Gramm für Gramm – ohne Müll

Letzten Freitag hatte ich das große Vergnügen, Sarah Reindl wiederzutreffen. Ich hatte mit ihr in den letzten Jahren immer wieder Kontakt, weil sie von unserer „Plastikfreien Zone“ und dem konsequenten Versuch, plastikfrei einzukaufen, fasziniert war und unbedingt auch selber in diese Richtung etwas machen wollte.                 „Gramm für Gramm – ohne Müll“ weiterlesen

Start meines neuen Blogs oder Warum A+++ nicht immer das beste sein muss

Wie angekündigt hat der Start meiner „politischen Laufbahn“ in den letzten Monaten meine volle Aufmerksamkeit erfordert! Dass ich kaum mehr Zeit gefunden habe, über das wofür ich mich nun Tag für Tag einsetze zu berichten, hat nun aber auch das Bedürfnis geweckt, in einem neuen Blog etwas „breiter“ über mein (politisches) Leben und verschiedene Themen, die mich beschäftigen zu berichten.    „Start meines neuen Blogs oder Warum A+++ nicht immer das beste sein muss“ weiterlesen

Ein notwendiger Schritt

Ob meiner nun schon monatelangen Abwesenheit auf meinem Blog, hegen vielleicht schon einige unter Euch den Verdacht,  ich hätte meine „Antiplastikmüllaktivitäten“ eingestellt.

Diesbezüglich kann ich euch beruhigen. Ich bin nach wie vor laufend mit Lesungen und Vorträgen unterwegs und es wird in nächster Zeit sogar auch wieder ein oder zwei Fernsehbeiträge dazu geben. „Ein notwendiger Schritt“ weiterlesen

Ein Fall von Zivilcourage ruft nach Nachahmung

 

Der Fall der Grazer Bioladenbesitzerin Ushij Matzer hat in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt. Der Protest gegen eine Geldstrafe, wegen ihrer Weigerung Holzutensilien aus ihrem Laden zu verbannen und gegen Plastikteile zu ersetzen, ist ihr sogar ein paar Tage Ersatzfreiheitsstrafe wert.

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Petition gegen Wegwerfplastik und konkrete Maßnahmen

Greenpeace startet eine Petition gegen Wegwerfplastik: Bitte unterschreiben!!

https://secured.greenpeace.org/…/pr…/konsum/wegwerf-plastik/

Und hier ein bericht über die Aktuelle Entwicklung in Frankreich!

https://netzfrauen.org/2014/11/06/vorbildlich-frankreich-verbietet-weichmacher-einweggeschirr-und-plastiktueten/

Was die EU könnte – wenn wir wollten… (Teil1)

Wiedermal mit dem Zug Richtung Amsterdam….

Nachdem Peter und ich vor ein paar Jahren alleine in Amsterdam waren, sind wir in den Osterferien diesmal gemeinsam mit den Kindern dorthin aufgebrochen. Auf der Hinfahrt war eine Zwischenstation mit 3 Tagen Aufenthalt bei Freunden in Aachen eingeplant. Dorthin fuhren wir tagsüber und für die Zugfahrt, mussten wir 2 Mahlzeiten einplanen.

Da unsere Kinder nicht gerade kleine Esser sind, war die Lebensmittelmenge, die wir mit auf den Weg nahmen beträchtlich. Und weil Getränke im Zug (bis auf Bier und Wein seltsamerweise!!) fast ausschließlich in Plastikflaschen oder Dosen erhältlich sind, mussten wir auch unseren Wasserbedarf für einen Tag mit ins Gepäck nehmen.

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Aufruf

Kurz vor dem Jahreswechsel möchte ich Euch (zumindest denjenigen, die es noch nicht gemacht haben) noch sehr an´s Herz legen diese beiden Petitionen zu unterschreiben:

1.) Gerade die EU-Kritischen unter Euch sollten das Instrument der europäischen Bürgerinitiative unbedingt nutzen (die anderen natürlich auch:-))

http://www.stopoekozid.at/

Hier nur ein kurzer Auszug daraus! Mehr Infos und die Möglichkeit online zu unterschreiben findet Ihr auf der Webside!!

Das Ziel unser Initiative ist sehr einfach: Umweltzerstörung soll als Verbrechen anerkannt werden. Ein Verbrechen, für welches die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Eine umgesetzte Ökozid-Richtlinie hätte weltweite Konsequenzen. Viele der für Ökozid verantwortlichen Unternehmen sind in der EU registriert und europäische Pensionskassen und Banken gehören zu den größten Investoren Ökozid-verursachender Aktivitäten. Durch das Importverbot Ökozid-verursachender Güter und Dienstleistungen werden faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen, da jeder, der in der EU Geschäfte machen möchte, sich dem Gesetz fügen müsste.

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist ein basisdemokratisches Instrument, welches 2009 in der Europäischen Union eingeführt wurde und seit April 2012 im Gebrauch ist. Es ermöglicht Bürgern, die EU-Gesetzgebung mitzugestalten. Wenn mindestens 1 Millionen EU-Bürger aus mindestens 7 verschiedenen Ländern für unseren Vorschlag stimmen, muss die Europäische Kommission ihn in Betracht ziehen und wir haben das Recht auf eine öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament. Dies ist viel mehr als eine Petition. Eine EBI zu unterzeichnen bedeutet, euer Recht als EU-Bürger einzufordern, die Gesetzgebung mitzugestalten.

http://www.youtube.com/watch?v=hJ2Qx4vdmvs

http://www.youtube.com/watch?v=nuxoWA0tiyI

2.)

http://www.activism.com/de_AT/petition/plastiksackerlverbot-in-oesterreich-fortsetzung/209

Petition für ein Plastiksackerlverbot in Österreich

An die Regierung des Landes Österreich und ihre Vertreter
Sämtliche Hersteller von Plastiksackerln und
Firmen, die Plastiksackerln verkaufen, bzw. verschenken

Plastiksackerln werden in der Regel aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt. Es dauert bekanntermaßen bis zu 400 Jahre, bis so ein Sackerl in kleine Teile zerfällt, sich jedoch noch immer nicht vollkommen aufgelöst hat. Wir fordern daher ein sofortiges Plastiksackerlverbot österreichweit zum nachhaltigen Schutz und Erhalt unseres Ökosystems.

Diese Petition läuft zeitgleich in Facebook. Alle ZeichnerInnen dieser Petition sollten nur einmal zustimmen.

Danke an alle, die sich die Zeit nehmen!!

Sinnlose Vorschriften (kein reines EU-Phänomen!)

Liebe Leute:

Eines vorweg: ich bin überwältigt von den zahlreichen Reaktionen und Kommentaren zu „Plastikfrei und Vegan? (Teil1)“ und werde an dieser Stelle auch schon demnächst den 2.Teil veröffentlichen.

Vorher möchte ich aber – passend zur Vorweihnachtszeit – noch ein paar andere „Botschaften“ loswerden. Und wie es der Zufall so will hat gerade heute im Ö1 Radiokolleg eine Serie zu einem meiner Lieblingsthemen gestartet:

Radiokolleg – Die folgsame Gesellschaft *

Wie sklavisch soll man sich an Regeln halten? (1).

Nachzuhören auf „/ Tage Ö1“ unter folgendem Link:

http://oe1.orf.at/programm/357881

Es geht- wie unschwer zu errarten –  um zivilen Ungehorsam, zu dem ich hiermit aufrufen möchte! Derselbige erscheint mir im Übrigen in immer mehr Lebenssituationen angebracht, aber da ich auch eine Verfechterin der „kleinen Schritte“ bin, hier eine ganz konkrete Umsetzungsmöglichkeit:

Immer wieder berichten mir motivierte PlastikvermeiderInnen, dass ihnen beim Einkauf an der Feinkosttheke, das Verpacken von Wurst und Käse in selbst mitgebrachte Behältnisse verweigert wurde. Die Begründungen gehen von angeblichen Hygienevorschriften über Firmeninterne Verpackungsvorschriften und alle möglichen EU-Bestimmungen. Mir ist ehrlich gesagt meine Zeit zu wertvoll, mich mit der „Substanz“ dieser angeblichen (oder auch wirklichen) Vorschriften auseinander zusetzen oder dem genauere nachzugehen. Ich möchte Euch an dieser Stelle nur meine Erfahrung dazu berichten:

Woman - Familie Krautwaschl

Mir wurden meine speziellen Verpackungswünsche – mit einer einzigen Ausnahme – in den letzten 4 Jahren letztlich noch nie verweigert! Zugegeben: Ich musste manchmal diskutieren, den Geschäftsführer verlangen oder darauf hinweisen, dass ich das Produkt in anderen Filialen des selben Supermarktes schon ohne Probleme „unverpackt“ erhalten hatte. Aber letzlich war ich doch immer die viel gepriesene „Kundin-Königin“ und erhielt meine Wünsche erfüllt. In dem einzigen Ausnahmefall, musste die Verkäuferin die bereits fertig gerichtete und 3fachverpackte Käsesemmel mit Gurkerln und Senf dann eben behlalten (oder selber essen…)

Und nun zu meinem Aufruf:

Lasst Euch den Vollzug von sinnlosen Vorschriften nicht gefallen! Übt zivilen Ungehorsam! Haltet Eure mitgebrachten Metalldosen und Gläser „in der Luft“ und lasst Euch den Käse „hineinwerfen“, wenn irgendjemand in Sorge ist, dass diese Behälter  Keime in seine Feinkostabteilung einschleppen könnten. Diskutiert mit den Menschen, die sich einer Routine unterwerfen, die schon lange nichts mehr mit unserer „Gesunderhaltung“ (Sichwort Hygiene) zu tun hat und macht ihnen klar, dass ihr im Stande seid, selbst Verantwortung für Eure Keimbelastung zu übernehmen.

Sinnlose Vorschriften sind nicht gottgegeben und daher veränderbar. Und selbst die EU, die diesbezüglich selten ein Fettnäpfchen auslässt (Stichwort „krumme Gurken“, Olivenöl in nachfüllbaren Glasflaschen -Verbot oder Saatgutverordnung,….) lässt sich mitunter davon beeindrucken, dass nicht WIR für die Vorschriften sondern die Vorschriften FÜR UNS gemacht werden sollten! (Was Übrigen schon eine dezente Wahlempfehlung für die Europaparlamentswahlen im nächste Jahr sein könnte… meine diesbezüglichen Prefernzen habe ich ja unlängst erst recht deutlich gemacht.)

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Spass und Experimentierfreude beim vorweihnachtlichen Lebensmitteleinkauf und freu mich auf Eure Ideen zum „gewaltfreien Widerstand“!

Was tun mit der Verbotserlaubnis??

Aus gegebenem Anlass auch hier wieder mal eine kleine Stellungnahme zum Dauerbrennerthema „Plastiksackerl“ (bei unseren deutschen Nachbarn meist „Tüten“ genannt!

Die EU erlaubt,  zu verbieten – Jubel und Hurra!!

Das ist nun wirklich mal eine neue Dimension im EU-Verordnungsdauerfeuer, denn schließlich sind schon krumme Gurken, nachfüllbare Olivenölglasflaschen, Behälter für Wurst – und Käseeinkauf an der Feinkosttheke, plastikfreie verpackte Mittel für den Geschirrspüler und vieles mehr ins Visier (europäischer) Verordnungswütiger geraten.

Man fragt sich also wirklich, warum gerade der Umgang mit den Plastiksackerln trotz aller erschreckender Folgen, die seit Jahren darüber bekannt sind (http://orf.at/stories/2205045/2205046/) bisher keine Verordnung wert war (oder wohl richtiger: sich bisher niemand drüber getraut hat??).

Nun gehöre ich ganz sicher nicht zu den „unkritischen Eu –KritikerInnen“ – nein, ganz im Gegenteil: Ich bin nach wie vor getragen von der Idee, dass gerade die gravierendsten Probleme unserer Zeit, sich mit vereinten Kräften am besten und effektivsten lösen lassen.

Was also anfangen mit der großzügigen Erlaubnis zur Einschränkung der Plastiksackerlflut?

Und was bedeutet diese „Erlaubnis“ für ein Land wie Österreich, wo ein (hoffentlich nicht mehr lange!) Umweltminister vor nicht allzu langer Zeit noch meinte, es gäbe hier kein Müllproblem und teilweise sogar argumentiert wird, man bräuchte den Plastikmüll, damit die Müllverbrennungsanlagen funktionieren???

Ich sehe das recht pragmatisch:

Was auch immer unserer Regierung (und natürlich auch den anderen EU-Staaten) einfällt, ob Verbot, Besteuerung oder sonstige reglementierende Maßnahmen – es muss endlich gehandelt werden!!!

Der Leidensdruck ist wahrlich groß genug! Für die Erhaltung unserer Lebensräume und Ökosysteme, die Schonung unserer Ressourcen, die Eindämmung des Klimawandels, die Erhaltung unserer Gesundheit und einer lebenswerten Zukunft für unsere Kinder, spielt der Umgang mit dem „Verschwendungsmaterial Plastik“ wohl einen weitaus entscheidendere Rolle als krumme Gurken oder hygienische Bedenken in Bezug auf Dosen für den Käse- und Wursteinkauf!

Es darf also so gesehen von mir aus auch durchaus ein Verbot sein!

Hauptsache irgendjemand hat endlich den Mut, das Problem nicht nur ausgiebig zu bejammern, sondern auch tatsächlich eine Veränderung herbeizuführen!!

Die Lösungen werden teilweise schon sehr erfolgreich praktiziert. In Dänemark, wo Plastiksackerl mit Steuern belegt sind, ist der Verbrauch auf 4 Stück pro Person und Jahr zurückgegangen. Damit ließe sich – zumindest vorläufig – leben.

Die Einschränkung der vielgerühmten „Freiheit des Einzelnen“ ist ein Klacks im Vergleich zum nicht wieder gut zu machenden Schaden, den diese angebliche „Freiheit“ für uns alle bedeutet.

Wir brauchen endlich PolitikerInnen, die sich trauen, Wirtschaft in die richtige Richtung zu lenken. Und dazu gehört nun mal mindestens eine ausgiebige Besteuerung von Produkten, deren ungezügelte Verwendung sich als Schaden für die Allgemeinheit erwiesen hat! (http://www.christiane-brunner.com/2013/11/eu-macht-weg-frei-fuer-plastiksackerlverbot-2/ )

Es gibt keinen Planet B

http://web.archive.org/web/20151001100107if_/http://www.keinheimfuerplastik.at/wp-content/uploads/DSCN0821.JPGSeit fast 4 Jahren gibt es nun diesen Blog und ich werde durch Eure Kommentare und das noch immer andauernde Interesse an meinem Buch „Plastikfreie Zone“ täglich weiter in der Überzeugung bestärkt, dass alles, was jede(r) Einzelne von uns tut, relevant ist.

Angesichts der in Österreich gerade bevorstehenden Nationalratswahl, habe ich mich jetzt entschlossen, diesen Blog auch einmal für ein „politisches Statement“ zu nutzen. Denn nicht zuletzt durch die Probleme, die mir viele von Euch geschildert haben, ist mir zunehmend bewusst geworden, dass die Rahmenbedingungen für ein ökologisch, gesundheitlich und sozial verträgliches Leben auch auf politischer Ebene angegangen und verändert werden müssen.

Nun bin ich ganz sicher nicht frei von Zweifeln, was parteipolitisches Engagement im Allgemeinen oder im Speziellen anbelangt und mir gefällt auch nicht IMMER ALLES, was die Grünen wollen.

Doch ich bin jemand, der Visionen von einer lebenswerten und sozial gerechteren Zukunft hat. Durch unser Experiment sind wir diesen Visionen in der Praxis einen Schritt näher gekommen – mit allen notwendigen Kompromissen. Gerade diese Kompromissbereitschaft hat das Experiment für uns so erfolgreich und wenn ich den vielen positiven Rückmeldungen glauben darf – für viel so glaubwürdig und authentisch – gemacht.

Natürlich gibt es auch keine Partei, die meine Visionen und Wünsche für eine „bessere Welt“ oder auch nur für ein „besseres Österreich“ zu 100% vertritt. Aber: nach den Erfahrungen der letzten Jahre, bin ich überzeugt davon, dass die Grünen das im Moment hier in Österreich jedenfalls am ehesten tun.

Deshalb habe ich mich entschlossen bei dieser Nationalratswahl für die Grünen zu kandidieren. Und deshalb nutze ich heute auch diesen Blog, um Euch zu bitten, jedenfalls von Eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Diejenigen, die noch unentschlossen, „politikverdrossen“ oder einfach der Meinung sind, dass Menschen wie ich, sich auch in Zukunft vermehrt politisch engagieren sollten, sind natürlich auch herzlich dazu aufgerufen, mir eine Vorzugsstimme zu geben.

Auch wenn es diesmal vielleicht noch nicht für den Einzug in den Nationalrat reichen wird , ist doch jede Vorzugsstimme für mich eine Motivation weiterzumachen.

Es gibt keinen Planet B: alles, was uns wichtig ist, sozialer Zusammenhalt, intakte Lebensräume, Gesundheit, Bildung, Kultur,  Arbeitsplätze, jede Art von sinnvoller Wirtschaft……hängt letztlich davon ab, dass der Planet A in bestmöglichem Zustand ist.

In diesem Sinne möchte ich meinen heutigen Beitrag mit einem Zitat aus Werner Bootes neuen Film „Population Boom“ abschließen, den ich gerade bei der Premiere in Graz gesehen habe:

„Entscheidend ist nicht wie viele Menschen auf unserer Erde leben, sondern wie wir Menschen miteinander und der Welt umgehen“

(Dazu in Kürze mehr!)