Plastikfreie Einkaufsliste

(Fortsetzung zu „Es gibt sie doch: Lebensmittel ohne Plastik“)

Schon in der Vorbereitungszeit unseres Experiments haben wir festgestellt, dass es grundsätzlich nicht so schwierig ist, Lebensmittel ohne Plastik einzukaufen, besonders wenn es sich um frische Ware handelt. Dennoch haben sich auch bald einige Dinge herauskristallisiert, die nicht so einfach in jedem Supermarkt zu finden sind.

Vieles davon lässt sich aber in diversen Bioläden, Reformhäusern, im Bio-Supermarkt oder auf Märkten finden; in unserem Fall teilweise auch bei Landwirten in der unmittelbaren Umgebung.

Einige Möglichkeiten möchte ich an den folgenden Beispielen aufzeigen:

  • Milch: Da uns die Mutter meiner Freundin Sabine dankenswerter Weise eine alte Metallmilchkanne zur Verfügung gestellt hat, holen wir die Milch zurzeit bei einem Bauern ganz in unserer Nähe. Außerdem habe ich in verschiedenen Bioläden und auch im Bio-Supermarkt noch Milch in Glasflaschen gefunden. Leider kommt die Einzige, die einen Metallschraubverschluss hat aus Deutschland, aber auch bei den Flaschen mit Plastikdeckel, hat man den Vorteil, dass die Milch ja damit kaum in Berührung kommt, und vor allem eine Menge Müll vermieden werden kann! In Graz gibt es auch noch mehrere Milchautomaten!
  • Sauerrahm, Schlagobers, Joghurt: Gibt es ebenfalls in Bioläden und teilweise auch mit Metallschraubverschlüssen.
  • Topfen: Habe ich in mehreren Bioläden „offen“ gefunden. Er schmeckt viel besser als herkömmlicher „Packerltopfen“. Ich lasse ihn mir in ein kleines Rexglas füllen.

Ohne Plastik schmeckt’s besser!

Ich finde, bei all diesen Produkten lohnt sich der (teilweise) etwas höhere Preis absolut und zwar nicht nur wegen der Gesundheits- und Umweltaspekte, sondern weil sie wirklich viel besser schmecken, als herkömmlich verpackte.

Was man allerdings bedenken sollte, ist die teilweise kürzere Haltbarkeit. Dasselbe gilt übrigens auch für Käse und Wurst, wenn man sie offen kauft. Da wir unsere Einkäufe aber jetzt ohnehin etwas genauer vorausplanen als früher, ist das kein Problem. Ich habe im Gegenteil sogar eher das Gefühl, dass uns vor dem Experiment öfter als jetzt etwas schlecht geworden ist, da es in der Fülle des Angebotes im Kühlschrank übersehen wurde.

  • Müsli: Offen im Bioladen in sehr guter Qualität (verschiedene Mischungen) und teilweise sogar günstiger als abgepackte Müslis. „Gittis“-Müsli gibt es wie schon erwähnt auch in Papier und Kartonpackung.
  • Gewürze, Vanillezucker: Das war zuerst ein echter Problemfall. Ich hatte es schon fast aufgegeben da noch etwas ohne Plastikverpackung zu finden, als mir Brigitta bei meinem Geburtstagsfest den entscheidenden Tipp gab. Ein kleines Geschäft in der Grazer Innenstadt („Brantner“) entpuppte sich als das wahre Gewürzeparadies. Hier werden die Gewürze auch noch in großen Gläsern aufbewahrt und man kann sich alles in Papiersackerl oder mitgebrachte Behälter abfüllen lassen. Ich finde, es lohnt sich nach solchen und ähnlichen Geschäften zu suchen. Gewürze lassen sich ja gut auf Vorrat kaufen und somit kann man sich, wenn man ohnehin in der Nähe ist, gleich für einen längeren Zeitraum eindecken. Das ist für uns ziemlich wichtig, weil es ein Teil unseres Experiments ist, dass wir keine extra Wege (vor allem nicht mit dem Auto!) fahren wollen.
  • Rosinen, Nüsse, Mandeln,Trockenobst: Auch hier bin ich in Bioläden und teilweise auch auf Bauernmärkten fündig geworden. Allerdings sollte man sich immer einen Behälter oder Papiersackerl mitnehmen, da auf den Märkten leider fast immer nur Plastiksackerl verwendet werden.
  • Kaffee: Als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin werde ich dieses Thema ein wenig ausführlicher behandeln. Es gibt zwar z.B. bei Tchibo offenen Kaffee zu kaufen (und man kann ihn sich sogar in Papiersäcke verpacken lassen, aber nicht in der von mir bevorzugten Bio-und Fairtrade Qualität. Allerdings hatte ich letzte Woche (als ich diesbezüglich wieder mal in einer Tchibofiliale vorsprach) das Glück, dass gerade ein so genannter „Raritätenkaffee“ offen erhältlich war. Dabei handelt es sich laut Auskunft der Verkäuferin um spezielle Kaffeesorten in Bioqualität aus kleinen Anbaugebieten, wo auf  Natur schonenden Anbau geachtet wird. Ich hoffe sehr, dass es stimmt, was sie mir gesagt hat, denn dieses Produkt hat einen doch recht stolzen Preis: 8,99 € für ein halbes Kilo!

Konsum und Lebensqualität – ein neues Verhältnis entsteht

Nach einigem Nachdenken, nahm ich mir vor, etwas weniger Kaffee zu trinken. Denn dieser Preis entspricht genau dem, was Kaffe eigentlich ist: Ein Luxusgut, das in der Produktion extrem viel Wasser und Energie verbraucht und auf jeden Fall nur über sehr lange Transportwege zu uns kommt. Wenn man so ein Produkt dann auch noch billig und in großen Mengen konsumieren will, ist die Plastikverpackung wahrscheinlich nicht das größte Problem – weder für die Umwelt, noch für die Gesundheit.

Am Beispiel Kaffee lässt sich also sehr gut erkennen, wie komplex die Zusammenhänge und Probleme sind, wenn man beginnt, sich kritisch mit dem eigenen Konsumverhalten auseinander zu setzen. Eine Frage, die wir uns diesbezüglich sicher alle stellen dürfen, beschäftigt mich momentan sehr: Wie viel Konsum und vor allem welche Art von Konsum trägt wirklich zu einer guten Lebensqualität bei?

Oder, um es noch einmal am Beispiel Kaffee zu konkretisieren:

Was verändert sich für mich, wenn ich nur mehr 1 Tasse Kaffee (in Bio-Qualität, ohne Plastikverpackung um rund 9 € pro halbem Kilo) pro Tag trinke, anstatt 2 bis 3 Tassen (konventionell angebaut und verpackt um rund 3 € pro halbem Kilo)?

Solche und ähnliche Fragen für uns zu beantworten, ist jedenfalls ein sehr wichtiger Aspekt unseres Experiments.

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30 Gedanken zu „Plastikfreie Einkaufsliste“

    1. Liebe Edith!

      Ich nehme, wenn ich Fleisch kaufen will einfach einen entsprechenden Behälter (meistens eine Auflaufform aus Edelstahl) mit und lasse es mir dort hinein geben. Je nach Menge kann man natürlich auch kleinere Metall- oder Keramikbehälter nehmen.
      Für Käse und Wurst gilt prinzipiell das Selbe, wobei es vor allem bei Hartkäse und Wurst im Ganzen auch sehr gut funktioniert, sie nur inein Papiersackerl verpacken zu lassen (siehe: „Es gibt sie doch noch: Lebensmittel ohne Plastik“).
      Viel Spass beim Ausprobieren
      Sandra

  1. zu miss h.:
    eigentlich ist es möglich, dass die milch nur minimal mit plastik in berührung kommt (beim melken). wir sind selbst milchbauern, und ich hab jetzt eine weile gegrübelt und überlegt, kann aber nur eine einzige stelle in unserem melksystem entdecken, die aus plastik ist, nämlich der schlauch vom melkstand in den großen sammelbehälter.

    Astrid

    1. Liebe Astrid!

      Das finde ich echt super! Ich möchte unser Experiment zwar auch nicht so verstanden haben, dass wir jetzt nahezu hysterisch jede Berührung mit Plastik vermeiden wollen, aber ich finde einfach jeden Versuch, es zu vermeiden gut! Man sollte dabei finde ich nie aus den Augen verlieren, dass es um 2 ganz wichtige Aspekte geht (direkte Gesundheitsgefährdung durch schädliche Inhaltsstoffe von Plastik und Müllvermeidung!). Für mich stellt jeder Aspekt für sich, einen absolut ausreichenden Grund dar, Plastik so weit wie möglich zu vermeiden.
      Das gilt eben auch bei der Milch: Die „Berührung“ mit Plastik (durch z.B. Melkmaschinen), ändert nichts daran, dass ich es besser finde, die Milch nachher in Glasflaschen aufzubewahren und damit zumindest in diesem Bereich keinen Müll mehr zu produzieren! Außerdem schmeckt sie uns besser und ich hab bei Glasflaschen einfach auch bezüglich Schadstoffabgabe keine Bedenken (schließlich hab ich die Milch ja viel länger im Kühlschrank als sie möglicherweise durch den Plastikschlauch einer Melkmaschine fließt.)

      LG Sandra

  2. Liebe Sandra!
    Da hast du völlig recht! Diese wirklich minimal kurze Phase (Plastikschlauch-Milchwanne) schadet der Milch sicher nicht :-). Und Milch schmeckt in Glasflaschen wirklich besser!

    LG,
    Astrid

  3. Liebe Sandra!

    Leider gibt es bei uns in Mattersburg überhaupt keine Möglichkeit, Milch in Glasflaschen zu bekommen. Unser einziger Milchautomat wurde im Zuge der Euroeinführung geschlossen. In diesem Punkt musste ich kapitulieren. Woanders hinzufahren (Wr. Neustadt) würde die Umwelt durch zusätzliches Autofahren unnötig belasten. Ich hoffe, die großen Supermärkte reagieren auf das Experiment und bieten – so wie früher – Milch, Frufrus,… in Glasflaschen an.

    LG
    Dagmar

  4. Liebe Dagmar!

    Ich kenne dieses Problem sehr gut. In dem Ort, wo ich wohne, kann man die Milch zum Glück noch direkt vom Bauern holen. Das ist für uns eine sehr angenehme Variante, vor allem weil diese Milch auch uns allen besser schmeckt.
    Ich bin beruflich oft in Graz, so dass ich dort auch öfters Milch in Glasflaschen gekauft habe. Extra deshalb mit dem Auto zu fahren, käme aber für mich auch absolut nicht in Frage.
    Greenpeace hat zur Zeit übrigens eine Kampagne laufen, wo man direkt an Supermärkte schreiben kann, dass man gerne wieder Mehrwegflaschen kaufen würde. (Findest du sicher unter http://www.greenpeace.at bzw. bei telefonischer Anfrage unter 01/545 45 80). Ich frage auch oft in den Supermärkten direkt nach, wobei mir aufgefallen ist, dass die Auskünfte darüber, warum es das nicht mehr gibt, sehr unterschiedlich sind.
    Auf jeden Fall hoffe auch ich sehr, dass sich an diesem Zustand längerfristig was verändern läßt und wünsche dir inzwischen viel Glück und Spass beim möglichst plastikarmen Einkaufen.

    LG Sandra

  5. Liebe Sandra, das Thema Lebensmitteleinkauf ohne Plastik war sehr interessant, ich habe wieder einige neue Tipps bekommen.
    Wie schon mehrmals erwähnt, bin ich kein absoluter Plastikfeind. Kein Wunder, wenn man das „Zeitalter vor Plastik und Kühlschrank“ erlebt hat! Einzelheiten möchte ich Euch ersparen, aber das Plastiksackerl war für uns eine Erleichterung und ein Fortschritt. Allerdings war es relativ teuer, so daß wir es oft sogar ausgewaschen und wiederverwendet haben! Der hohe Preis bewahrte uns aber auch davor, es gedankenlos zu verschwenden, wie es leider jetzt oft der Fall ist.
    Bezüglich offen zu kaufender Lebensmittel seid Ihr in Graz wieder besser dran. Bei uns gibt es derzeit nirgends Milch in Glasflaschen. Da passt es gerade gut, wenn ich erzähle, wie uns vor Jahren die Milchflasche“abgewürgt“ worden ist . Es wurde immer weniger angeboten, am Vormittag gab es schon nur noch Packerl. Auf die Anfrage an der Kasse gab es nur die Mitteilung:“Wir bekommen nicht mehr geliefert!“
    Die Kassierin gab die Kundenwünsche offensichtlich nicht weiter, und es kam niemand auf die Idee, sich an den Filialleiter oder direkt an die Handelskette mit einer Beschwerde zu wenden. Auf einmal hiess es, da besteht keine Nachfrage, dann gab es keine Glasflaschen mehr. Ich habe einmal eine Geschäftsfrau persönlich darauf angesprochen, sie sagte:“ Naja, ich biete zwar noch Glasflaschen an, wegen meiner Stammkunden, aber Geschäft ist das für uns keines!“
    Ich habe dann einige Jahre bei Bauern in zu Fuß erreichbarer Nähe die Milch geholt, die aber bald auf Mutterkuhhaltung umstellten, weil der Milchpreis zu niedrig war. Auch die Automaten sperrten der Reihe nach zu. So hat man oft den guten Willen, aber keine Möglichkeit zur Umsetzung.
    Zu offener Wurst und Käse: Unsere Metzgereien und Feinkostabteilungen bieten fast nur das beschichtete Papier an, in normalem Papier trocknet es schnell aus, Alu kommt für mich nicht in Frage.
    Offene Gewürze würden mich sehr interessieren, hier keine Chance, nicht einmal im Weltladen.
    Kaffee: Diese Super-Gedanken und Fragen, die Du hier geschrieben hast, wären in vielen Bereichen wichtig!
    Konkrete Frage, was ändert sich für mich, wenn ich weniger Kaffee trinke? Ich fühle mich müde, lustlos, ohne Schwung… Ich sollte eigentlich Tropfen gegen niederen Blutdruck nehmen, aber die enthalten auch nur Coffein, da genieße ich lieber meineTasse Kaffee!
    Was ich vorher von der Milchflasche erzählt habe, dasselbe ist uns letzten Sommer mit Mineralwasser passiert! In allen unseren Geschäften war keine normale Kiste mit Glas-Pfand-Flaschen mehr zu bekommen, nur die 6er-Packung 1 1/2 l PET-Flaschen in der Plastikfolie!
    Ich bin schon wieder viel zu ausführlich geworden und verabschiede mich für heute.
    Bis bald! LG Lucia

  6. Offene Gewürze sind schwierig zu bekommen.

    Habe unlängst bei Sonnentor nachfragen lassen (hab es glaube ich schon erwähnt?) und die verwenden kompostierbares „Plastik“. Es steht auf der Verpackung angegeben. Ich weiß jetzt nicht genau, welche Produkte das sind (Innenverpackung der Tees, Gewürze?, Bio Bengelchen produkte?), aber ich weiß, dass sie daran arbeiten, auch die Plastik Verpackungen der Tees aus natürlichem Kunststoff zu machen.

    Ich denke, dass NaKu bei vielen Produkten besser wäre (vor allem Lebensmittel), man kauft das Produkt und wirft die Verpackung weg. Plastik ist doch in dem Fall total unnötig!

    Lg, Laura

  7. zu den Plastikdichtungen in Flaschen:
    ok – klar wenn es keine Säfte mit Korken gibt kauft man die mit Schraubverschluss und Gummidichtung.
    – aaaber daheim habe ich dann Korken für die Flasche 🙂 und zwar Holzgriff-Korken! Die lassen sich schön wiederverwenden und sind einfach anzuwenden.
    Wenn man Saft macht kann man normale Korken verwenden – die bewähren sich immerhin auch bei Wein.
    glg

  8. Hallo zusammen! Ich trinke keine Milch – nur Hafer oder Soja“milch“ (natürlich Bio), allerdings gibt es diese nur um Tetrapack. Ist diese Verpackung gleich Plastikmüll? Ich würde gerne in Flaschen o.ä. kaufen, aber das geht ja leider nicht. Oder kennt jemand eine Firma die das Getränk in Flaschen verkauft?

  9. Liebe Annett!

    Du sprichst ein ähnliches Problem an wie unlängst eine Frau, die Tofu und vegetarische Würste ohne Plastikverpackung kaufen wollte.
    Beides hab ich leider bisher noch in keinem Bioladen oder sonstwo ohne Plastikverpackung gefunden. Tetrapacks sind schon alleine deshalb sehr problematisch, weil es sich dabei um ein Verbundmaterial aus Plastik, Karton und teilweise auch noch anderen Materialien handelt.
    Es bleibt uns als KonsumentInnen zur Zeit offenbar nur die Möglichkeit immer wieder in den Geschäften nach Alternativen zu fragen und auch andere Menschen dazu zu animieren (oder ganz auf diese Produkte zu verzichten, was aber in manchen Fällen sicher sehr schwierig ist).
    Leider kann ich Dir im Moment keine bessere Möglichkeit nennen, aber vielleicht ergibt sich ja über die anderen LeserInnen des Webblogs noch etwas.

    LG Sandra

  10. Nun gibt es allerdings ein großes Problem bei deinem Experiment:
    Die Giftstoffe aus dem Plastik wie z.B. Bisphenol a sind 1) auch in Dosen und in Flaschen mit Metalldeckel (die haben einen Plastikeinsatz) und 2) reicht allein schon dieser Plastimeinsatz aus, da Plastik abdampft, ein Lebensmittel oder Wasser stark mit Gift zu belasten. Da braucht das Wasser den Deckel nicht zu berühren. 3) steckt das Gift natürlich auch in Jogurtbechern, da Alluminium (Deckel) hormonartig im Körper wirkt und die Menge an Kleber für den Deckel reicht das Lebensmittel weit über alle Grenzwerte zu verderben.

    Die einzige Lösung: Komplett auf jegliche Verpackung verzichten. Ich selber arbeite dran, allerdings ist das sehr schwehr…

    1. 1. wie komst du darauf dass jeder kunststoff bisphenol A enthält, geschweige denn abgibt?
      2. plastimenteinsatz im metalldeckel?? was wäre das denn bitte? – plastik dampft ab – was machst du mit deinen verpackungen? wohl keinen ordnungsgemässen gebrauch 😉
      3. das gift steckt in den joghurtbechern – vermutlich hast du da unfreiwillig recht, denn ich würd mir teilweise mehr gedanken über das verpackte gut machen, anstatt über das andernorts ja so gelobte aluminium oder den fedeckelkleber (?)

      wenn auch nur irgendwas annähernd so wäre wie du es siehts wären die ktrankenhäuser voll vergifterter menschen und die gefängnisse voller verpackungshersteller.

      mögen dir bei deinem versuch auf verpackungen nicht zu viele wertvolle lebensmittel verderben und ansonsten solltest dich nicht zu tode fürchten

      schönen tag noch

  11. Ja leider verzichten immer mehr Supermärkte auf Glasflaschen, irgendwie traurig, dass in manchen die einzigen Glasflaschen Bier beinhalten. Ich habe erst heute einen Artikel darüber geschrieben 🙂

    Ach ja der Kommentar vor mir schein Spam zu sein 😉

  12. hallo allseits,

    gibt’s in Graz eigentlich noch irgendwo Milchautomaten?
    ich kenne den in Alt-Grottenhof (bei der Fachschule), dieser ist aber leider zu weit weg für uns und den zweiten mir bekannten in Gösting (Anton-Kleinoscheg-Straße Ecke Costellagasse) gibt’s leider nicht mehr.
    Darum wäre ich über mögliche Alternativen eher Richtung Zentrum sehr dankbar.

    lG Thomas

  13. Lieber Thomas!

    Leider weiß ich nur noch von einem Milchautomaten in der Radegunderstraße, was für Dich wahrscheinlich auch zu weit weg ist..
    Ich kann Dir nur die „Korenwaage“ empfehlen, wo Du die Miclh zumindest noch in Glasflaschen bekommst (Hasnerplatz). Vielleicht weiß aber dort auch jemand, wo es sonst noch Milchautomaten gibt. Bzw. könntest Du eventuell auch in Alt – Grottenhof nachfragen.
    Tut mir leid, dass ich Dir nicht mehr sagen kann, aber wenn Du noch weiter Automaten entdeckst, gib bitte Bescheid!

    LG SAndra

  14. Auch wir haben uns abgewöhnt, literweise Billigkaffee durch unsere Kehlen rinnen zu lassen. Wir trinken Kaffee, der bio und FairTrade ist, allerdings leider in einer etwas seltsam anmutenden Verpackung daherkommt – fühlt sich an wie metallbeschichtetes Plastik. Leider gibts bei uns keine Alternative. Ähnliches gilt für Tee: Ich trinke dauernd Kräutertee, entweder selbstgesammelt bzw. geerntet oder von Firmen wie Sonnentor (im Papptütchen mit Cellophan-Sichtfenster). Oder mal ein lecker Darjeeling von der Plantage Risheehat, die schon nach Bio-Richtlinien anbaute, als es das Wort noch gar nicht gab 😉 Ganz auf die so genannten „Kolonialwaren“ wollen wir auch nicht verzichten: Schließlich wollen die Menschen dort ja auch von etwas leben – umso wichtiger, dass man durch sein Konsumverhalten dafür sorgt, dass die Bauern dort anständig bezahlt werden und ihre Felder nicht zu Sklavenbedingungen für irgendwelche Großkonzerne beackern müssen!

  15. In einem anderen Forum wurde mir eine italienische Lebensmittelmanufaktur empfohlen, die „Fattoria La Vialla“ in der Toskana. Unter http://www.lavialla.it/de/home_de_gallery.asp gibt es einen Eindruck der Manufaktur und dort kann man auch einen Katalog bestellen.
    Heute kam der Katalog an: Dickes büttenartiges Papier, kein Hochglanz, plastikfrei verpackt mit handgeschriebener Begrüßungskarte! Der Katalog ist optisch und lektüremäßig ein Genuss. Die Familie fertigt seit 34 Jahren Lebensmittel wie Wein, Öl, Nudeln, Mehle, Pastasaucen, eingelegte Oliven und Gemüse, Fruchtaufstriche und Honig und ein paar sonstige Produkte.. Der Betrieb ist bio-zertifiziert und sämtliche Produkte sind frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Aromen etc.
    Das Allerbeste ist jedoch:
    Die Nudeln, Mehle und Kekse sind in dicken Tüten aus Packpapier verpackt! Alle anderen Produkte gibts in Flaschen und Schraubgläsern. Die Preise sind völlig in Ordnung – wir werden demnächst eine Testbestellung machen und schauen, ob das Ganze hält was es verspricht!

  16. Bei http://www.bonarei.eu gibts zu absolut haushaltsverträglichen Preisen viele Haushaltsartikel, die man sonst nur aus Plastik kennt, in der erdölfreien Variante.
    Beispiele:
    -Toilettenbürste aus Thermoholz in Metallkanne um 21,50 Euro, Bürstenkopf auswechselbar um 4,95 Euro. leider ist nicht beschrieben aus welchem material die Borsten sind.
    – Win Party-Set für 12 personen bestehend aus Tellern, Schälchen aus Palmblättern sowie Gabeln, Messern und Pieksern aus Holz. Palmblatt ist kompostierbar! das ganze kostet nur 9,99 Euro
    – sowie Stearinkerzen mit und ohne Duft in allen möglichen Farben. Stearin wird aus Pflanzenöl, in diesem Fall Rapsöl hergestellt. Vier Stabkerzen gibts für 4,95 Euro.

    Ich habe von einer früheren Party noch Pappteller und -becher, die ich diesen Sommer auf meiner „Waldparty“ aufbrauchen werde. Aber für die nächste Party werde ich mir diese Palmblattgeschirre zulegen!

  17. Weiterhin auf Entdeckungstour nach plastikfreien Alternativen bin ich heute auf einem hiesigen Bio-Hofladen auf Bio-Kräuter/Gewürzmischungen von „Berglandkräuter“ gestoßen, die einen großen Teil ihrer Produkte in Papiertütchen verpacken. Kein Sichtfenster aus Plastik, kein Innensäckchen aus Plastik, großartig! Und: Deren Bio-Muskatnüsse sind günstiger als die des gefühlten deutschen Marktführers Ostmann!
    Eine Belobigungsmail habe ich denen auch schon geschickt. UND die hiesigen zwei Biomärkte, bei denen ich nämlich überhaupt nicht fündig geworden bin, auch mal auf Berglandkräuter aufmerksam gemacht.

    Homepage und Shop hier:

    http://www.berglandkraeuter-shop.de/

  18. Mit dem „Gittis“ Müsli scheint es aber leider nicht so weit her zu sein, wie ich eben einer Korrespondenz mit deren Werksleiter entnehmen musste:

    „Wir bei Gittis verwenden als Innenverpackung (Folie) bei unseren Müslis
    Papier-PE Folien, HD-PE Folien oder Aluverbundfolien (je nach Produkt).
    Der Einsatz von reinen Papierfolien kommt für uns nicht in Frage, da wir die Produktsicherheit mit diesen nicht garantieren können.

    Auch die Verwendung einer kompostierbaren Folie kommt derzeit für uns nicht in Frage, da diese gegen die Pestizide und Farben der Kartonverpackung auch wenig Schutz bietet.

    …. da auf alle unseren Müsli Verpackungen der Entsorgungshinweis „Faltschachtel zum Altpapier, Innenbeutel zu Kunststoffen/Verbundstoffen“ angeführt ist.“

    Interessant ist ja, dass er im Grunde genommen sagt, dass die Kunststoffhülle das Müsli vor den offenbar teilweise giftigen Inhaltsstoffen der auf den Kartons verwendeten Farbe schützt! Ein ähnliche Problematik, wie sie bis vor kurzem noch bei Reis anzutreffen gewesen ist. Seit einer Weile gibt es nämlich losen Reis nicht mehr im Karton zu kaufen. Da hieß es, dass der Reis besonders gut in der Lage sei, das ARSEN, welches in den Farben aus was für Gründen auch immer vorkommt, herauszulösen! Nur noch Kochbeutelreis gibt es im Karton…

    Meine Güte, schockierend. Arsen auf Lebensmittelverpackungen…

  19. Ja, ich habe gleiche Erfahrungen gemacht wie du. Vier führende Hersteller von Grundnahrungsmitteln im Bio-Bereich (Getreide, Flocken, Reis, Teigwaren, Müesli etc.) habe ich angemailt und die gleichen Begründungen für die Plastikverpackungen bekommen.

    Das Arsen (und andere Stoffe) kommen halt durch die bei Printmedien verwendeten Farben in die Pappmasse. Karton und auch Papier bestehen ja heutzutage löblicherweise aus einem großen Teil aus Altpapier. Natürlich darf man Verpackungen, die für Lebensmittel gedacht sind, nicht mit giftigen Farben bedrucken. Aber für Zeitungen etc. gilt das nicht, da ja keiner damit rechnet, dass jemand seine Morgenpost isst.
    Dennoch ist eine solche Vorgehensweise mehr als kurzsichtig. Irgendwo landen ja auch kleinste Mengen Gift und haben Zeit, sich zu versammeln. Und sei es eben im Kompostierwerk oder der Papiermühle!

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