Ein beinahe aussichtsloser Fall

Wie schon beschrieben, unser erster Versuch eines plastikfreien Einkaufs war nicht unbedingt von großem Erfolg gekrönt.

Beim  Thema Klopapier beispielsweise konnten wir zunächst keinen „plastikfreien Durchbruch“ erzielen. Dasselbe galt für Küchenrollen, Taschentücher und Servietten. All diese Produkte gibt es – wie sich recht schnell herausstellte – einfach nur mit Plastikhülle, zumindest ist es uns nicht gelungen, irgendwo etwas anderes ausfindig zu machen!

Nach sehr intensiven, aber erfolglosen Nachforschungen zum Thema „Klopapier und Co.“ in sämtlichen Bioläden von Graz, kam ich schließlich zur Erkenntnis, dass wir in diesem Fall wohl Kompromisse eingehen müssen. Da bis zum Start unseres Experiments aber noch ein wenig Zeit war, beschloss ich, einfach einmal Vorschläge aus unserem Freundes – und Bekanntenkreis zu sammeln.

Dabei stellte sich recht schnell heraus, wie brisant das Thema war. Viele unserer Freunde hatten sich offensichtlich schon darüber Gedanken gemacht, wie wir da in  Zukunft wohl vorgehen würden. Teilweise wohl auch aus Gründen des Selbstschutzes, denn wer kommt schon gerne in einen Haushalt ohne Klopapier. Und wir bekamen tatsächlich eine Menge – mehr oder weniger gut durchdachte – Vorschläge.

Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Blätter, die von den Bäumen fallen (das war übrigens die Idee unserer Kinder!
  • Altes Zeitungspapier
  • Alte Waschlappen in Kombination mit einem Windelkübel mit Essigwasser, der einmal am Tag entleert wird, um den Inhalt bei 90 Grad zu waschen
  • Diverse Praktiken aus z.B. Indien (Stichwort „linke Hand“)
  • „Waschen statt Wischen“
  • Immer nur auswärts auf´s Klo gehen
  • Das Klopapier (natürlich nur einzelne Rollen ohne Plastik!) von den doch recht zahlreichen Gästen unseres Hauses jedes Mal als „Eintrittspfand“ abkassieren

All diese Alternativen erschienen uns allerdings bei näherer Betrachtung nicht wirklich praktikabel – zumindest nicht über einen längeren Zeitraum!

Daher war ich wirklich sehr erleichtert als ich schließlich doch noch einen ernstzunehmenden Tipp von meiner Freundin Sabine erhielt. Sie meinte, im Großhandel (Metro) noch vor kurzem Großpackungen Klopapier in Karton verpackt gesehen zu haben.

Als ich kurz darauf mit Marlene in Graz war, machten wir also einen Abstecher zu Metro.

Am Anfang hatte ich eher den Eindruck in eine riesige, unüberschaubare Plastikwelt geraten zu sein (ich war vorher auch noch nie dort), aber nach ungefähr einer halben Stunde (wir hatten in dieser Zeit zumindest auch kompostierbares Einweggeschirr und Besteck entdeckt), stießen wir schließlich doch noch auf ein plastikfreies „Klopapier – Servietten – Taschentücher – und Küchenrollenersatzprodukt“: 2–lagige Papierhandtücher (aus Recyclingpapier) in einer 20 mal 160 Stück-Packung aus Karton um 25 €!

Das „echte“ Klopapier war leider auch hier in Plastik verpackt.

Ein weiterer Problemfall löst sich

Wir waren dennoch begeistert und  entdeckten auf dem Rückweg zur Kassa auch gleich noch die Lösung für ein anderes bis dato ungelöstes Problem: Hier gab es „Barillia“-Nudeln in verschiedenen Sorten in der Großpackung (1kg, was für unsere Familie ohnehin nicht allzu groß ist) nur in Karton verpackt, ohne Plastiksichtfenster! Bisher hatte ich nämlich lediglich Lasagneblätter in dieser Form verpackt gefunden. Die sind anscheinend so „unattraktiv“, dass man den Konsumenten kein Plastiksichtfenster zumuten kann….

Das plastikfreie „Klopapierersatzprodukt“ bewährt sich

Jedenfalls haben sich unsere Papierhandtücher mittlerweile (der besagte Einkauf ist jetzt schon mehr als 2 Monate her!) bestens bewährt.

Da sie im Ganzen etwas zu groß sind und dadurch Verstopfungsgefahr gegeben wäre, schneiden wir sie packerlweise in der Mitte auseinander, bevor wir sie in unser schönes Klopapier-Körberl legen!

Die Qualität des Papiers ist für alle genannten Zwecke geeignet (wir haben jetzt allerdings auch noch feinere Taschentücher in Form von Karton verpackten Abschminktüchern) und als Klopapier haben die zerschnittenen Papierhandtücher auch noch den Vorteil, dass keines der Kinder mehr an einer Rolle unkontrolliert anreißen und für einen Klogang die Hälfte davon verbrauchen kann!

Insgesamt haben wir in den letzten zwei Monaten erst sechs der 20 Packerln verbraucht, was einem Gegenwert von 7 € 50 entspricht und somit meiner Meinung nach auch noch eine sehr günstige Variante darstellt.

Von unseren Freunden und Bekannten hat sich auch noch niemand beklagt und mir ist zum Glück auch noch nicht aufgefallen, dass es weniger geworden wären….

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36 Gedanken zu „Ein beinahe aussichtsloser Fall“

  1. Ich finde es immer wieder faszinierend und beeindruckend mit wie viel Elan ihr das Ziel des „möglichst plastikfreien Lebens“ verfolgt! Mich regt ihr damit auf jeden Fall zum Nachdenken an und zum Augen nach plastikfreien Alternativen offen halten.
    Die Augen aufgemacht habe ich auch bei meinem letzten Pragurlaub – in Tschechien gibt’s nämlich Klopapierrollen in Papier verpackt, dafür aber dann jede einzeln… Vielleicht zahlt sich ja ein Großeinkauf beim nächsten Tschechien-Urlaub aus? 😉

    LG Feli

  2. Liebe(r) Feli!

    Danke! Das „möglichst plastikfreie Leben“ ist natürlich etwas sehr Subjektives, aber für mich ist jede einzelne Bemühung, die in diese Richtung geht sehr wertvoll und wichtig. Wenn unser Experiment einigen Menschen Mut dazu macht, selbst auch etwas zu versuchen, hat es sein Ziel aus meiner Sicht schon voll erreicht.
    Mir geben Rückmeldungen wie Deine jedenfalls viel Hoffnung!
    Alles gute weiterhin und auf jeden Fall viel Spass beim nächsten Tschechien-Urlaub.
    LG Sandra

  3. Alle Achtung! Jedenfalls nachahmenswert.
    Ich hätte allerdings eine Frage…und zwar wie Sie das im Kosmetikbereich gemacht haben?
    Gesichtswasser und sowas kriegt man ja vielleicht noch in Glas, aber Duschgel, Hautcreme usw.?
    Gut, eine Alternative wäre Seife zu verwenden (am besten selbstgemachte, ist billig, macht Spaß beim experimentieren und gibt auch prima Geschenke…) oder drastisch einzusparen. Aber Makeup gibts ja zb. wirklich kaum ohne, oder? Selbst die Naturmarken wie Weleda oder Lavera haben zumindest Plastikdeckel auf den Flaschen.
    Wascherde gibts in Kartonverpackungen, allerdings eine sehr gewöhnungsbedürftige Alternative zu Duschgel und Co. wie die 2 seit monaten unberührten Packungen in meinem Badezimmer bezeugen.
    Aber jetzt wird die eigentliche Frage zu einem Monolog.

    Also wenn Sie diesbezüglich Alternativen hätten, wäre ich sehr Dankbar.

    Auf jeden Fall noch viel Erfolg und dass Ihr Projekt viele Nachahmer finden möge!

    Gruß
    Sigrid

    1. Liebe Sigrid!

      Zu diesem Thema habe ich gerade eine Geschichte geschrieben, die sicher bald im Blog stehen wird. Allerdings kann ich gleich verraten, dass es in diesem Bereich tatsächlich einige ungelöste „Probleme“ gibt…..
      LG Sandra

      1. Hallo Sandra!

        Wir waren gerade bei der Filmvorführung von „Plastic Planet“ in Laßnitzhöhe, wo das Thema Körperpflege wie auch Verwendung von Haushaltsreinigern angesprochen wurde. Dazu möchte ich sagen, dass wir nun schon seit 4 Jahren anstatt Seife, Duschgel und Shampoo Lavaerde verwenden. Diese Wascherde enthält keine Tenside und ist dadurch total hautfreundlich und macht Haut und Haare weich. Die Lavaerde die wir verwenden ist auch harmonisiert. Anstatt herkömmlicher Haushaltsreiniger verwenden wir Waschessenzen auf Wasserbasis von Mag. Kloihofer. Das heißt, wir waschen mit 3 Tropfen Waschessenz die Wäsche, geben 3 Tropfen Geschirrspülkonzentrat in den Geschirrspüler, kein Klarspüler und auch kein Salz sind notwendig. Es gibt noch mehr Reiniger für verschiedene Bereiche und diese Essenzen sind alle in kleinen Glasfläschchen mit Pipette.

    2. Liebe Sigrid,
      ja, leider ist die gesamte Bio-Branche in ihrem Kosmetiksortiment genauso plastikorientiert wie alle anderen Anbieter. Besonders bei Weleda verstehe ich diesen Trend nicht. Unser Rezept, das wir seit Lektüre des Buches „Plastic Planet“ im August erfolgreich ausprobieren, sind Seifenstücke statt Flüssigseife, Duschbad und Shampoo. Man spart dabei richtig Geld und Platz im Bad, weil man nicht mehr soviel „ZEug“ kauft. Außerdem sind Seifenstücke fast immer in Papierumhüllung verpackt. Empfehlen darf ich den WEb-Shop Zhenobya, die Alepposeife wie auch Schwarze Seife ist als Körperseife, zum Haarewaschen wie auch für Handwäsche (z.B. Wollkleidung) geeignet. Bis ich diese fand, habe ich etliche Fehlkäufe getätigt, Fazit: in der normalen Drogerie gibt es keine Lösungsansätze. Zum Schminken kann ich leider hier nichts beitragen, weil ich Neurodermitis habe und nichts dergleichen benutzen kann. Aber die Seifen haben meiner Haut geholfen und die Haare gestärkt. Durch den Tipp eines Bekannten konnte ich in unserer Stadt einen Bio-Laden ausfindig machen, wo man sich Spülmittel und flüssiges Waschmittel abfüllen kann (aus einem großen Plastikbehälter, klaro, aber immerhin erspare ich der Umwelt die kleine Plastikflasche).

    1. Hallo Maria und Michaela!

      Ich habe vor kurzem (2 Kommentare weiter oben von Sigrid) den Tipp mit der Wascherde bekommen und sie gleich ausprobiert. Habe auch schon eine Geschichte darüber geschrieben, aber es wird wahrscheinlich noch 2. 3 Tage dauern, bis sie hier zu lesen ist.
      Jedenfalls hab ich bei der Veranstaltung in Laßnitzhöhe schon über meine sehr positiven Erfahrungen damit berichtet. Kaufen kann man sie in Reformhäusern und Bioläden und in Graz z.B. auch beim Brandtner in der Gleisdorfergasse.

      LG Sandra

    1. Hallo!

      Die Lavaerde die wir verwenden stammt von der Firma Tautropfen und wird harmonisiert von Mag. Kloihofer. Die harmonisierte Variante wirkt unserer Erfahrung nach noch besser. Da wir sehr zufrieden damit sind, verkaufen wir sie auch weiter, wie auch die Waschessenzen. Es gibt auch eine Zahnpflege- und „Für die Sonne“-Essenz auf Wasserbasis. Allerdings haben die Glasfläschchen auch einen kleinen Plastikverschluss, damit man die Pipette verwenden kann. Wir sind in Hönigtal – Hönigtaler Str. 10, Gemeinde Kainbach bei Graz zu Hause. Weitere Verkaufsstellen dieser Produkte gibt es in Wien, Unterlamm, Loipersdorf, Fürstenfeld, Unterpremstätten und Großklein. Ein Versand ist auch möglich, muss aber individuell abgeklärt werden.
      LG Maria

    2. Hallo!

      Die Lavaerde die wir verwenden stammt von der Firma Tautropfen und wird harmonisiert von Mag. Kloihofer. Die harmonisierte Variante wirkt unserer Erfahrung nach noch besser. Da wir sehr zufrieden damit sind, verkaufen wir sie auch weiter, wie auch die Waschessenzen. Es gibt auch eine Zahnpflege- und „Für die Sonne“-Essenz auf Wasserbasis. Einen kleinen Plastikverschluss bei der Pipette gibt es aber doch. Wir sind in Hönigtal – Hönigtaler Str. 10, Gemeinde Kainbach bei Graz zu Hause. Weitere Verkaufsstellen dieser Produkte gibt es in Wien, Unterlamm, Loipersdorf, Fürstenfeld, Unterpremstätten und Großklein. Ein Versand ist auch möglich, muss aber individuell abgeklärt werden.
      LG Maria

    3. Hallo!

      Irgendwie funktioniert das Wegschicken meiner Antwort nicht von meinem Computer, jetzt versuche ich es einmal bei einem Bekannten.
      Die Lavaerde die wir verwenden stammt von der Firma Tautropfen udn wird harmonisiert von Mag. Kloihofer. Die harmonisierte Variante wirkt unserer Erfahrung nach noch besser. Da wir sehr zufrieden damit sind, verkaufen wir sie weiter, wie auch alle Waschessenzen, die Zahnpflege- und „Für die Sonne“-Essenz auf Wasserbasis. Allerdings haben alle Glasfläschchen einen kleinen Plastikverschluss, ganz ohne lässt es sich mit einer Pipette nicht machen. Die Lavaerde ist nur in Karton bzw. Papiersack verpackt.
      Wir sind in Hönigtal – Hönigtaler Straße 10 zu Hause, weitere Verkaufsstellen sind in Wien, Unterlamm, Loipersdorf, Fürstenfeld, Unterpremstätten und Großklein. Für mehr Information verwendet bitte meine e-mail Adresse: maria.stix@gmail.com

      L.G.
      Maria

  4. Hallo!

    Habe jetzt schon fast 10x versucht eine Antwort zu senden und nie fuktioniert es. Bitte mailt mir unter maria.stix@gmail.com.
    Wascherde und Waschessenzen sowie Zahnpflegeessenz bekommt ihr in Wien, Unterlamm, LOipersdorf, Fürstenfeld, Unterpremstätten, Großklein und auch bei mir in Hönigtal.
    L.G
    Maria

  5. Liebe Sandra! Kannst du bitte veröffentlichen, welche Haarshampooseife die beste ist und woher du sie beziehst? Bin auch schon auf der Suche nach einer solchen …
    LG Beatrix

  6. Liebe Beatrix!

    Ich hab da hauptsächlich private Quellen, aber von der Firma „Lush“ gibt´s lt. Angaben einiger meiner Freundinnen auch sehr gute Haarshampoonseifen. Ich kenn nur die Filiale in Graz (Seiersberg) und in Wien auf der Mariahilferstraße, aber ich nehm an, dass es noch mehr Filialen gibt.

    LG Sandra

    1. Hallo,
      ich wollte schon Lush vorschlagen, als ich gerade gelesen habe, dass das eh schon bekannt ist. Ih selbst kaufe gern dort ein! Wer Wert legt auf ein bisschen Duft, findet dort statt Duschgels auch viele Seifen, die aus natürlichen Zutaten hergestellt werden (etwa Früchten, Honig, echter Vanille, etc.) und in Papier verpackt werden. Statt Cremes gibt es dort auch Körperbutter.

      bin übrigens begeistert von diesem Blog und finde es wirklich anregend und hilfreich zu sehen, dass es so viele Alternativen gibt – nur weiter so!

      LG Veronika

  7. Liebe Gegner von Pastikmüll
    Bisher wog ich mich in der Betrachtung der Tatsache , akribisch den Plastik von Restmül lund Bioabfall zu trennen und haufenweise gelbe Säcke damit zu befüllen ,in der Annahme alles würde gewaschen und wiederwerwertet. Nun sehe ich das anders und mir fällt dazu ein,wie oft ich bemerkte wie auffallend viel Plastikmüll bei meinen Jungs anfiel ,wenn ich nicht regelmässig selbst die benötigten Süßwaren herstellte. Nun wird es mir (vermutlich zum Leidwesen meines Mannes )eine Ehre sein ,zukünftig dafür Sorge zu tragen die Verwendung diesbezüglich stark einzuschränken.Das ist ein globales Problem aber nur gemeinsam können wir stark sein .

  8. vor einigen (vielen?) Jahren gabs ein Klopapier von „Danke“ dass in Papier verpackt war (8 oder 10 Rollen) wieso wurde das aufgelassen? gesehen habe ich es nicht mehr…

  9. Hey Sandra,

    ich danke dir/ euch mal wieder für die tollen Tipps. Ihr seid für mich immer noch eine große Hilfe! Mein Leben ohne Plastik ist ganz schön spannend, weil ich dauernd was Neues entdecke. Bisher ein kleines Resumee:

    -> DUSCHEN/ BADEN/ HAAREWASCHEN/ CREMEN / ZÄHNEPUTZEN

    Wascherde eignet sich wirklich sehr gut zur Körperreinigung und meine Freundin verwendet es jetzt nur noch zum Haarewaschen (sie hatte vorher fettiges Haar, jetzt nicht mehr 🙂

    Eine milde Seife, die auf pflanzlichen Tensiden beruht, ist für mich zum Waschen ebenfalls sehr angenehm. Am Stück war sie im Karton verpackt. Wichtig dabei ist, darauf zu achten, ob die Tenside auf Palmkernöl basieren, weil dafür leider der Regenwald kahl raisert wird …

    Es gibt Haarseife von http://www.waschbaer.de und mit dem festen Shampoo von Lush habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.

    Feste Creme fürs Gesicht und die Hände nutzen ich bei Bedarf ebenfalls von Lush.

    Badezusatz besteht bei mir aus Olivenöl plus ein paar Tropfen ätherische öle (alles bio). In der Galsflasche aufbewahrt und mit dem Korken verstopft 🙂

    Zähneputzen mit Wascherde ist auch … interessant 🙂 . Bin aber auf Zahnsalz umgesteigen. Du hast mal vom normalen Haushaltsalz gesprochen, aber da habe ich gelesen, dass es zu abrasiv ist. Zahnsalz gibt es ohne Zusätze und für die Flourid-Befürworter auch mit Flourid.

    Ich habe auch schon Lidschatten von Gruene Erde ausprobiert (in Frankfurt gibt es einen Shop, da ist gerade alles reduziert) und meinen ersten Rasierhobel aus Metall bestellt. Bin gespannt 🙂

    -> PUTZEN UND WASCHEN

    Auch hier habe ich mir eure Tipps zu eigen gemacht und putze nur noch mit Essig und Zitronensäure – das klappt genauso wie vorher.

    Aber das Waschen ist ein Problem … Öko-Waschmittel im Karton finde ich gar nicht. Ecover wurde stark kritisiert dafür, dass sie Tierversuche durchführen und Palmkernöl aus nicht kontrolliert bilogischem Anbau nutzen. In unseren Bioläden wird es sogar gar nicht mehr geführt. Ich habe noch mal eine Produktanfrage gestellt, aber bisher keine Antwort.

    Bei Sodasan habe ich Waschmittel im Papiersack gefunden und es vor Kurzem bestellt. Meine Euphorie hat sich jedoch schnell wieder gelegt, als ich den Papiersack öffnete und sich darin ein Plastiksacke LPDE befand. Ich verstehe ja, dass das Waschmittel nicht klumpen soll und daher vor Feuchtigkeit geschützt werden muss, aber irgednwie schaffen es ja sogar konventionelle Hersteller ihr Waschpulver im Karton zu verpacken …

    Beim Spülmittel muss ich auch noch weiter suchen. Vielleicht bastele ich mal welches selbst. 🙂

    KÜCHE

    Habe eine Klean Kanteen Flasche (Edelstahl und Verschluss ohen BPA), von der ich hoffe, dass sie eine Anschaffung fürs Leben ist. Bisher sehr empfehlenswert – man sollte nur darauf achten, dass man den passenden Verschluss mit bestellt (da gibt es mehrere Varianten- je nach Bedarf)

    Einweckgläser eignen sich oft anstelle von Plastikdosen. Habe auch zwei Edelstahldosen bei Ebay ersteigert, die ihre Dienste leisten. 🙂

    Müllsäcke für Bio sind überflüssig – sammele ich in einem verschlossenen kleinen Behälter und dann geht es schnell ab in die Bio-Tonne. Mit Restmüll handhabe ich das ähnlich.

    ESSEN

    Gemüse/ Obst wird eh regional und meistens ohen Palstik geholt.

    Brot geht auch gut.

    Nudeln von Barilla im Karton, aber hat da jemand was in bio?

    Reis im Karton suche ich dringend … fair und bio bitte (wenn er im Karton ist, ist er meist im Plastik-Kochbeutel …)

    Und bei Süßigkeiten habe ich noch meine Probleme (sie sollte ja auch noch vegan und bio sein …) Und Kaugummis … Morgan hat zwar mal ein Rezept zum Selbermachen gepostet, aber dazu konnte ich mich noch nicht aufraffen … 🙂

    Fazit:

    Vieles hat sehr gut geklappt. Einiges war am Anfang etwas teurer, aber dauerhaft ist es sicher nicht teurer als mein vorheriges Leben. Regional, saisonal und ohne Fleisch spart schon Einiges und da ist für mich als Studentin finanziell auch bio und fair drin.

    Aber so ganz zufrieden bin ich ja noch nicht. Derjenige, der folgende Produkte findet, hat bei mir auf jeden Fall einen gut … 🙂

    Ich suche:

    – Süßigkeiten (bitte vegan 🙂 und Kaugummis ohne Plastik …

    – Öko-Waschmittel ohne Plastik und ohne Tenside auf Palkernölbasis (oder mindestens aus Palmkernök aus kbA) …

    – Nudeln und Reis im Karton. (Barilla ist schon ganz gut, bio wäre noch besser.)

    ((- Feinstrumpfhosen in bezahlbar, aber ohne Plastik))

    Einen schönen sonnigen Tag und viele Grüße

    Yvi

  10. Hallo,
    zum Thema Taschentücher: was haltet ihr denn von Stofftaschentüchern, ich habe einige alte von meiner Oma mit hübschen aber dezenten Blümchenmustern, ich benutze sie erst seit ungefähr zwei Jahren, sie sind so dünn, das sie in der Wäsche keinen Unterschied machen, und bei ordentlich Schnupfen sind sie viel weniger reizend als Papier, die Verpackungsfrage hat sich damit auch erledigt, und unhygienisch finde ich es auch nicht,
    schöne Grüße,
    Nina

    1. Ich habe Stofftaschentücher ausprobiert und fand sie ehrlich gesagt sehr rauh. Das Thema hatte sich daher für mich schnell erledigt. Wenn du jetzt allerdings sagst, dass deine Taschentücher weniger reizend sind als Papiertaschentücher, dann waren meine möglicherweise einfach nur ein Fehlgriff? Kennt da jemand eine Marke oder weiß, worauf man beim Kauf achten sollte? Ich werde mich auch mal wieder auf die Suche machen und bescheidgeben, falls ich fündig werde. Vielleicht interessiert es ja auch noch andere. 🙂

  11. Meine Stofftaschentücher habe ich bei http://www.witt-weiden.at gekauft, allerdings schon vor ca. 20 Jahren zum letzten Mal. Und sie halten immer noch! Im Sommer wasche ich sie viel häufiger als im Winter, weil ich die Stofftaschentücher zum Schweiß abwischen nehme, ich schwitze sehr viel. Dann einfach zur Kochwäsche in die Waschmaschine und selbstverständlich werden sie durch oftmaliges kochen immer weicher.
    Ich habe gerade nachgeschaut, es gibt sie immer noch dort zu kaufen. Interessant ist, daß es für Herren eine große Auswahl gibt, für Frauen wie mich aber nicht.
    Und Geschirrtücher und Handtücher dieser Firma kann ich auch empfehlen, aber ob da irgendetwas bio ist, bezweifle ich. Es sind jedenfalls hochwertige, langlebige Produkte, die es im Supermarkt ums Eck nicht gibt.
    Viele Grüße
    Charlotte

  12. Ehrlich gesagt finde ich Stofftaschentücher unhygienisch.
    Wenn man das Tuch nicht sofort nach Gebrauch in die Waschmaschine steckt, trocknet das Sekret ein und beim erneuten Gebrauch verteilt sich der Staub dann in der Luft -und mit ihm alle Viren!
    Da ich kaum Kochwäsche habe, müsste ich Hunderte von benutzen Taschentüchern horten um mal ne Maschine vollzukriegen!

  13. Hallo!
    Ich bin vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, als ich die Krautwaschl`s im Fernsehen gesehen habe.
    Das finde ich super, habe mich vorher nie damit beschäftigt, obwohl ich schon immer Bio kaufe und auf Nachhaltigkeit wert lege.

    Ich habe die letzten Tage viel gelesen, überlegt und notiert. Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich so viel Plastik wie möglich aus meinem Haushalt verbanne.
    (Aus kostengründen kann und will ich nicht alles wegwerfen sondern umstellen wenn leer oder kaputt).

    Aber einige Dinge finde ich doch schwer.
    Zum Beispiel Tampons und Slipeinlagen. Da ist doch auch immer Plastik dran.
    Hab zumindest noch nichts ohne gefunden.
    Und womit wischt ihr. Bei mir sind sowohl Putzeimer, als auch Wischer aus Plastik.
    Nen Metalleimer finde ich irgendwo nicht schön, so schwer und zerkratzt vielleicht das Laminat?

    Boden- bzw. Schmierseife gibt es übrigens bei Manufactum in der Glasflasche, allerdings mit Plastikschraubverschluss.
    Bei http://www.manufactum.de gibt es übrigens viele schöne Dinge. Bestelle mir nachher die Holzwäscheklammern. Achso, wo hängt ihr Wäsche auf? Plastikleine??

    Wie gesagt, viele Sachen stellen für mich noch eine Herausforderung dar. Aber mit der Zeit denke ich findet man für alles die persönlich passende Lösung.

    Liebe Grüße
    Catharina

    1. Die Bodenseife bei Manufactum ist leider doch eine Kunststoffflasche.
      Sieht nur aus wie eine Glasflasche, hab ich eben nicht richtig gelesen.
      Trotzdem gibts da schöne Sachen…

    2. Liebe Catharina!

      Möchte in erster Linie mal das „Frauenproblem“ ansprechen, da das am Blog soviel ich weiß eh noch nie Thema war. Es gibt tatsächlich auch in diesem Bereich völlig plastikfreie Alternativen, wenn sie auch sicher ein wenig gewöhnungsbedürftig sind.
      Ich jedenfalls verwende seit fast 3 Jahren nur mehr Frotteebinden (waschbar und in Österreich z.B. bei der Fa. Popolino erhältlich) und eine so genannte „Mooncup“ (Mondtasse – aus medizinischem Silikon), die unverwüstlich ist und immer wieder verwendet werden kann, als Tamponersatz. (siehe dazu diverse Internetseiten!!).
      Dabei fällt also überhaupt KEIN MÜLL mehr an!!
      Für Reisen verwende ich hin und wieder Tampons und Binden aus dem Bioladen, die zumindest in der hautnahen Schicht kein Plastik beinhalten und umweltfreundlich erzeugt werden.

      Wenn Du (oder andere Leserinnen des Blogs) dazu noch genauere Infos brauchst, bitte einfach ein kurze Mail an keinheimfuerplastik@aon.at!

      Lg und viel Spass beim Ausprobieren
      Sandra

  14. Ich habe ein Wischsystem von HaRa. Der Wischer ist aus metall, der Wischbezug allerdings aus Mikrofaser.
    der hält aber auch ewig, man wäscht ihn in der Waschmaschine und danach ist er wie neu. Er tut mittlerweile schon bals 10 jahre seinen Dienst.
    Bei anderen Firmen gibt es Wischbezüge aus Baumwolle. Mit denen bin ich allerdings nicht so zufrieden, aber für Fliesen und Stein sind sie besser als für den PVC-Boden, den wir in unserer Mietwphnung haben.
    Vor dem Zinkeimer habe keine Angst – so viel schwerer ist der nicht. Ich habe einen Wäschekorb aus Weide und man hatte mich geart, er wäre zu schwer für den Dauergebrauch. Aber im vergleich zu dem gewicht der nassen Wäsche ist das zusätzliche gewicht des Weidenkorbes ein Nichts!
    Stelle ein Tuch unter den Eimer, dann zerkratzt er auch nichts.
    Da Laminat ohnehin nur nebelfeucht gewischt werden soll, reicht es auch vollkommen, den Eimer nur zu einem Drittel zu befüllen.

    Meine Wäscheleine ist tatsächlich noch aus Plastik. Sie war schon auf dem Trockenboden gespannt, als wir eingezogen sind und ich werde sie erst ersetzen, wenn sie kaputt ist. Dann kommt ein hanfseil von einem Seiler dran. Hanf rottet nicht und färbt nicht ab.

    Slipeinlagen benutze ich gar nicht – ich finde, wenn man seine Unterwäsche täglich wechselt, braucht man keine.
    Bei der Monatshygiene nehme ich das Plastik um die „Stöpsel“ in Kauf, da gibts für mich keine Alternative.

    1. Einen Wischer aus Metall habe ich auch eben im Internet gesehen. Gefällt mir gut.
      Und über den Metalleimer habe ich den ganzen Tag nachgedacht und fand ihn immer besser. 😉
      An viele Sachen muss man sich auch vielleicht einfach nur gewöhnen.
      Ist einfach ungewohnt, wenn sonst immer alles Plastik war…

      1. Liebe Catharina!

        Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Ich persönlich finde mittlerweile meine Metall – und Emaillegegnstände jedenfalls um Vieles schöner als die ausgemusterten Plastikdinger – und das obwohl die meisten dern „neuen“ Gegenstände gebraucht sind…

  15. Bei Gebrauchsgegenständen, die ewig halten wie z.B. Besen und Wischer bin ich nicht so streng und werde sie erst austauschen wenn sie kaputt sind. Auch den Kübel finde ich nicht so schlimm, da ich ihn ja nur fürs aufwaschen der Böden verwende und nicht direkt für mich und meinen Körper. Sollte er jedoch mal kaputt sein, werde ich ihn mit einem Metalleimer ersetzen.

    Zum putzen verwende ich mittlerweile nur noch Essig und Zitronensäure.

    Nudeln und Reis gibts nach wie vor bei Spar in Karton.

    Da ich eine Naschkatze bin stehe ich ständig vor den Naschregalen in sämtlichen Supermärkten und hoffe auf Neuigkeiten ohne Plastikverpackungen. Fündig wurde ich bisher nur bei Schokolade, z.B. Lindt, Schogetten und Suchard, die jeweils in Karton und Alufolien verpackt sind. Spar hat Eigenmarke-Schokos, die total gut schmecken und sehr günstig sind.
    Toblerone ist ebenfalls nur in Alufolie und Karton verpackt. Schokobananen dürften auch plastikfrei sein.
    Eine ganz tolle Firma ist Hauswirth, habe ich allerdings noch in keinem Supermarkt gefunden. Da liegen die Schokopralinen ganz ohne irgendwas drumherum im Karton!!!

    Dafür würde ich noch Lebkuchen und Knabbergebäck suchen!

    Lg Sibylle

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