PLASTIKFREIE ZONE


Vor mehr als einem Jahr habe ich begonnen an meinem Buch über unser Experiment zu schreiben – nun ist es endlich soweit!! Ab heute gibt es die „Plastikfreie Zone“ auch im Buchhandel.

Allen treuen „Kein Heim für Plastik“ LeserInnen werden manche Passagen vielleicht ein wenig bekannt vorkommen, aber das Buch vermittelt vor allem auch einen Eindruck über die gesamte Entwicklung, die wir als Familien in dieser Zeit gemacht haben und soll auch Einblick in sehr persönliche Momente eines spannenden Familienabenteuers gewähren. Und nicht zuletzt soll es auch Lust darauf machen, nicht nur beim Thema Plastik, das eigene Leben bewusster zu gestalten…

Am Schluss des Buches gibt es dann auch noch einen topaktuellen Praxisteil mit allen meinen Einkaufstipps und sehr vielen Adressen und Links.

Wünsche Euch allen viel Spass beimLesen und freu mich schon sehr auf die ersten Rückmeldungen zum Buch!!

Ein neuer Weltrekordversuch

Es freut mich ganz besonders, dass ich heute ein Folgeprojekt von „Change bag“ hier vorstellen kann.

Jeanine aus Hoppstädten in Deutschland hat sich von unserem Weltrekord inspirieren lassen und in Ihrer Region nun ein ähnliches Projekt gestartet. Zum Glück weiß sie noch nicht ganz genau worauf sie sich da einlässt. Ich dachte ja anfangs auch, dass ein paar tausend Stofftaschen im Haus logistisch locker zu bewältigen sind. …

Nichts desto trotz wünschen wir Ihr ganz viel Erfolg für Ihr Projekt und natürlich halten wir fest die Daumen für einen neuen Weltrekord!!! (Da Deutschland ja doch viel größer ist, bin ich da recht zuversichtlich!)

Ich werde natürlich hier über Verlauf und Ausgang des Projekts berichten!

Nun noch der Aufruf von Jeanine:

Am 15. April 2012 soll  nun hier in Hoppstädten die „Aktion
TütenTausch – Plastik kommt nicht in die Tüte!“ starten und bis zum 15.
April des Folgejahres laufen.
Nachdem ich die Taschen, die mir hoffentlich in Fülle zugeschickt
werden, irgendwie bei mir selbst einlagern muss, habe ich mich dazu
entschieden, diese auch gleich an meine Adresse schicken zu lassen.
Du kannst also nun, wenn du magst, in deinem Blog einen Aufruf starten.

Die Adresse, an die die Taschen geschickt werden sollen, lautet:

Jeanine Hechl
Rothenweg 26
D-55768 Hoppstädten-Weiersbach

Ein Päckchen voller guter Ideen

Obwohl unsere Stofftaschenaktion nun schon lange vorbei ist, habe ich heute wieder eine sehr schöne, selbst genähte bekommen…und nicht nur das!

Maria aus Suben hat mir ein Päckchen mit lauter kleinen Überraschungen geschickt: Holzkluppen, 2 wunderschöne Waschlappen, verschiedene selbstgenähte Sackerln aus alten Zeitungen, eine Naturseife,… und dazu einen 3 seitigen Brief, in dem sie mir ihre unterschiedlichen Bemühungen und Erfahrungen bei der Plastik(müll)reduktion schildert.

Auch Maria hat festgestellt, dass in vielen Fällen Kompromisse notwendig sind, doch das hindert sie nicht daran, das zu tun, was ihr möglich ist. Ein Ansatz, der mir sehr vertraut ist.

Genauso wie die Tatsache, dass es natürlich immer mal Leute gibt, die all diese Bemühungen für lächerlich bis naiv und vor allem für sinnlos halten und sich lieber darin üben, ständig alles breitzutreten, was man nur sehr schwer und langsam oder gar nicht verändern kann.

Ich versuche grundsätzlich immer, solchen „Zweckpessimisten“ mit Verständnis zu begegnen, allerdings bemerke ich, dass ich ihre Aussagen teilweise immer weniger ernst nehmen kann. Naiver als alle Träumerein, wie man diese Welt zu einem besseren Ort machen könnte, erscheint mir inzwischen jedenfalls, das ständige Gejammer und Lammentieren gewisser Leute. So als ob irgendetwas besser werden könnte, wenn jede(r) von uns über die Zustände klagt, aber sonst alles beim Alten lässt.

Doch anscheinend ist es für manche Mitmenschen leichter, die eigene Inaktivität zu ertragen, indem sie die Ideen anderer kritisieren. Jedenfalls habe ich auch im Zuge unseres Experimentes noch selten erlebt, dass „kritische Stimmen“ auch tatsächlich alternative Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht hätten, meist geht es anscheindend nur darum, sich selbst mehr oder weniger zu beweisen, dass man ohnehin nichts ändern kann.

Ich kann daher an all diejenigen, die mitunter als naive Hobbyweltverbesserer bezeichnet werden, an dieser Stelle nur appellieren, sich von reinen Negativkommentaren nicht Mut , Hoffnung oder den Glauben an Veränderungsmöglichkeiten rauben zu lassen. So lange niemand mit einer besseren Idee aufwartet, ist jede auch noch so kleine Bemühung immerhin das beste, was wir tun können. Natürlich gilt es, auch sich selbst gegenüber kritisch zu bleiben, um sich nicht in Sackgassen zu verrennen oder irgendwelchen Alibilösungen auf zu sitzen.

Mindestens ebenso wichtig ist es aber diese Form der Selbstkritik auch von notorischen Besserwissern einzufordern.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die so wie ich zumindest an die Veränderbarkeit des eigenen Lebensstils glauben auch weiterhin einen langen Atem und viel Resitenz gegen unkonstruktive Kritik jeder Art.

Danke Maria und allen anderen unverbesserlichen WeltverbesserInnen für Euren Einsatz, Eure Überzeugung und Unverdrossenheit und den Mut, den Ihr mir in den letzten 2einhalb Jahren immer wieder gemacht habt.

Der Luxus des Verzichts

Mein gestriges Telefoninterview mit einem Berliner Radiosender, zum Thema Verzicht, hat mich nachdenklich gestimmt.

Die Frage, worauf wir verzichten oder wie es uns mit dem Verzicht geht, kam während unseres Experiments ja unzählige Male.

Ich konnte mit der Frage oft nicht allzu viel anfangen, weil sie meist implizit voraussetzte, dass uns irgendetwas abgeht oder fehlt. Oft war wohl eher Entbehrung als Verzicht gemeint.

Schränkt Verzicht unsere Freiheit ein?

Was bedeutet eigentlich Verzicht in einer Welt voller Überfluss? Unsere Art des Verzichts hat für mich eigentlich hauptsächlich mit der Identifizierung des Überflüssigen zu tun.

Diese Art des Verzichts ist eigentlich nur aus einer Luxusposition heraus möglich. Wir haben alles, was wir brauchen und mehr und eigentlich haben wir auch ganz viel, was wir gar nicht oder jedenfalls nicht in diesem Ausmaß brauchen.

Die Fastenzeit scheint für viele Menschen – auch unabhängig von religiösen Motiven – ein willkommener Anlass zu sein, dem Überfluss zumindest kurzfristig Einhalt zu gebieten.

Kein Kaffee, keine Süßigkeiten, keine Zigaretten, kein Alkohol, kein Fleisch, keine neuen Kleidungsstücke und noch viele andere Formen das individuellen, freiwilligen Verzichts sind mir in den letzten Wochen untergekommen. Ja, wir alle oder zumindest die überwiegende Mehrheit der Menschen hier in Österreich – können uns den Luxus des Verzichts leisten. Es gibt in unserem Alltag unzählige Güter und Gewohnheiten, die nicht existenziell wichtig für unser Überleben, ja nicht einmal für unser Wohlbefinden sind.

Was ist aber dann mit dem in den letzten 2einhalb Jahren oft gehörten Argument, man könne sich „plastikfreien“ Einkauf nicht leisten. Sind das wirklich alles nur Ausreden? Ich war manchmal geneigt, das so zu sehen. Allerdings muss, ich dazu sagen, dass die meisten Menschen, mit denen ich überhaupt in Diskussion kam, nicht den Eindruck machten, weniger Wahlmöglichkeiten zu haben, als wir.

Aber was ist mit den Diskussionen, die ich nicht geführt habe?

Vielleicht deshalb nicht, weil zum Beispiel ein allein erziehender Elternteil mit zwei oder drei Kindern, der sich tatsächlich entscheiden muss, ob man sich einen gemeinsamen Kinobesuch leistet oder lieber Biolebensmittel für diese Woche einkaufen möchte, nicht auch noch Zeit hat, zu einer Diskussionsveranstaltung zu gehen und sich mit der Verpackung des Einkaufs auseinander zu setzen.

Oder ein alter, gehbehinderter Mensch mit Mindestpension, der sich einfach nur mehr über die plastikverpackten Billigangebote beim nächstgelegenen Supermarkt einigermaßen selbst versorgen kann, kein Interesse mehr daran hat, welche Schadstoffe sich möglicherweise beim Aufwärmen in der Mikrowelle aus der Plastikverpackung seiner Fertiggerichte lösen könnten.

Ist unser Verzicht aus dem Luxus heraus so gesehen gar überheblich?

Mit diesem Vorwurf wurde ich seit Beginn unseres Experiments immer wieder mal konfrontiert, was mir natürlich zu denken gegeben hat. Doch ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass schlechtes Gewissen auch in diesem Fall so gut wie nichts bringt.

Im Gegenteil: So lange ich zu denen gehöre, die aus dem Vollen schöpfen können, empfinde ich nun mal die Verpflichtung, so verantwortungsvoll wie möglich damit umzugehen. Diejenigen, die diese Möglichkeiten nicht haben oder gar völlig außerhalb der Überflussgesellschaft stehen, orientieren sich ja trotzdem an den immer höher geschraubten Ansprüchen unseres Systems. Wenn wir, die wir uns den „Luxus des Verzichts“ leisten können, nicht damit anfangen, wer soll es dann tun?

Ich jedenfalls sehe meine Sozialisation in der Wegwerfgesellschaft und mein Leben im Überfluss zunehmend als Auftrag.

Ja, ich kann es mir leisten, weniger zu verbrauchen, weniger Müll zu produzieren, weniger Auto zu fahren, keine Flugreisen zu machen, ich kann es mir leisten, Diskussionen zu führen, mich politisch zu engagieren, mich in vielen Fällen, dem Mainstream entgegen zu stellen.

Die Vorstellung, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich das auch leisten können, stimmt mich in gewisser Weise hoffnungsvoll (obwohl ich zugeben muss, dass ich manchen von ihnen hin und wieder auch gerne einen Tritt in das bequem sitzende Hinterteil verpassen würde:-)).

Wir könnten alle gemeinsam Vorbilder werden für einen neuen, zukunftstauglichen und nicht zuletzt auch sozial verträglicheren Lebensstil. Es macht Sinn, wenn wir in unserem eigenen Umfeld beginnen, das Überflüssige zu reduzieren, es macht Sinn, am Bild eines alternativen und modernen Lebensstils mit zu arbeiten. So gesehen muss freiwilliger Verzicht nicht überheblich sein, sondern kann uns helfen, Sichtweisen zu verändern und unsere Wahlmöglichkeiten zu erweitern.

Vom Regen in die Traufe ?

Heute möchte ich die interessanten Beiträge von Manfred, Uta und Morgan zum Anlass nehmen, meine mittlerweile doch recht differenzierte Sichtweise zum Thema Verpackungen (speziell im Bereich der Lebensmittel) hier zu erläutern.
Zugegebenermaßen haben wir zu Beginn unseres Experiments in erster Linie nach plastikfreien Alternativen gesucht, ohne uns sehr intensiv damit zu befassen, wie die Gesundheits- und Umweltaspekte im Einzelfall aussehen. Dabei ist es allerdings nicht lange geblieben…
Ob Alu, Weißblech, Karton oder Papier – bei näherer Betrachtung wurde uns natürlich klar, dass auch all diese Materialien die Umwelt belasten und auch ein mehr oder weniger großes gesundheitsschädigendes Potential in sich tragen. Und selbst Glas, das ich zumindest in Bezug auf Gesundheitsgefährdung nach wie vor für unbedenklich halte, hat, sofern es sich nicht um Mehrweggebinde handelt, durchaus keine erfreuliche Ökobilanz.
Sind wir also mit unserem Experiment vom Regen in die Traufe gekommen? Richten wir am Ende mit unseren plastikfreien Alternativen mehr Schaden an als früher? Und sind die Stoffe, die sich aus Papier, Karton und Metallverpackungen lösen können, eigentlich unbedenklicher als Weichmacher, Bisphenol-A und Co.?
Bei der Beantwortung dieser Fragen bin ich wieder einmal daran gescheitert, dass ich keine Chemikerin bin und wirklich vertrauenswürdige und unabhängige Studien dazu nicht zu finden bzw. für mich als Laien  jedenfalls nicht zu interpretieren sind.
Also habe ich mich – wie so oft – für den pragmatischen Weg entschieden:

–    Weißblech und Alu fallen ohnehin schon allein deshalb weg, weil sie innen zumeist mit Plastik beschichtet sind.
–    Papier und Kartonverpackungen versuche ich soweit als möglich zu vermeiden, indem ich Lebensmittel „offen“ einkaufe und meine eigenen Behälter, Stofftaschen, oder gebrauchte Papier – und Bioplastiksackerl mitnehme.
–    Bei Glas bevorzuge ich Mehrweg und kaufe Dinge wie Oliven, Essiggurken,…usw. zumindest seltener als früher, dafür mehr frisches Gemüse.

Viele der Produkte, die ich in den letzten 2einhalb Jahren entdeckt habe, sind jedenfalls nicht nur eine Alternative zu Plastik (manchmal, wie im Falle unseres Allzweckreinigers – gleichzeitig auch Duschbad und Shampoon – im 5 Liter Nachfüllkanister, sind sie sogar in Plastik verpackt), sondern sind zumindest aus jetziger Sicht für uns auch tatsächlich die BESSERE Alternative!

Nichts desto trotz können mich unsere individuellen Erfolgserlebnisse mittlerweile nicht mehr darüber hinweg täuschen, dass es letztlich um viel mehr geht, als für ein paar besonders kritische Menschen, die optimale Verpackungsform zu finden.
Letztlich ginge es darum, die Wirtschaft dazu zubringen erst gar keine schädlichen Substanzen mehr einzusetzen oder ihren Einsatz jedenfalls drastisch zu verringern, so dass schadstoffarmes und umweltverträgliches Einkaufen auch für die breite Masse wieder selbstverständlich werden könnte. Doch das braucht wohl weitaus mehr als nur die akribische Suche nach der individuell besten Lösung.
Das braucht zivilgesellschaftliches und auch politisches Engagement, das braucht eine neue Definition von Wohlstand, Solidarität und Lebensqualität und nicht zuletzt viele mutige Menschen….aber dazu ein andermal mehr.

Schluss mit „Gratisplastikverschwendung“

Ein schönes Beispiel dafür wie positiv lenkend sich auch verhältnismäßig sehr geringe Preise für Plastiksackerl auf das Verhalten der KundInnen auswirken, erlebte ich unlängst in einer Libro – Filiale in Graz.
Der junge Mann, der vor mir an der Kasse war, hatte sage und schreibe zwei Stifte und ein dünnes Taschenbuch erstanden, bemerkte allerdings direkt nachdem er bezahlt hatte, dass er keine entsprechende Transportverpackung für seinen Einkauf bei sich hatte. Durch diesen subjektiven Mangel sah er sich prompt dazu veranlasst, nach einem Sackerl zu fragen. Während der freundliche Verkäufer nach einem Plastiksackerl griff, anwortete er:“Gerne, aber dafür muss ich 25 Cent verrechnen!“
Daraufhin schüttelte der junge Mann nur kurz seinen Kopf, packte die zwei Stifte in seine Jackerntasche und das Buch in den Rucksack, den er bis dahin – anscheinend unbemerkt – am Rücken getragen hatte und meinte schließlich ganz fröhlich:“ So geht’s ja auch!“

Tja, so einfach geht’s ja auch! Und mit ein bisschen Mitdenken geht sogar noch viel mehr! Wenn man zum Beispiel 2 oder 3 Stofftaschen in den Rucksack einpackt, schafft man es mitunter sogar, einen vollständigen Wocheneinkauf für eine 5-köpfige Familie nach Hause zu transportieren, ohne dabei irgendeine Art von zusätzlichen Sackerln zu verbrauchen.

Diese Tatsache ist mir persönlich nun ja nicht mehr neu, in diesem speziellen Fall war es aber dennoch faszinierend, welch bedeutenden Unterschied 25 Cent machen können. Wäre das Sackerl gratis gewesen, wäre es unnötigerweise verbraucht worden!
Ein Plädoyer für das Verbot von Gratisplastiksackerln (zumindest!), das es im Übrigen in vielen anderen Ländern und Regionen schon gibt. Gerade in Zeiten von Schulden – und sonstigen Krisen wäre das doch ein erster winzig kleiner Schritt irgendwo damit anzufangen, mit der Verschwendung aufzuhören!!

Plastikfreies Krankenhaus?

Nach einem wunderschönen plastikfreien Weihnachtsfest und einer gemütlichen „knallfreien“ Sylvesterfeier, musste Marlene aufgrund einer akuten Blutgerinnungsstörung  infolge eines Infekts auf der Grazer Kinderklinik behandelt werden.
Im Zuge des Klinikaufenthaltes bekam Marlene eine Leitung gelegt, erhielt Infusionen und es wurde mehrmals bei ihr Blut abgenommen.  Ich erinnerte mich prompt an einen ziemlich feindseligen Kommentar zu Beginn unseres Experiments: „Wollen Sie etwa auch Infusionsschläuche und Blutbeutel abschaffen, nur weil sie aus Kunststoff sind?“
Während der zwei Tage, die ich mit Marlene im Krankenhaus verbrachte, hatte ich durchaus ausreichend Gelegenheit, mir über solche Dinge Gedanken zu machen. Natürlich war ich heilfroh darüber, dass es diese Behandlungsmöglichkeiten gab, vor allem weil es Marlene dadurch bald wieder so gut ging, dass wir nach Hause gehen konnten. Dennoch entstanden bei mir durch den intensiven Kontakt mit den medizinischen Plastikteilen (Marlene bekam über 24 Stunden lang eine Infusion!) durchaus auch negative Assoziationen. „Plastik im Blut“, „Weichmacher intravenös“ und „Bisphenol –A –Cocktail“ waren einige der Gedankenblitze, die immer wieder kamen und mich nicht zuletzt recht intensiv an diverse Zeichentrickszenen aus „Plastic Planet“ erinnerten, in denen die kleinen, bösen Weichmacherteilchen sogar Gesichter haben.
Meist drängte ich diese Gedanken schnell weg und vermied es auch, die Schwestern zu fragen, woraus genau Infusionsschlauch und Beutel bestünden – hauptsächlich Mangels entsprechender Konsequenzen und Alternativen.
Als jedoch schließlich auch noch Pudding und Frischkäse in Plastikbehältern serviert wurden, wurde mir wieder einmal klar, dass es selbst hier im Krankenhaus jede menge sinnvolle und einfache Möglichkeiten gäbe, Plastik(müll) ganz einfach zu vermeiden, ohne die kleinen PatientInnen in irgendeiner Art und Weise zu gefährden.
Und auch ein anderer wichtiger Aspekt der Kunststoffverschwendung ist mir während der zwei Tage im Krankenhaus bewusst geworden: Wenn es schon so ist, dass Erdöl basierte Kunststoffe aus der aktuellen medizinischen Betreuung im Moment nicht wegzudenken sind (was mir durchaus in vielen Bereichen auch hinterfragenswert scheint), so sollten wir sie zumindest in allen anderen Bereichen vermeiden, wo immer es nur geht. Denn schließlich handelt es sich bei Erdöl – trotz aller medizinischer und sonstiger Notwendigkeiten – immer  noch um einen NICHT nachwachsenden Rohstoff!!

WELTREKORD!!!!

P1070709 Wir haben es geschafft!!!

Beim Stand von  6124 Stofftaschen, gebraucht, selbst genäht oder selbst bemalt, habe  ich 2 tage vor der Veranstaltung aufgehört zu zählen. Es kamen zwar noch laufend neue dazu, aber wir mussten die Ausstellungshalle in Gartwein dekorieren und das war auch noch ganz schön viel Arbeit……

Die Veranstaltung selbst war dann ein voller Erfolg, die Halle bis zum letzten Platz gefüllt und große Begeisterung über die vielen wunderschönen Taschen, die in der Aktion entstanden sind!

Bilder sagen hier wohl  mehr als Worte! Wer noch mehr davon sehen will, kann auf facebook unter „Change bag“ nachschauen.

Herzlichen Dank an alle StofftaschenspenderInnen auf „keinheimfürplastik“ und an alleP1070945, die das Projekt auf irgendeine Weise unterstützt haben!

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Es wird spannend

In  3 Tagen ist es nun endlich soweit und wir werden erfaher, ob es gelungen ist, den Wieselburger Weltrekord vom Vorjahr zumindest einzustellen!

Alle, die in der Nähe wohnen und Zeit und Lust haben,  lade ich herzlich zu unserer großen Stofftaschenausstellung und (hoffentlich!) Weltrekordfeier ein.

Am Freitag, 18.11.11 ab 17 Uhr in der Mehrzweckhalle Gratwein!

Ich freue mich auf zahlreichen Besuch!

Neuester Stand der Stofftaschensammelaktion

Nun wird es ernst!

2279 Stofftaschen (gebraucht und neu!) befinden sich bereits in unserem Haus (Samuels Zimmer ist zum Stofftaschenlager umfunktioniert worden!), rund 1890 Stück sind noch in den Schulen und Einrichtungen unserer Region im Umlauf!

Es fehlen also noch rund 150 Stück!

Bis zum 18. November könnt Ihr noch zum Gelingen unseres Weltrekordes beitragen! Schickt einfach Eure „brachliegenden“ Stofftaschen so schnell wie möglich zu mir!!

LG Sandra

Infos auch auf facebook:

Neuester Stand der Stofftaschensammlung:2279 Taschen sind breits bei mir zu Hause gezählt und sortiert!!Rund 1890…

Gepostet von Change Bag am Freitag, 28. Oktober 2011