Die Nachttischlampe. Oder: Wie ein plastikfreies Geschenk alles ins Rollen brachte

Meine Nachttischlampe ( Halogenlampe aus blauem Kunststoff, Anschaffungspreis rund 5 €) hat ein bewegtes Leben hinter sich.

Da neben meinem Bett eigentlich nie wirklich Platz für ein Nachtkasterl war, musste sie lange Zeit ihr Dasein auf dem Boden neben dem Bett fristen, zumeist eingebettet in einige Bücherberge, Zeitungen und diverse Schreibunterlagen. Manchmal habe ich sie sogar zum Lesen ins Bett geholt, wenn die Bücherberge zu hoch wurden…

Plastik ist doch so praktisch…

Der Zustand war aber doch ein wenig unbefriedigend, da sich das ganze Szenario direkt vor meinem Kleiderkasten abspielte und ich sowohl Lampe ( Plastik ist ja so leicht…) als auch Bücherberge zumindest bei jedem zweiten Versuch, Kleidung aus dem Kasten zu holen, zu Fall brachte. Das wurde auch nicht besser, als ich  – damals, einige Zeit bevor ich „Plastic Planet“ gesehen habe und der Film mein Leben veränderte! – das ultimative Plastikergänzungsstück zu meiner Lampe gefunden hatte, nämlich eine durchsichtige Plastikkiste auf Rollen mit blauem Plastikdeckel, die bis zu unserem Experiment als bewegliches Nachtkasterl gedient hat. Sehr praktisch – zumindest auf den ersten Blick….Mein morgendliches Ungestüm führte aber immer wieder dazu, dass ich das „Nachtkasterl“ weiter wegrollte, als es die Kabellänge meiner Lampe zuließ und es dadurch zu mehr oder weniger starken Kettenreaktionen kam. Diese „Abstürze“ machten meine Lampe nicht gerade schöner, aber zugegeben, sie war ja ohnehin nie besonders hübsch.

Ein Geburtstagsgeschenk bringt alles ins Rollen

Auch als ich während der Vorbereitung meines Geburtstagsfestes beschloss, mich von dem rollenden Plastikungetüm neben meinem Bett zu trennen und ein gebrauchtes Nachtkasterl auf meine Geburtstagswunschliste zu setzen, wurde die Lampe noch nicht in Frage gestellt. Erst als ich dann das schöne alte Nachtkasterl, das ich von Werner zum Geburtstag bekommen hatte, an seinen Platz stellen wollte, fiel die Plastiklampe wirklich negativ auf!

Noch ein  Überraschungsgeschenk von Werner

Bei seinem nächsten Besuch brachte Werner dann noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk mit: Eine wunderschöne Edelstahllampe, die die Firma Polzhofer (die offenbar durch Werner auf mein Lampendilemma und das Experiment aufmerksam geworden war)  mir geschenkt hatte.

Das einzige Plastikteil daran ist das Kabel. Die Lampe ist groß und wunderschön und kann einfach nicht vor einem Kleiderkasten auf einem Nachtkasterl stehen, das ständig hin– und hergeschoben wird. Wir werden also diese beiden wunderbaren neuen Stücke zum Anlass nehmen, die Umstellung unseres Schlafzimmerinventars (von der wir eigentlich eh schon seit Jahren reden) endlich wirklich durchzuführen!

Für die alte Lampe suchen wir noch einen „Gnadenbrotplatz“ – vielleicht in Peters Werkstatt…???

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