherigen Erfahrungen mit dem „plastikfreien“ Einkaufen entstanden ist. (Für eifrige LeserInnen dieses Blogs wird sie natürlich eher eine „Wiederholung darstellen.)

Vorab möchte ich noch bemerken, dass diese Liste natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellt und sich in manchen Bereichen speziell auf die Gegebenheiten unserer Region bezieht. Ich habe diese Passagen aber dennoch unverändert gelassen, da sie meiner Meinung nach beispielhaft zeigen, dass es Sinn macht, im jeweiligen Lebensumfeld nach individuellen Lösungen zu suchen.

Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass ich niemandem, der in einer Großstadt lebt, empfehlen würde zum Milchholen mit dem Auto aufs Land zu fahren! In diesem Fall ist die Milch aus dem Tetrapack sicher dennoch die bessere Lösung, wobei es allerdings umso wichtiger wäre, sich dort, wo man täglich einkauft, für Milch in Mehrwegflaschen einzusetzen oder vielleicht eine Initiative zur Einführung eines Milchautomaten zu starten.

Ganz „normal“ plastikfrei zu bekommen: z.B. bei diversen Supermärkten, Bäckereien, Fleischhauereien, Drogeriemärkten…

Viele dieser Produkte, sind prinzipiell nicht in Plastik verpackt, bei anderen hat man zumindest die Wahl und kann sich für Glas-, Metall-, oder Papierverpackungen entscheiden.

–       Brot und Gebäck

–       Käse und Butter

–       Fleisch und Wurst

–       Obst und Gemüse (Auswahl aber teilweise natürlich sehr begrenzt)

–       Mehl, Zucker, Haferflocken, Salz

–       Nudeln („Despar“ nur bei Spar und teilweise „Barillia“)

–       Reis und verschiedene Getreideprodukte (z.B. Polenta, Gries,..)

–       Semmelbrösel und Knödelbrot (vor allem in Bäckereien)

–       Tee und Kakao

–       Marmelade und Honig

–       Eier

–       Müsli ( Spar: Natur pur 3 Sorten im Zellstoffbeutel)

–       Ketchup (z.B. bei DM in der Glasflasche)

–       Senf und Majonaise ( in der Alutube überall, besser allerdings im Glas z.B. bei DM)

–       passierte Tomaten (in der Glasflasch z.B. bei Spar oder DM)

–       Essig und Öl

–       Mineralwasser und Säfte, sowie manche Softdrinks

Für den plastikfreien Einkauf von Käse, Wurst und Fleisch nehme ich entweder einen eigenen Behälter aus Metall oder Glas mit oder ich bitte die Verkäuferin oder den Verkäufer, mir die Ware (Käse und Wurst) nur in ein Papiersackerl zu verpacken. Das funktioniert sehr gut. manchmal löst es zwar ein wenig Verwunderung aus, aber es wurde mir noch nie verweigert.

Für Obst und Gemüse verwende ich vorzugsweise Stoffsackerl, die zwischendurch hin und wieder gewaschen werden. Die „Preispickerl“ von der Waage klebe ich auf den Stoff und entferne sie nach dem Einkauf wieder.

Etwas schwieriger:

  • Milch: Wir holen die Milch zurzeit bei einem Bauern ganz in unserer Nähe. Außerdem habe ich in verschiedenen Bioläden und auch im Bio-Supermarkt noch Milch in Glasflaschen gefunden.

In Graz gibt es auch noch mehrere Milchautomaten! Seit Neuestem übrigens auch beim Lagerhaus in Gratwein!

Ich gehe davon aus, dass es in vielen größeren Städten  Milchautomaten gibt.

  • Sauerrahm, Schlagobers, Joghurt: Gibt´s ebenfalls in Bioläden und teilweise auch mit Metallschraubverschlüssen. Viele dieser Produkte sind außerdem in Mehrweggläsern erhältlich, was ich besonders sinnvoll finde.
  • Topfen: Habe ich in mehreren Bioläden „offen“ gefunden. Er schmeckt viel besser als herkömmlicher „Packerltopfen“. Ich lasse ihn mir in ein kleines Rexglas füllen.

Auch  bei Bauern in der Umgebung bekommt man teilweise den selbst gemachten Topfen direkt. Wer Lust hat, kann ihn aus Rohmilch auch selber machen.

  • Müsli und Getreideprodukte: Offen im Bioladen in sehr guter Qualität (verschiedene Mischungen) und teilweise sogar günstiger als abgepackte Müslis. Seit kurzem gibt es auch ein Spar Natur pur Müsli mit Innenbeutel aus Zellulose.

Verschiedene Getreidesorten, aber auch Linsen, Bohnen, Reis…usw. gibt es ebenfalls offen in Bioläden oder aber auch (besonders sinnvoll!!) bei Bauern in der Umgebung.

  • Gewürze, Vanillezucker: Zum Beispiel bei „Brantner“ in Graz in der Gleisdorfergasse. (Auch hier nehme ich an, dass es in fast jeder größeren Stadt ähnliche Geschäfte oder Reformhäuser gibt, wo man Gewürze usw. offen kaufen kann.) Hier werden die Gewürze auch noch in großen Gläsern aufbewahrt und man kann sich alles in Papiersackerl oder mitgebrachte Behälter abfüllen lassen. Ich finde, es lohnt sich nach solchen und ähnlichen Geschäften zu suchen. Gewürze lassen sich ja gut auf Vorrat kaufen und somit kann man sich, wenn man ohnehin in der Nähe ist, gleich für einen längeren Zeitraum eindecken. Das ist für uns ziemlich wichtig, weil es ein Teil unseres Experiments ist, dass wir keine extra Wege (vor allem nicht mit dem Auto!!) fahren wollen. Die Firma „Sonnentor“ bietet seit kurzem angeblich auch Gewürze an die in Bioplastik und Papier verpackt sind. Habe ich persönlich aber noch nicht probiert.
  • Rosinen, Nüsse, Mandeln,Trockenobst: Auch hier bin ich in Bioläden, sowie bei der Fa. Brantner in der Gleisdorfergasse und teilweise auch auf Bauernmärkten fündig geworden. Allerdings sollte man sich immer einen Behälter oder Papiersackerl mitnehmen, da auf den Märkten leider fast immer nur Plastiksackerl verwendet werden.
  • Kaffee: Es gibt zwar z.B. bei Tchibo offenen Kaffee zu kaufen (und man kann ihn sich sogar in Papiersäcke verpacken lassen, aber nicht in der von mir bevorzugten Bio-und Fairtrade Qualität. Allerdings hatte ich letzte Woche (als ich diesbezüglich wieder mal in einer Tchibofiliale vorsprach) das Glück, dass gerade ein so genannter „Raritätenkaffee“ offen erhältlich war. Dabei handelt es sich lt. Auskunft der Verkäuferin um spezielle Kaffeesorten in Bioqualität aus kleinen Anbaugebieten, wo auf  Natur schonenden Anbau geachtet wird. Die verwendeten Papierverpackungen kann man übrigens ohne weiteres mehrmals wieder verwenden!
  • Taschentücher: „Soft und Sicher“ von DM aus Recyclingpapier und ohne Plastiklasche
  • Klopapier: dafür verwenden wir Papierhandtücher aus Recyclingpapier (Metro) in einer Kartongroßpackung. Zusätzlicher Einsparungseffekt, da die Kinder das Papier nicht in großen mengen abrollen, sondern einzeln (und einmal auseinander gerissen verwenden). Mit der Großpackung ( 25 €) kommen wir nun schon ein halbes Jahr aus und ich schätze, es wird noch mindestens 1 Monat reichen.
  • Shampoon, Duschgel, Zahnpasta,...: Shampoon und Zahnpasta gibt es von Weleda in der Metalltube (allerdings aus Alu und mit dem Nachteil, dass rundherum noch ein Karton ist).  Zahnputzsalz gibt es teilweise in Apotheken oder im Versand (z.b.Panda) und man kann Zahnpasta auch selber machen (zahlreiche Rezepte im Internet). Bei der Firma „Lush“ (Seiersberg) gibt es auch Haarshampoonseifen in fester Form, die überhaupt nicht verpackt werden müssen. Eine weitere Alternative ist „Wascherde“ (Lavaerde) z.b. von der Firma Tautropfen oder Logona, die in Karton verpackt ist und mit Wasser angerührt wird. Statt Duschgel ebenfalls Wascherde oder normale Seifen!
  • Putz und Waschmittel: Für Bad und WC in erster Linie Zitronensäure (in Pulverform) oder Essig. Zitronensäure eignet sich auch perfekt als WC-Reiniger (z.B. DM oder Schlecker). Als Handspülmittel verwende ich ein Mittel der Firma Sonett (Bioläden) aus dem Großkanister abgefüllt und dann in einen Seifenspender umgefüllt. Damit lässt es sich äußerst sparsam dosieren und es fallen keine Plastikflaschen mehr an. Außerdem sind diese Alternativen sehr kostengünstig!!

Da mir über in letzter Zeit auch sehr oft „Effektive Mikroorganismen“ empfohlen wurden, habe ich mir eine (Plastik-)Flasche davon zum Probieren besorgt. Erste Putzergebnisse waren sehr positiv. Im Internet gibt es aber zahlreiche Informationen dazu! Eignen sich anscheinend auch für unversiegelte Holzböden.

Statt der üblichen Schwammtücher (Wettex usw.) verwende ich übrigens jetzt alte Waschlappen oder zurechtgeschnittene alte Frotteleintücher. Das funktioniert prächtig, ist sehr hygienisch (da man sie alle paar Tage mit der Wäsche mitwaschen kann und sie nicht zu stinken beginnen) und Kosten sparend.

Für Putz- und Waschmittel jeglicher Art findet man im Internet auch jede Menge Rezepte und Anleitungen zum Selbermachen.

  • Wäschewaschen: Als Weichspüler bzw. Wasserenthärter verwende ich schon seit Jahren Essig, was einwandfrei funktioniert, günstig ist und auch der Waschmaschine bisher absolut nicht geschadet hat.

Plastikfreie und umweltschonende Waschmittel, die ich ausprobiert habe, sind unter anderem Waschnüsse, Seifenflocken und Ökowaschmittel der Fa. Ecovert, Sonett und Almawin, wobei es von Sonett auch ein aus dem Großkanister nachfüllbares Flüssigwaschmittel gibt (im Bioladen bzw. Biosupermarkt .)

  • Kosmetik: Eine einzige Firma, deren Produkte ich guten Gewissens empfehlen kann: „Grüne Erde“ (eine österreichische Firma, findet man aber auch im Internet)

Die Kosmetikartikel sind frei von synthetischen Konservierungsmitteln, Silikonen, Tensiden Duftstoffen und Mineralölen, zu mind.95% aus kontrolliertem biologischen Anbau und ohne Tierversuche hergestellt. Außerdem sind die Inhaltsstoffe (auch in Deutsch!) vollständig aufgelistet. Sehr viele Produkte sind in Glas oder Papier verpackt und die so genannte dekorative Kosmetik (Lidschatten, Lippenstift…usw) gibt es in wunderschönen und vor allem nachfüllbaren Holzverpackungen. Funktioniert auch sehr gut per Internetbestellung!

Zum Abschminken eignen sich übrigens auch die oben bereits erwähnten Baumwollfrotteleintücher in kleine Stücke geschnitten sehr gut!

  • Einfrieren und Aufbewahren von Lebensmitteln: mit Rexgläsern, Schraubverschlussgläsern, in Papiersäcken (z.B. Brot und Gebäck) oder notfalls (bei größeren Teilen) in Bioplastiksackerln.

Als Jausenboxen verwenden wir Edelstahldosen aus der Campingbedarfsabteilung und für Getränke Edelstahlflaschen. Die Boxen eignen sich natürlich auch sehr gut für die Aufbewahrung von Lebensmitteln im Kühlschrank.

  • Pflanzen und Blumen: Eine Neuigkeit, die ich gerade erst entdeckt habe: Die Firma „Plantobio“ vertreibt Blumentöpfe und alle möglichen Artikel für den Garten, die aus Holzfaser hergestellt werden und über einen längeren Zeitraum sogar verrottbar sind.
  • Kleidung und Schuhe: Abgesehen von der Kunststoffvermeidung sollte speziell auf Herkunftsländer (lange Transportwege, Arbeitsbedingungen,…usw.) geachtet werden. Bei Baumwollkleidung empfiehlt es sich auch, auf biologischen Anbau zu achten.

Eine sehr gute Alternative zu Baumwolle (auch im Bereich der Funktionskleidung) stellt auch Kleidung aus Bambus dar (siehe Alternativprodukte!). Grundsätzlich gilt hier das Motto: Lieber weniger und dafür hochwertiger einkaufen! Gerade bei Kinderkleidung bieten sich natürlich auch Secondhandshops und Tauschmärkte an, was noch dazu den Vorteil hat, dass diese Kleidung natürlich nicht mehr so schadstoffbelastet ist.

Bei Schuhen gibt es bereits recht viele Firmen, die hauptsächlich Naturmaterialien und schadstoffarme Gerb- und Färbemethoden verwenden und noch dazu meist sehr Fuß freundliche Modelle anbieten, die auch modischen Ansprüchen durchaus gerecht werden.

Allgemeine Einkaufstipps:

Das Wichtigste zuerst: Einkaufsverhalten ganz allgemein überdenken! Vor jedem Einkauf noch einmal genau Überlegen, ob man das gewünschte Produkt in der angebotenen Qualität wirklich braucht und haben will! (Sehr wichtig bei den „Schnäppchenkäufen“!)

Bei Billigprodukten vor dem Kauf zumindest 1 Minute darüber nachdenken, wodurch der Preis so günstig ist (Qualität, Haltbarkeit, Produktionsbedingungen, Transportwege, Ausbeutung von Menschen, Tieren, Umwelt…). Das Selbe gilt allerdings auch für teure „Modemarken“ die gerade was Produktionsbedingungen und Transportwege betrifft, oft sehr fraglich sind.

  • Grundsätzlich alle Produkte, die im großen Stil beworben werden, besonders kritisch hinterfragen!
  • In den Geschäften gezielt  Mehrwegflaschen kaufen und danach fragen, wenn es keine gibt! Lobend erwähnen, wenn es sie gibt!
  • Unverpackte oder verpackungsarme Produkte bevorzugen. Eigene Behälter und Stoffsackerl oder Einkaufskörbe für den Transport mitnehmen. Am besten in jeder Handtasche und im Auto ein Stoffsackerl deponieren, damit man auch für überraschende Einkäufe immer gewappnet ist!
  • Gratisplastiksackerl ablehnen!!! Das kann wirklich JEDE/R machen, es kostet nichts und ist doch ein deutliches Zeichen und ein wichtiger Beitrag zur Müllvermeidung!!
  • Qualitativ hochwertige, langlebige Produkte bevorzugen, die notfalls auch repariert werden können!
  • Grundsätzlich immer unter dem Motto „Weniger ist mehr!“ einkaufen gehen!
  • Nach „alten“ Lösungen suchen: So bin ich z.B. darauf gekommen, Lebensmittel in Rexgläsern ein zufrieren.
  • Grundsätzlich weniger Putzmittel verwenden und wo notwendig auf größtmögliche Umweltverträglichkeit achten.
  • Gezielt nachfragen und sich umhören, welche Lebensmittel oder sonstige Verbrauchsgüter es in der unmittelbaren Umgebung zu kaufen gibt.
  • Wo immer möglich Naturmaterialien bevorzugen.
  • Sinnvolle Produkte in der eigenen Region ausfindig machen und wenn möglich „Einkaufsgemeinschaften“ organisieren. Das trägt gerade im ländlichen Bereich entscheidend dazu bei, unnötige Autofahrten zu vermeiden.

Und zum (vorläufigen) Abschluss noch ein Tipp zur Erhaltung der eigenen Motivation:

Am besten mit 1 oder 2 kleinen Umstellungen beginnen und sich langsam aber sicher in weiter Bereiche vorarbeiten! Denn mit Spaß und einem guten Gefühl funktioniert es erfahrungsgemäß viel besser (und nachhaltiger) als mit Stress und schlechtem Gewissen.

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36 Gedanken zu „Tipps fuer den „plastikfreien Einkauf““

  1. Liebe Cornelia!

    Vielen Dank für Deine motivierende Rückmeldung und den tollen Klopapiertipp!!!! Hoffe, Du hast weiterhin viel Spass beim Ausprobieren und lässt Dich nicht durch kleine „Rückschläge“ entmutigen. Wünsch Dir ebenfalls einen schönen Sommer, bis bald
    Sandra

  2. Liebe Sandra!
    Habe gerade dein Buch gelesen und bewundere euch und eure Konsequenz. Bleibt dran und macht weiter so. Ihr seid ein Vorbild für viele. Motiviert durch euch stelle ich auch gerade die ersten Dinge um und kann mich ,dank eurer tollen Vorarbeit, Schritt für Schritt weitertasten. Die Liste der Hersteller für plastikfreie Produkte ist toll!!!
    Ich habe gelesen, dass der Einkauf von Toilettenpapier, ohne Plastikverpackung, sehr schwierig ist. Habe hierzu eine Bestellmöglichkeit gefunden unter http://www.hygi.de
    Die bieten TORK Mini-Jumborollen (Durchmesser 18,8cm) in der Kartonverpackung an.
    Unter http://www.pack2go.de gibts Papiersackerl aller Stärken für Gebäck, Wurstwaren etc. zu bestellen.
    Wünsche euch einen schönen, plastikfreien Sommer!
    GlG Conny

  3. Heute hatte ich ein interessantes Gespräch mit der jungen Marktleiterin unseres EDEKA-Markts, das mir zeigte, wieviel Macht doch wir Kunden haben!
    Ich hatte Fragen zu einem bestimmten Produkt bzw. ganzen Produktgruppen und sie antwortete freimütig, dass sie relativ wenig Einfluss auf die Gestaltung des Sortiments habe, denn die Zentrale stelle ihr die Waren ins Regal, die die Kunden wünschten. Was wenig ginge, verschwände nach einer Weile.
    Natürlich kann man nun fragen, ob nicht nur die Nachfrage das Angebot steuere, sondern auch umgekehrt, denn wenn ich auf dem platten Land zur besten Tomatenzeit in der einzigen Einkaufsgelegenheit am Ort nur welche aus Spanien bekomme und nicht erst in die nächste Kreisstadt fahren möchte, um deutsche Tomaten zu erstehen, dann kauf ich eben die spanischen – zumal die billiger sind als die einheimischen!
    Sie berichtete aber – und wie sie sagte, sei dies keinesfalls ein Einzelfall gewesen – dass Kunden sich oft bei ihr beklagten, dass ab August schon die Weihnachtssachen zu bekommen wären, hätten aber dann drei vier Schoko-Nikoläuse und packungsweise Zimtsterne und Spekulatius im Korb!
    „Hier hilft nur Verweigern,“ erklärte sie. „Solange ab August die Weihnachtssachen gekauft werden, werden die Sachen von der Zentrale auch geliefert. Und was da ist, wird ja dann meist auch gekauft…“
    Also: Schauen wir in Zukunft noch genauer hin, was wir WIRKLICH brauchen und kaufen das dann – UND NUR DAS!

  4. Hallo Sandra,
    da ich gerade dabei bin meinen Vorratsschrank aufzupimpen, wollte ich mal fragen, ob du bei den Rexgläsern (bei uns heißen sie glaube ich Weck-Gläser http://glaeserundflaschen.de/GLAESER/WECK-Glaeser/WECK-Tulpenglas-1-Liter.html ) die Gummis guten Gewissens mitbenutzt werden können (für längerfristige Aufbewahrung für z.B. Mehl)? Es gibt bei uns die Gläser auch bei Ikea zu kaufen oder online. Ansonsten benutzen wir für unsere Gewürze normale Schraubverschlussgläser.
    Da wir uns nun auch schon Gedanken zum Einfrieren gemacht haben, wollte ich noch fragen wie du die Rexgläser beim Einfrieren benutzt (mit Gummi oder ohne), wenn ohne – hält dann der Deckel? Der wird ja sonst nur draufgelegt. Unsere Kekse bewahren wir auch in einem Einkochglas ohne Gummi (nur mit Deckel) auf, die sind aber auch immer schnell aufgegessen ;-))

    Viele Grüße,
    Nadine

  5. Eine herkömmliche Plastiktragetasche verbraucht inkl. der Energie für die Produktion etwa 40g Erdöl.
    Da ein Liter Erdöl etwa 800g wiegt, kann man sagen, dass man mit 20 Plastiktüten etwa einen Liter Erdöl verbraucht hat.
    Wer fünf Plastiktüten in der Woche braucht, um seine Einkäufe heimzutragen, vernichtet also pro Monat völlig überflüssiger Weise einen Liter Erdöl!

  6. Uta, ich gebe dir völlig Recht. Die „eierlegende Wollmilchsau“ sprich, ein Produkt, das in jeder Hinsicht ökologisch korrekt ist, gibt es nicht. Es kann auch durchaus sein, dass ich ein „Cotton for Africa“-Produkt in der Plastiktüte kaufe und das nicht verpackte Billigprodukt beim kik liegen lass, weil es mir eben AUCH wichtig ist, dass die Leute, die unsere Kleidung herstellen, vernünftige Arbeitsbedingungen haben. Ich kaufe „Rapunzel“-Schokolade, die bio und FairTrade (und sehr lecker noch dazu) ist, OBWOHL die in einer plastikbeschichteten Metallverpackung steckt – und ich mich drüber zu Tod ärgere! Denn nur Papier täts auch! Und ich kaufe die Hälfte des Futters, das unser Welpe kriegt, TK und in Plastik eingeschweißt, weil er eben noch dringend grünen Pansen braucht und ich den so fein gewolft, dass er den auch verträgt, nicht bei unserem Metzger krieg.
    Bevor ich aber sag – Hilfe, ich kann so viel falsch machen, da mach ich lieber nix! sag ich mir halt: Da, wo es eine für mich vernünftige Alternative gibt, mach ich das. Und wenn es „nur“ die berühmte Plastiktüte ist, die ich nimmer benutz! Denn fünf Plastiktüten pro Woche mal 52 Wochen mal – sagen wir – 2 Milliarden Menschen, die einkaufen gehen und Zugriff haben auf Plastiktüten weltweit – na?

  7. Hallo,
    eine lobenswerte Initiative. Ich empfehle jedoch, auch alle Alternativen genau zu prüfen.
    So stellte z.B. die Zeitschrift Öko-Test (www.oeko-test.de) vor einiger Zeit fest, dass aus Kartonverpackungen Mineralöl (aus den Druckfarben) in die Lebensmittel übergehen. D.h. wenn ich z.B. Reis im Karton ohne Plastik kaufe, spare ich das Öl aus dem Plastik, esse dann aber Öl mit dem Reis. Diese Alternative ist für mich daher nicht so überzeugend.
    Bei Gewürzen weiß ich es nicht, aber bei Kosmetika und Körperpflege aus der Apotheke stellt Öko-Test meist viel mehr und/oder giftigere Schadstoffe fest als in Produkten aus Drogerie-Märkten oder Bio-Läden. Apotheke muss daher nicht unbedingt gut sein.
    Wenn jede/r sich vor dem Einkauf einige Gedanken macht und öfter liegen lässt, was nicht wirklich benötigt wird, wenn Plastik vermieden wird, wo es ökologisch sinnvolle und ungiftige Alternativen gibt, ist schon viel gewonnen.

  8. Ein Tipp:
    Viele Kräuter und Gewürze kann man auch in der Apotheke kaufen!
    Gerade die seltener gebrauchten Gewürze wie Zimt, Muskat, Sternanis etc. gibts in hervorragender Qualität in der Apotheke (wenn nicht vorrätig – der Apotheker bestellt gerne!). Sie sind auch nicht unbedingt teurer als im Supermarkt, denn man bezahlt das reine Produkt und keine überdimensionierte Plastikverpackung!
    Die meisten Küchenkräuter sind übrigens auch Heilkräuter und können ebenfalls in der Apotheke bestellt werden. Man bekommt sie dann in die Papiertüte gefüllt und kann daheim in ein Schraubglas umfüllen.

    Wer die Möglichkeit hat, sollte zumindest den Sommer über im Garten, im Hof oder auf dem Balkon die favorisierten Küchenkräuter ziehen und als Kräuterpaste oder durch Trocknen für den Winter konservieren.

  9. Hallo,

    Ich habe vor 12 Jahren meinen eigenen Haushalt gegründet und habe schon damals mehr auf Edelstahl als auf Plastik wert gelegt. Meine Freunde und vor allem meine Schwiegermutter hat es nie wirklich verstanden, dass ich Tupperpartys ablehne. Wir haben unsere Kinder mit Popolino Windeln (waschbar) gewickelt. Alle haben gemeint, das ziehst du sicher nicht durch. Das Ergebnis – ich habe Kosten gespart und die Kinder waren noch vor dem zweiten Geburtstag rein. Ich finde es ist endlich an der Zeit umzudenken und dieser Film hat mich jetzt noch mehr bestärkt noch besser beim Einkaufen aufzupassen.
    Ich habe hier fürs erste alle Tipps gefunden, die ich gesucht habe!

    Liebe Grüße
    Renzi

  10. Hallo,

    in den Lush Haarshampoos, die oben erwähnt wurden, ist leider Sodium Lauryl Sulfat enthalten, das als gesundheitsgefährdend gilt. Die Idee an sich ist toll, aber es gibt auch feste Shampoos von anderen Herstellern ohne fragwürdige Inhaltsstoffe.

    Liebe Grüße
    Stella

  11. Hallo Sandra!

    Bin über verschiedene Blogs auf deine Seite gestoßen und war erstmal sehr überrascht, dich (wenn auch flüchtig) zu kennen! Ich war in der Schule recht eng mit deiner Schwester befreundet.

    Schon vor längerer Zeit hab ich fast alle Tupper-Behälter bei uns rausgeschmissen, weil ich nicht unbedingt Weichmacher in meinem Essen haben möchte.
    Als gute Alternative gab es beim Waschbär-Versand GlassLock-Dosen in verschiedenen Größen (jetzt grad find ich leider nur die verlinkten runden dort?!) und ich habe dort auch Porzellanschüsseln zur Aufbewahrung/Einfrieren/Erhitzen gefunden. Zwar haben all diese Behälter Kunststoffdeckel, aber die kommen nur selten mit den Lebensmitteln in Berührung, so ist das für mich die beste Alternative zu herkömmlichen Kunststoffbechern. Für vieles verwende ich auch leere Marmeladegläser und die von dir angeführten Weckgläser (1l u 3l).
    So, hab jetzt nach einigem Suchen bei einem andern Versandhandel die eckigen Dosen gefunden.

    Als Trinkflasche benutze ich eine Emil-Flasche – geht auch für Kinder, durch den Isobecher ist sie ziemlich bruchsicher. Isobecher und Verschlüsse sind zwar auch aus Kunststoff (glaube Polypropylen), aber wie bei den GlassLock-Dosen halte ich es für die beste Alternative. Auch, weil die Flaschen in den Geschirrspüler können.

    Ev. ist noch Careful Goods für dich interessant, dort gibts es Baby- und Trinkflaschen, Lunchboxen etc. aus Glas/Edelstahl und BpA-freiem Kunststoff. Trifft zwar nicht 100% deine Intention, aber zumindest sind es Möglichkeiten Lebensmittel halbwegs fern von Kunststoff aufzubewahren und mitzunehmen und es wird ein Teil Kunststoff vermieden.

    Würd mich freuen, wenn der eine oder andere Link hilfreich ist. ;o)

    Vor nicht allzulanger Zeit hab ich mir eine Doku über eine skandinavische (schwedische?) Familie angesehen, die das Experiment kein Plastik mehr einzukaufen, ein Jahr lang durchgezogen hat. Ein sehr schwieriges Jahr, wer so etwas vorhat, braucht schon eine gehörige Portion Mut und Sturheit. *gg*

    Ich wünsch euch auf jeden Fall viel Erfolg mit eurem Vorhaben und wühl mich jetzt weiter durch deine HP.

    lg Barbara

  12. Liebe Sandra,
    ich hätte hier einen Tipp für Zoja und natürlich auch alle anderen, bzgl. Klobürste aus Holz.
    Über http://www.naturbuersten-versand.de gibt es alle nur erdenkliche Bürsten aus Holz. Im Shop findet man in der Kategorie „Haus und Hof“ besagtes Produkt in 2 Ausführungen. Sogar der Ständer ist aus Buchenholz. Und die Auffangschale aus Keramik. Witzigerweise ist der Standort dieses Bürstenmachers nur 2 Dörfer weit entfernt, so dass ich diese Woche mal direkt hinfahren will, um mir das Sortiment genauer anzusehen. Wenn Interesse besteht, werde ich gerne berichten.
    Viele Grüsse
    Jeannette

  13. ich werde demnächst mal in eine blindenwerkstatt (rothenburgstr. in berlin/steglitz) gehen. auf wochenmärkten oder beim töpfermarkt in der domäne dahlem/berlin bieten sie ihre bürsten an. von der pilzbürste bis… ich hoffe dort findet man auch die gesuchte wc-bürste. ausserdem bekommt man auf dem wochenmarkt der domäne dahlem an einem stand leberwurst in pfand-einweckgläsern, sogar ohne schweinefleischzusatz (bin dagegen allergisch).
    seit dem wir ziemlich extrem unseren haushalt umstellen, sagen mir selbst meine jungs, dass sie stolz sind so eine „bewusste“ mama zu haben, auch wenn es viele einbußen bedeutet, keine gummibärchen mehr ;-))
    auf der anderen seite, wie geht ihr alle mit diesem „blick“ der leute um, wo du genau weißt, er bedeutet „oh gott. so ne durchgeknallte ökotante“.

    gruß, örniese

    1. Hallo!

      Komischerweise fallen mir solche „Ökotantenblicke“nicht wirklich auf. Vielleicht bin ich da einfach zu unsensibel dafür.
      Manchmal hab ich schon das Gefühl, dass jemand vielleicht etwas länger herschaut, wenn ich mit meiner Blechdose Käse einkaufe und ihn mir ohne irgendeine Zusatzverpackung dort hinein legen lasse.
      Aber solche Blicke genieße ich dann eher, weil ich mir denke, dass vielleicht die Person, die mich beobachtet, dadurch auch auf die Idee kommt, es einmal so zu versuchen.
      Man könnte das vielleicht auch als übersteigertes Selbstbewusstsein deuten, aber ich bin nun mal eher ein extrovertierter Typ und wenn ich von etwas überzeugt bin, hab ich auch sehr selten ein Problem damit, wenn ich damit auffalle.

      Lg Sandra

  14. oh, da habe ich gleich noch einen Tipp. Mein armer WC-reiniger steht schon seit 5 Jahren unbenutzt… Wenn man nach jedem großem Geschäft ordentlich(!!!) mit einer Klobürste reinigt, entstehen gar keine Beläge. Meine Bürste ist aber aus Plastik… Hat jemand ne Idee wo man nichtplastik Klobürste bekommt?
    LG zoja

  15. Hallo liebe Plastikvermeiderinnen,
    ich habe ein Tipp, den ich auf diese Seite noch nicht gefunden habe.
    Menstruationstasse. Die gibts in Silikon, Latex oder aber auch Plastik(deutscher Hersteller, diese Tasse enthält keine Weichmacher oder sonstige Gifte). Die gesundheitliche und sonstige Vorteile könnt ihr selbst rausfinden z.B.bei afriska.ch , zu Müll/Plastikmüll: man erspart einiges, da die MT extrem langlebig ist(5-10Jahre). Einzelverpackte Tampons und Binden entfallen!
    Eine andere Variante: Stoffbinden (am besten selbst gemachte). Nich vergessen Gallseife zu kaufen, die nimmt jeden Fleck raus.
    LG zoja

    1. Liebe Zoja!

      Danke für Deine Tipps!
      ich verwende beide von Dir vorgeschlagenen Alternativen nun schon seit mehr als einem Jahr und bin damit in jeder Hinsicht ausgesprochen zufrieden. Hatte nur noch keine Idee, wie ich diese Theamtik in eine nette geschichte für den Blog verpacken könnte…aber vielleicht kommt das noch!

      LG sandra

  16. Liebe Tina!

    Lass Dir deswegen keine grauen Haare wachsen. Alleine durch die Tatsache, dass Du kein Auto besitzt, bist Du mir ökolgisch gesehen schon weit voraus. Wir versuchen zwar auch, so weit wie möglich auf das Auto zu verzichten, aber ganz gelingt es uns im Moment leider noch nicht…. aber ich denke wir sind auf dem richtigen Weg.
    Alles Gute für die Veränderungen in dem Rahmen, der Dir möglich ist!!

    LG sandra

  17. Eure Tips sind gut nur habe ich das Problem, das ich auf dem Land Lebe kein Auto habe und kein Bioladen in der Nähe ist. Die Milch vom Bauer geht noch aber dann wird es schon eng. Aber ich werde trotzdem mein bestes tun.
    Grüße

  18. Ach, was ich noch erwähnen wollte.

    Wer umweltfreundlich Putzmittel und ähnliches sucht, dem empfehle ich ganz stark das Buch
    „NIE WIEDER CHAOS“ von Cynthia Townley Ewer, verlag DK

    Zwar heuert man hier viele Plastiksachen an (Putzhandschuhe aus Plastik, Plastikeimer etc) aber es ist ein toller Ratgeber für ökologisches Putzen (selbstgemachter Spüli, kloputzmittel etc.).

    Und sowieso, ein tolles buch mit vielen weiteren Tipps rund im den Haushalt- mit selbsteingreifung sogar einfach ohne Plastik zu händeln.

    grüßle

  19. Hallo!

    Gleich vorweg: ich habe mir das hier ausgedruckt und bin damit einkaufen gegangen! Super!
    Hier in Berlin, im Reichelt um die ecke, ist mir erstaunlicherweise klar geworden, dass wenn man nur genau hinsieht, man das selbe Produkt in papier oder lose bekommt. Und ein Bioladen ist hier auch gleich um die Ecke, da habe ich alles bekommen, was ich sonst nur in plastik bekomme (aber z.b Wurst. selbst an der Theke frisch geholt, packen sie es einem in dicke plastikmäntel. was soll man da sagen? „ich nehm es ohne verpackung?“ Ich hab nach Papier umschlagung gefragt, nix da, selbst das war innen drin mit Plastik gehüllt)

    Naja, ich habe noch einen wunderbaren Tipp der günstig, umweltfreundlich und sehr lecker ist!
    Wir alle kriegen fast jeden Yogurt in Glasflaschen, aber für die kinder gibt es außer Fruchtyogurt, fast alles nur in Plastikpackungen.
    Einmal ein Tipp wenn man schon das mit dem Plastikpäckchen holen muss, lasst die Kinder nicht den abziehbaren Plastikschutz ablecken. Die sind am giftigsten! Die werden desinfiziert.

    Nun zu meiner „Entdeckung“
    macht den Yogurt selbst! Die Yogurtmaschine ist zwar aus Plastik, aber der rest ist aus Glas. Einmal gekauft, ist sie super sparsam, der Yogurt ist der beste der welt, und alles ist immer und immer wieder verwendbar. Meine geschwister haben seither nicht mehr nach etwas wie Monte oder anderes verlangt. 🙂
    Uns viele meiner Freunde wollen auch eine Yogurtmaschine jetzt. Es ist sogar einfacher als jedes mal beim einkauf den Yogurt zu schleppen..;)

    Danke sonst nochmal für die Liste, sehr praktisch und toll!

    lg aus Berlin
    Zoe

    1. Liebe Zoe!

      Es freut mich besonders, dass es auch in einer Stadt wie Berlin gelingen kann, viele Dinge aus der „plastikfreien Liste“ umzusetzen und vor allem, dass Du mit der Joghurtmaschine auch so eine tolle Lösung für Dich gefunden hast. Ich war nämlich gerade mit Peter bei der Verleihung des deutschen Umweltmedienpreises in Berlin und habe mich dort einige Male gefragt, wie es uns hier wohl mit dem Einkaufen ergehen würde.
      Es wäre schön, wenn Du dich auf meinen Aufruf, der demnächst auf diesem Blog erscheinen wird, auch direkt bei ir melden würdes.

      Also hoffentlich bis bald
      und
      LG Sandra

    2. Joghurtmaschine klingt toll, aber ich mach das Ganze viel einfach und billiger:
      Milch vom Bauern lauwarm erwärmen, ein wenig Joghurtkultur dazu (zB Biojoghurt aus dem Glas oder Joghurt vom letzten Mal machen – funktioniert 2 – 3 mal, dann muss man wieder frische hinzuführen), umrühren, in Gläser füllen und ab ins Bett und Decke drüber!
      Ok, ok, ich hab mir dafür auch einen Einkaufskorb mit einer alten Decke und Geschirrtüchern befüllt, darin werden die Gläser über Nacht warm eingepackt und am Morgen ab in den Kühlschrank mit dem fertigen Johgurt, aber ich hab mir sagen lassen, im Bett gehts prima!
      Hab damit nur gute Erfahrungen gemacht und die Resonanz der (teils seeeehr skeptischen Verkoster) war durch die Bank positiv!

      LG
      M

  20. Liebe Betti!

    Dieses Argument kommt relativ oft und natürlich ist es besser die Sackerl in deinem Sinne zu verwenden als sie wegzuwerfen. Außerdem spart es tatsächlich Geld, wenn man sich keine extra Müllsäcke mehr kaufen muss.
    Ich habe mich allerdings im Zuge unseres Experiments vermehrt gefragt, wozu wir unseren Müll überhaupt in so ein langlebiges Material wie Plastik verpacken (siehe die Geschichte“Mülltrennen und Müllverpacken“).
    Wir verwenden seither normalerweise einfach 2 bis 3 Blätter Zeitungspapier, was im Normalfall bestens funktioniert. Müllsäcke (auch solche aus Bioplastik) sind nur mehr in ganz seltenen Ausnahmefällen im Einsatz, weil ich eben bemerkt habe, dass es ohne genauso gut geht.
    Für mich ist es mittlerweile (auch im Sinne der Bewusstseinsbildung) einfach ein viel besseres Gefühl für die seltenen Fälle, wo ich tatsächlich einen Müllsack brauche, solche aus kompostierbaren Material zu verwenden, auch wenn es die nicht gratis gibt. Aber das ist so selten, dass es kostenmäßig auch nicht wirklich ins Gewicht fällt und wir ersparen unserer Welt damit eben doch ziemlich viel..

    LG Sandra

  21. grundsätzlich ist das mit den gratis-plastiksackerln ja richtig, aber da ich in den mülleimer ein plastiksackerl gebe, kaufe ich diese hat nicht extra, sondern gebe ein „gratissackerl“ rein, kommt m.e. auf dasselbe raus (zumindest beinahe, denn die einkaufssackerl sind meist ein wenig dicker als die müllsäcke, zumindest die von dm)

  22. Liebe Magdalena!

    Dass die Lebensmittel in diesem Geschäft in Bioplastik verpackt sind, kann ich mir prinzipiell vorstellen, von Kosmetika in Bioplastikflaschen habe ich aber auf jeden Fall noch nie gehört. Da wäre ich sehr skeptisch und würde ganz genau nachfragen. Sollte es sich allerdings tatsächlich als richtig herausstellen, wäre das eine echte Neuigkeit und dann wäre es super, wenn wir diese konkreten Produkte auch hier nennen könnten. Ich würde vorschlagen, Du gehst der Sache nochmal nach (am besten Produktinformation direkt beim Produzenten einholen) und gibst mir dann Bescheid.
    Prinzipiell sind Biokunststoffe kompostierbar, aber man sollte trotzdem vorsichtig sein und auch die verwendeten Farbstoffe hinterfragen.
    Wenn diese nämlich sehr giftige Inhaltsstoffe haben, ist das auch nicht gerade günstig für den Kompost.
    Diesbezüglich ist die Firma Naku meiner Meinung nach vorbildhaft unterwegs!

    LG und viel Glück beim Recherchieren!
    Sandra

  23. Hallo!

    Ich verfolge mit Interesse euer Experiment und habe mich auch nach plastikfreien Alternativen umgschaut. Zwecks Kosmetik habe ich einige Produkte bei DM, aber auch welche im Weltladen meiner Stadt gefunden, die vorteilsweise fair gehandelt sind. Dort werden auch viele andere nützliche Dinge wie Bekleidung, Geschirr oder Produkte von heimischen (Getreide in Papier und wenig Plastik) etc. angeboten. Die Verkäuferin hat mir versichert, dass das Plastik, welches für Lebensmittel (Nüsse, getrocknete Früchte, Süßes etc) sowie Kosmetika (Gesichtslotion, creme, shampoo etc) verwendet wird, aus Maisstärke gewonnen wird – ist das also Bio-Plastik? Und ist das dann kompostierbar?

    LG Magdalena

  24. Liebe Miriam!

    Ich habe mittlerweile leider schon öfter festgestellt, dass plastikfreies Einkaufen in Verbindung mit veganem (oder auch schon vegetarischen) Lebensstil besonders schwierig ist.
    Da Peter und Marlene Vegetarier sind, kaufen auch wir oft Hülsenfrüchte. Teilweise sind sie bei Bauern in der Gegend zu bekommen, aber normalerweise kaufe ich sie offen in einem Bioladen in Graz. Da Hülsenfrüchte relativ lang haltbar sind, kaufe ich dann immer gleich größere Mengen und fülle sie dann aus dem Papiersack in Gläser um, die ich dicht verschließen kann.
    Ich hoffe, ich hab Dir damit ein wenig weitergeholfen und wünsch Dir viel Glück beim weiteren Suchen und Ausprobieren.

    LG Sandra

  25. Hallo!
    Ich finde euer Experiment wirklich sehr beeindruckend und nachahmenswert,weiter so!!
    Ich versuche auch seit längerem schon auf Plastikverpackungen zu verzichten, was sich allerdings aufgrund meiner veganen Lebensweise sehr schwierig gestaltet. Da ich meinen Eiweissbedarf rein über pflanzliche Lebensmittel decke,habe ich hierfür meist diverse Hülsenfrüchte verwendet. Allerdings habe ich bei uns in der Gegend (Dorf) bislang noch keine anderen Verpackungen außer Plastikpackungen gefunden. Weiß jemand wo ich Hülsenfrüchte ohne Plastikverpackung kaufen kann?? (auch im Internet)?

  26. Hallo Swantje!

    Freut mich sehr das Du diesen Blog als Inspiration siehst, vor allem weil für mich die meisten Umstellungen in unserem Haushalt inzwischen schon völlig normal sind.

    Mit dem Seifenspender ist es so, dass er zwar aus Keramik ist und der Pumpkopf aus Metall, aber das Pumpschläuchchen ist doch aus Plastik. Durch die extrem sparsame Verwendung des Geschirrspühlmittels und die Tatsache, dass wir seither keine einzige Plastikflasche mehr kaufen mussten, ist die Gesamtbilanz des Seifenspenders für mich aber trotzdem eindeutig positiv.

    Vielen Dank auch für den Tipp mit den Wachstüchern. Ich habe zwar schon davon gehört, aber bisher noch keine Bezugsquelle gefunden.
    Kennst Du auch eine Bezugsquelle in Österreich oder zumindest im deutschsprachigen Raum?

    Lg Sandra

    1. Hallo Sandra Krautwaschl!

      Ich bin wieder einmal beim Stöbern, was es bei Dir Neues gibt (bin auch Fan Eurer Seite und „Plastik-Verweigerin“).

      Für das Wachstuch habe ich eine Bezugsquelle gefunden – vorausgesetzt Ihr meint Wachspapier.
      Bei http://www.manufaktum.at gibt’s Wachspapier im Karton zu bestellen. Ich verwende es für Käse. Er schimmelt nicht mehr (was mir mit Plastik regelmäßig passierte).

      LG, Elvira

  27. Hallo, ich bin erst vor Kurzem auf diese Seite aufmerksam geworden, da ich dringend meinen Plastikverbrauch reduzieren möchte, was ja bei einigen Dingen auch gar nicht so schwer ist – bei anderen dafür umso unmöglicher.
    Also erstmal danke für euer Experiment und dafür, daß ihr das alles im Internet teilt und anderen eure Erfahrungen zugänglich macht!

    Eine Frage habe ich: ich lese häufiger vom Umfüllen in den Seifenspender. Ist der denn aus Plastik?
    Ich frage mich seit einiger Zeit, ob es eigentlich möglich ist, plastikfreie Sprühflaschen herzustellen (gefunden habe ich noch keine), aber für Pumpflaschen und Seifenspender gilt meine Frage eigentlich auch.

    Ach so, und zur Verpackung von Lebensmitteln eignet sich auch ein sehr traditionelles Produkt, und zwar das Wachstuch. Es ersetzt recht erfolgreich Plastikfolie in unserem Haushalt. Ich wickle mein Frühstück für die Arbei darin ein und verwende es um Essensreste in Schälchen und Gläsern abzudecken, die keinen eigenen Deckel besitzen.
    Hier in Victoria (Kanada) gibt es eine junge Frau, die dieses Material herstellt und vertreibt: http://www.abeego.ca

    Ich werde eifrig weiterlesen. Vielen Dank noch mal für die Inspiration und Information!

  28. Liebe Sandra, endlich komme ich dazu, auf die „Tipps“ zu reagieren. Diese Zusammenfassung von plastikfreien Einkaufstipps ist seit langem das Beste, was ich in bezug auf Müllvermeidung und Umweltschutz gelesen habe!
    Ich fühle mich um Jahrzehnte zurückversetzt, denn diese Tipps waren zu ca. 95% gleich wie bei unseren Aktionen. Dieselbe Suche nach Alternativprodukten, biologischen Produkten, umweltfreundlichen Verpackungen usw., nur nicht ganz so streng, genau und krampfhaft auf Plastik fixiert. Und etwas mehr auf unsere Region bezogen, da man in der „Provinz“ nicht alles so bekommt, wie in der Stadt.
    Die Gesundheitsgefährdung durch Weichmacher war auch noch kein Thema, sondern durch PVC und FCKW.
    Wir haben deshalb eine Reihung der Verpackungsmaterialien nach der Ökobilanz herausgegeben. Denn allgemeiner Umweltschutz ist immer auch Gesundheitsschutz.
    Es gab auch mahnende, vernünftige Stimmen, die Latte nicht zu hoch zu legen, „sonst machen die Leute nicht mit!“
    Um Plastik, Alu usw. zu sparen, empfahlen wir zur Aufbewahrung, zum Einkaufen und Einfrieren Tupperware und Co., wiesen aber gleichzeitig darauf hin, daß es nicht das teure Original – Tupper sein muß, sondern auch günstige Behälter oder Eis- und Margarinedosen geeignet sind. Es war ja auch eine wirtschaftliche Überlegung, einige, oft wiederverwendbare, Behälter statt vieler tausender Plastiksackerl zu kaufen.
    Dies bringt mich zum nächsten Thema – der Leistbarkeit.
    Du erwähnst öfters, daß Ihr „jetzt bewußter mit Lebensmitteln umgeht, kaum mehr Lebensmittel im Müll habt…“ Die heutige Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft – auch Ihr – kann es sich leisten , Lebens-
    mittel wegzuwerfen, wir hätten uns das einfach nicht leisten können.
    Ihr könnt es Euch leisten, vier Kisten Tupperware wegzustellen und nicht mehr zu verwenden, stattdessen teure Edelstahl-, Glas-, Blechdosen zu kaufen. Aber wie viele Menschen gibt es, die sich das nicht leisten können, auch keine „qualitativ besseren Bio-Lebensmittel“, weil sie sowieso immer am Limit dahinwursteln.
    Die haben gar nicht die Möglichkeit, aus „gesundheitlichen Gründen“ auf Plastik zu verzichten.
    Edelstahl und Alu haben nach derzeitigem Wissensstand keine gesundheitsschädlichen Wirkungen. Allerdings verschiebt sich hier das Problem vom Konsumenten zurück zur Herstellung der Rohstoffe:
    Bauxit – Abbau : Extrem giftig und schädlich für die Arbeiter und die Bevölkerung an den vergifteten Flüssen in Südamerika. Extrem energieaufwändig die Alu-Herstellung mit allen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.
    Oder beim Edelstahl. Über die Eisen- und Stahlgewinnung brauche ich einer steirischen Familie in der Nähe der Eisenstrasse nichts erzählen, aber die Weiterverarbeitung mit Chrom und Nickel ist alles andere als gesund und umweltfreundlich.
    Bei Glas und Porzellan sind derzeit auch keine Gesundheitsbedenken bekannt,(bei Keramik gab es schon öfters Warnungen bezüglich giftiger Glasuren). Genaugenommen sind Glas und Porzellan aber auch „Kunststoffe“, da es sie in dieser Form in der Natur nicht gibt. Sie sind aus natürlichen Materialien künstlich hergestellt. Und genaugenommen ist Erdöl auch ein natürliches Ausgangsmaterial. Früher wurden die Kunststoffe aus Kalk, Kochsalz, Kohle usw. hergestellt, bevor der Siegeszug der Petrochemie begann.
    Leider gibt es jetzt eben die Kunststoffe mit den schädlichen Weichmachern, und viele haben Angst davor.
    Ich finde aber, es ist immer noch wichtiger, was in den Lebensmitteln drin ist, als was aussen herum ist.
    Was die Kuh frißt, die uns Milch und Fleisch gibt, ob natürliches Gras und Heu, oder Genmais und Gensoja.
    Was in unserem Obst und Gemüse drin ist, ob natürlicher Dünger, oder Insektizide, Pestizide, Herbizide, Fungizide, oder GVO. Diese Belastungen im Makro-Bereich finde ich gefährlicher als eventuelle Belastungen einer Plastikdichtung im Schraubverschluss einer Glasflasche im nano- und pico- Bereich.

    Ich bin selbst erstaunt, welche umfangreichen Gedanken Euer Experiment, und die zusammenfassenden Tipps, und meine Erinnerungen an unsere früheren Umweltaktivitäten, ausgelöst haben.
    Bis bald und LG Lucia

    1. Liebe Lucia!

      Grundsätzlich ist eine der wichtigsten Schlüsse, die ich nach nunmehr fast einem Jahr aus unserem Experiment gezogen habe, dass es einfach mit viel WENIGER geht, als ich früher gedacht habe. Und zwar in jeder Hinsicht. Das bezieht sich inzwischen eigentlich auf jede Art von Verpackung, aber natürlich auch auf die Produkte selbst.
      Was die „Ersatzbehälter“ anbelangt, so habe ich auch bei weitem nicht alles ersetzt und die Rexgläser waren ausgesprochen günstig, größtenteils sogar gebraucht. Von den Edelstahldosen verwende ich nur sa. 5 Stück. Eine davon kostet ca 10 bis 12 € (je nach Größe) und ist damit sicher um nichts teurer als eine durchschnittliche Tupperdose.
      Aber wie gesagt: In erster Linie lege ich mittlerweile Wert darauf, so wenig Verpackung wie möglich, egal welcher Art zu kaufen und bei den (für uns) richtigen Dingen zu sparen, damit wir dort, wo es (uns) wichtig erscheint (z.B. Lebensmittel!), NICHT sparen müssen.

      LG Sandra

  29. Bei Tchibo gibt es jetzt Kaffeebereiter aus Stahl für nur 29€. Eine stabile Alternative zu den normalen Glaskannen. Die gehen bei uns relativ schnell kaputt.

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