„Weg mit Wegwerfplastik!“ – Wir brauchen eine Revolution der Verweigerung und klare politische Entscheidungen

Es ist immer dasselbe Bild. Ich gehe ein paar Meter am Strand entlang, bin überwältigt von der Schönheit der Natur, den Farben, der Einzigartigkeit, dieser unglaublichen Kraft des Meeres…und dann: stolpere ich mit 100%iger Sicherheit über das erste Stück Plastikmüll am Strand… am öftesten sind es hier jedenfalls Plastikflaschen oder Verschlüsse…

Und das alles ist noch nichts im Vergleich zur weltweiten Dimension des Problems:

https://diepresse.com/home/ausland/welt/5485836/Muellkippe-Meer-und-der-Traum-vom-plastikfreien-Ozean

Fast 9 Jahre ist es nun her, dass ich mit meiner Familie begonnen habe, „Einwegplastikfrei“ zu leben und einzukaufen. Genau so ein Urlaub an einem wunderschönen kroatischen Strand und kurz darauf der Film „Plastic Planet“ haben mich auf die Idee gebracht, Einwegplastik schlicht und einfach zu verweigern. Seither haben meine Familie und ich kaum mehr Plastikmüll – maximal einen halben bis einen ganzen gelben Sack bekommen wir zu fünft pro Jahr zusammen.

Und seit nunmehr 3 Jahren erlebe ich nun im steirischen Landtag, dass jeder einzeln meiner Versuche, die sinnlose Verschwendung von Plastik (und anderen Ressourcen) mittels konkreter Vorschläge zu reduzieren, bisher abgelehnt wurde.

Die „Krone“ hat sich lobenswerter Weise in den letzten Tagen dem Thema Plastik sehr eingehend gewidmet – am Ende der Serie gab es sogar noch einen Bericht über die zahlreichen Menschen und Aktionen, die sich bemühen, das Wegwerfplastik wieder aus der Natur zu entfernen, unter anderem auch eine Foto von mir bei einer der zahlreichen Sammelaktionen, an denen ich mich (in diesem Fall mit unserer ehemaligen Umweltsprecherin Christiane Brunner) beteiligt habe.

Doch die Lösung des Problems liegt in Wirklichkeit am Beginn der Kette und nicht an ihrem Ende. Die Produktion von Einwegplastik erzeugt Plastikmüll – so einfach ist das. Es ist dazu gemacht, weggeworfen zu werden. Die Folgen sind: Zerstörung mittlerweile riesiger Gebiete an Land und Wasser durch Plastikmüll, Klimawandel, Ressourcenverschwendung, Mikroplastik mit unabsehbaren Folgen in nahezu der gesamten Nahrungskette…und überall, vor allem in den Ländern des globalen Südens nicht „nur“ die ökologischen, sondern auch die sozialen Folgen dieser Zerstörung.

Wenn man das nicht will, darf es entweder nicht produziert werden oder man muss (dort wo es angeblich unvermeidbar ist) zumindest dafür sorgen, dass es wiederverwendet (Pfandystem mit Mehrweg) oder wenigstens sortenrein zurückgewonnen und recycelt werden kann(Pfandsystem.) Genau das wäre Verantwortung der Politik auf allen Ebenen!

Es ist für mich daher gänzlich inakzeptabel, dass die österreichische Bundesregierung zwar „Kreislaufwirtschaft“ in ihr Programm schreibt, aber jeden kleinen Schritt, der tatsächlich einer Umsetzung dieser Überschrift dienen würde (genauso wie die steirischen Landesregierung) ablehnt: Kostenpflicht für Plastiksackerl, Verbot von Mikroplastik, verpflichtender Pfand für Getränkeflaschen (inklusive Verbot von Einwegplastikflaschen), Pfand auf „Coffe To Go – Becher“,… und so weiter!

Daher bin ich immer mehr davon überzeugt, dass es tatsächlich sowas wie eine Revolution der Verweigerung braucht, eine Revolution für ein „Recht auf unversehrte Umwelt“, auf intakte Lebensräume, auf ein Klima, das uns und auch Menschen anderswo auf dieser Welt ebenso ein einigermaßen würdiges (Über)Leben ermöglicht! Eine Revolution der Verweigerung von Verschwendung und Misswirtschaft auf Kosten unserer Kinder und auf Kosten unzähliger Menschen anderswo, die durch kaum etwas deutlicher symbolisiert und drastischer sichtbar wird als durch den wahnsinnigen Umgang mit Einwegplastik.

Ich erinnere mich noch so genau an die bohrenden Fragen meiner Kinder als wir vor 9 Jahren an diesem wunderschönen Strand auf Istrien jeden Tag Unmengen an Plastikmüll einsammelten. „Mama, warum machen das die Leute? Wer ist schuld, daran?“ Ich musste mir damals eingestehen, dass wir alle Verantwortung dafür tragen – oder wie es eben die Kinder unmissverständlich ausdrückten: schuld daran sind!

Damals hat mich das zur persönlichen Verweigerung motiviert. Heute motiviert mich jedes dieser Stranderlebnisse mehr denn je, für klare politische Entscheidungen in einem der privilegiertesten und angeblich fortschrittlichsten Land der Welt zu kämpfen!

Gramm für Gramm – ohne Müll

Letzten Freitag hatte ich das große Vergnügen, Sarah Reindl wiederzutreffen. Ich hatte mit ihr in den letzten Jahren immer wieder Kontakt, weil sie von unserer „Plastikfreien Zone“ und dem konsequenten Versuch, plastikfrei einzukaufen, fasziniert war und unbedingt auch selber in diese Richtung etwas machen wollte.                 „Gramm für Gramm – ohne Müll“ weiterlesen

Start meines neuen Blogs oder Warum A+++ nicht immer das beste sein muss

Wie angekündigt hat der Start meiner „politischen Laufbahn“ in den letzten Monaten meine volle Aufmerksamkeit erfordert! Dass ich kaum mehr Zeit gefunden habe, über das wofür ich mich nun Tag für Tag einsetze zu berichten, hat nun aber auch das Bedürfnis geweckt, in einem neuen Blog etwas „breiter“ über mein (politisches) Leben und verschiedene Themen, die mich beschäftigen zu berichten.    „Start meines neuen Blogs oder Warum A+++ nicht immer das beste sein muss“ weiterlesen

Ein notwendiger Schritt

Ob meiner nun schon monatelangen Abwesenheit auf meinem Blog, hegen vielleicht schon einige unter Euch den Verdacht,  ich hätte meine „Antiplastikmüllaktivitäten“ eingestellt.

Diesbezüglich kann ich euch beruhigen. Ich bin nach wie vor laufend mit Lesungen und Vorträgen unterwegs und es wird in nächster Zeit sogar auch wieder ein oder zwei Fernsehbeiträge dazu geben. „Ein notwendiger Schritt“ weiterlesen

Gebrauchte Handys und Plastikwäschekörbe

Da es in einem Kommentar einer Leserin gerade wieder angesprochen wurde, möchte ich hier nochmal etwas zu meiner Einstellung zu Plastikgebrauchsgegenständen sagen:

Ich habe gerade erst kurz vor Weihnachten ein „neues“ gebrauchtes Handy von einem ehemaligen Schulkollegen geschenkt bekommen. Vor 5 Jahren habe ich beschlossen, solche und ähnliche Dinge (bei denen Kunststoff ja definitiv unvermeidbar ist) zumindest nie mehr neu zu kaufen. „Gebrauchte Handys und Plastikwäschekörbe“ weiterlesen

Pflege von Holzbürsten

Da mir dieser Tipp einer Leserin persönlich sehr geholfen hat, möchte ich heute an dieser Stelle nochmal öffentlich machen:

Mit Freude sehe ich viele Naturbürstel in Eurem Bad. Ihr habt mir soviel Boost gegeben mit Eurer Konsequenz, da möcht ich Euch auch was “geben” ^^ falls ihr das nicht eh schon wisst :
Bei Bürstel, die mit Wasser in Berührung kommen, das Holz vorher 2- 3 mal mit ein wenig Speiseöl einpflegen und nach Möglichkeit mit der nassen Seite nach unten trocknen lassen, damit die Feuchte nicht so ins Holz ziehen kann – das verlängert die Lebensdauer ein klein wenig .

Ein Fall von Zivilcourage ruft nach Nachahmung

 

Der Fall der Grazer Bioladenbesitzerin Ushij Matzer hat in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt. Der Protest gegen eine Geldstrafe, wegen ihrer Weigerung Holzutensilien aus ihrem Laden zu verbannen und gegen Plastikteile zu ersetzen, ist ihr sogar ein paar Tage Ersatzfreiheitsstrafe wert.

„Ein Fall von Zivilcourage ruft nach Nachahmung“ weiterlesen

Alternativen gibt es- man muss nur wissen wo

Unter diesem Motto will ich Euch nun immer wieder Menschen, Betriebe und Aktionen vorstellen, die ich im Zuge unseres Experiments und bei meinen Lesungen und Vorträgen kennen gelernt habe. „Alternativen gibt es- man muss nur wissen wo“ weiterlesen

Petition gegen Wegwerfplastik und konkrete Maßnahmen

Greenpeace startet eine Petition gegen Wegwerfplastik: Bitte unterschreiben!!

https://secured.greenpeace.org/…/pr…/konsum/wegwerf-plastik/

Und hier ein bericht über die Aktuelle Entwicklung in Frankreich!

https://netzfrauen.org/2014/11/06/vorbildlich-frankreich-verbietet-weichmacher-einweggeschirr-und-plastiktueten/